{"id":6505,"date":"2026-04-21T17:31:17","date_gmt":"2026-04-21T17:31:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/6505\/"},"modified":"2026-04-21T17:31:17","modified_gmt":"2026-04-21T17:31:17","slug":"niger-beendet-militaerabkommen-mit-den-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/6505\/","title":{"rendered":"Niger beendet Milit\u00e4rabkommen mit den USA"},"content":{"rendered":"<p>Mit sofortiger Wirkung hat <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/niger\/t-18137154\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nigers<\/a> Milit\u00e4rregierung die milit\u00e4rische Zusammenarbeit mit den <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-vereinigte-staaten-amerika\/t-17286012\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vereinigten Staaten<\/a> beendet. Sprecher Amadou\u00a0Abdramane verlas eine entsprechende Erkl\u00e4rung im staatlichen Fernsehen.\u00a0Das US-Milit\u00e4r betreibt seit einigen Jahren einen gro\u00dfen Luftwaffenst\u00fctzpunkt in der nigrischen Stadt Agadez, etwa 920 Kilometer von der Hauptstadt Niamey entfernt. Etwa 1100 US-Soldaten sind im Niger stationiert. Auch zivile Besch\u00e4ftigte des Verteidigungsministeriums in Washington halten sich in dem westafrikanischen Staat auf.<\/p>\n<p>Erst am Freitag hatte eine ranghohe Delegation der Amerikaner einen dreit\u00e4gigen Besuch im Niger beendet, mit dem die Kontakte zur Milit\u00e4rregierung erneuert werden sollten.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"68594302\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/68594302_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"US-Soldaten mit Maschinengewehren bei einer \u00dcbung in Agadez\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>US-Soldaten bei einer \u00dcbung auf dem St\u00fctzpunkt in Agadez Bild: Alex Fox Echols Iii\/Planetpix\/ZUMAPRESS.com\/picture alliance <\/p>\n<p>Junta-Sprecher Abdramane erkl\u00e4rte in seiner TV-Ansprache weiter, die US-Delegation habe sich bei ihrem Besuch nicht an das diplomatische Protokoll gehalten. So sei man nicht \u00fcber die Zusammensetzung der Abordnung, das Datum ihrer Ankunft oder die Tagesordnung informiert gewesen. Er f\u00fcgte hinzu, die \u00dcberwachungsfl\u00fcge des US-Milit\u00e4rs in den vergangenen Wochen seien illegal gewesen. Abdramane erw\u00e4hnte jedoch nicht, dass die US-Soldaten den Niger verlassen m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Der Sprecher des US-Au\u00dfenministeriums, Matthew Miller, teilte mit, Washington habe die Erkl\u00e4rung zur Kenntnis genommen. Sie sei nach &#8222;offenen Diskussionen&#8220; \u00fcber die &#8222;Bedenken&#8220; der USA hinsichtlich der &#8222;Entwicklung der Junta&#8220; erfolgt, erkl\u00e4rte Miller im Onlinedienst X. Die US-Regierung stehe weiter mit Nigers Milit\u00e4rregierung in Kontakt. Das US-Verteidigungsministerium gab eine gleichlautende Erkl\u00e4rung heraus.<\/p>\n<p>Nigers Milit\u00e4r trennt sich auch von anderen westlichen Verb\u00fcndeten \u00a0<\/p>\n<p>Im Juli 2023 hatte das Milit\u00e4r in der ehemaligen franz\u00f6sischen Kolonie mit rund 25 Millionen Einwohnern Pr\u00e4sident Mohamed Bazoum gest\u00fcrzt. Dessen Wahl im Jahr 2021 war der erste demokratische Machtwechsel im Niger seit der Unabh\u00e4ngigkeit von Frankreich 1960 gewesen. Bis zu dem <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/putsche-im-frankophonen-afrika\/t-66387028\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Staatsstreich<\/a> war der Niger einer der wichtigsten Partner westlicher Staaten wie der USA, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/frankreich\/t-17518447\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankreich<\/a> und <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/deutschland\/t-18507022\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> bei der Bek\u00e4mpfung militanter Islamisten in West- und Zentralafrika. Im Dezember verlie\u00dfen die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/macron-frankreich-zieht-streitkr\u00e4fte-aus-niger-ab\/a-66911711\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">letzten franz\u00f6sischen Soldaten<\/a> auf Wunsch der neuen Machthaber das Land.<\/p>\n<p>Die neue F\u00fchrung k\u00fcndigte nach elf Jahren auch die zivile europ\u00e4ische Polizei-Aufbaumission EUCAP Sahel im Niger auf. Mit ihr wurden die Sicherheitsbeh\u00f6rden im Kampf gegen Drogen-, Waffen- und Menschenschmuggel geschult. Der Abzug der europ\u00e4ischen Mitarbeiter soll bis Mai erfolgen.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"58760314\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/58760314_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Nigrische Sicherheitsmitarbeiter sitzen an l\u00e4ngeren Tischen und h\u00f6ren einem Referenten zu \" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Nigrische Sicherheitsmitarbeiter in einem EUCAP-Seminar (Archivbild vom August 2021)Bild: Marou Madougou Issa\/DW<\/p>\n<p>Nigers Milit\u00e4rf\u00fchrung setzt nun auf neue Partner wie <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/russland\/t-17284476\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> und baut die Kooperation mit den Nachbarl\u00e4ndern <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/mali\/t-17601124\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mali<\/a> und <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/burkina-faso\/t-18030005\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Burkina Faso<\/a> aus. Die Region gilt als Hochburg islamistischer Terrorgruppen. Sie ist auch ein wichtiges Transitgebiet f\u00fcr <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/niger-hebt-gesetz-gegen-illegale-migration-nach-europa-auf\/a-67569689\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Migranten auf dem Weg Richtung Europa<\/a>.<\/p>\n<p>se\/kle (rtr, ap, afp, dpa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit sofortiger Wirkung hat Nigers Milit\u00e4rregierung die milit\u00e4rische Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten beendet. 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