{"id":6312,"date":"2026-04-21T13:37:14","date_gmt":"2026-04-21T13:37:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/6312\/"},"modified":"2026-04-21T13:37:14","modified_gmt":"2026-04-21T13:37:14","slug":"versteigerter-meteorit-vom-mars-sothebys-prueft-fragen-der-regierung-des-niger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/6312\/","title":{"rendered":"Versteigerter Meteorit vom Mars: Sotheby&#8217;s pr\u00fcft Fragen der Regierung des Niger"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Auctioned-Mars-meteorite-Sotheby-s-checks-questions-from-Nigerian-government-10537709.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Einen Monat nachdem Sotheby&#8217;s den gr\u00f6\u00dften vom Mars stammenden Meteoriten f\u00fcr eine Rekordsumme versteigert hat, sorgt das Vorgehen f\u00fcr Verstimmung bei der Regierung des Niger. In dem westafrikanischen Land war der Gesteinsbrocken vor zwei Jahren entdeckt worden, bevor er au\u00dfer Landes und \u00fcber einen Umweg durch Italien nach New York gebracht wurde. Es gebe Zweifel bez\u00fcglich der Rechtm\u00e4\u00dfigkeit des Exports, <a href=\"https:\/\/x.com\/NigerAR\/status\/1946711872171905088\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">erkl\u00e4rte die Regierung<\/a>. Deshalb seien Ermittlungen eingeleitet worden, gef\u00fchrt unter anderem durch das Justizministerium. Inzwischen hat Sotheby&#8217;s <a href=\"https:\/\/edition.cnn.com\/2025\/08\/13\/science\/martian-meteorite-sothebys-niger\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">laut CNN versichert<\/a>, alle erforderlichen Unterlagen zu besitzen. Man pr\u00fcfe die Fragen anhand der Informationen. Zugleich verweist das Auktionshaus darauf, dass es im Niger gar keine &#8222;spezifischen Rechtsvorschriften zu Meteoriten&#8220; gebe.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Markt f\u00fcr Meteoriten nicht unumstritten<\/p>\n<p>Bei dem Disput geht es um den Meteoriten NWA 16788, der von einem anonymen Meteoritenj\u00e4ger in der Region Agadez im Nordosten Nigers entdeckt wurde. Er ist um mehr als zwei Drittel gr\u00f6\u00dfer als der n\u00e4chstgr\u00f6\u00dfte Meteorit vom Mars. Au\u00dferdem macht er etwa 6,5 Prozent des gesamten auf der Erde bekannten Materials aus, das vom Roten Planeten stammt. Deshalb ist er f\u00fcr die Forschung von enormem Wert. Mitte Juli wurde der fast 25 kg schwere Stein f<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Sotheby-s-Wertvollster-Meteorit-vom-Mars-fuer-5-3-Millionen-US-Dollar-ersteigert-10490824.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00fcr 5,3 Millionen US-Dollar (etwa 4,5 Millionen Euro) an eine unbekannte Person versteigert<\/a>. An der Auktion hat es bereits Kritik gegeben. Die Planetologin Julia Cartwright hat darauf hingewiesen, dass ohne einen Markt f\u00fcr solche Fundst\u00fccke auch viel weniger Menschen danach suchen w\u00fcrden, was f\u00fcr die Forschung insgesamt schlecht w\u00e4re.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mdpi.com\/2571-9408\/7\/12\/323\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Laut einer Forschungsgruppe aus Italien<\/a> wurde NWA 16788 urspr\u00fcnglich von einer &#8222;lokalen Gemeinschaft&#8220; im Niger an einen internationalen H\u00e4ndler verkauft, danach habe es einer privaten Galerie in Arezzo in Italien geh\u00f6rt. 2024 wurde der Meteorit in der Zentrale der italienischen Weltraumagentur in Rom ausgestellt. In dieser Zeit konnte der Stein demnach auch untersucht werden. Danach ist er vor der Versteigerung erst wieder in New York aufgetaucht, wobei zwei St\u00fccke bei der Universit\u00e4t Florenz verblieben sind. Wo er jetzt landen wird, ist unklar. Der Pal\u00e4ontologe Steve Brusatte hatte erkl\u00e4rt, dass es eine Schande w\u00e4re, &#8222;wenn er in einem Tresor eines Oligarchen verschwindet&#8220;.<\/p>\n<p>Die Forschungsgruppe um Annarita Franze von der Universit\u00e4t Florenz hat im Rahmen ihrer Untersuchung von NWA 16788 und anderen Meteoriten vom Mars ermittelt, dass die gro\u00dfe Mehrzahl davon in Museen liegt \u2013 darunter auch das Museum f\u00fcr Naturkunde in Berlin. Summiert man aber deren Masse, liegen private H\u00e4ndler und Sammler vorn, schreiben sie weiter. W\u00e4hrend der Weltraumvertrag nur regele, dass Himmelsk\u00f6rper im All niemandem geh\u00f6ren k\u00f6nnen, sei f\u00fcr nat\u00fcrlich auf die Erde gefallene Fragmente eine Unesco-Konvention ausschlaggebend. Deren Umsetzung unterscheide sich aber von Land zu Land und laut Sotheby&#8217;s steht im Fall des Niger kein Gesetz dem Export entgegen. Wie der schwer zu \u00fcbersehende Stein au\u00dfer Landes gebracht wurde, ist aber unbekannt.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. 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