{"id":6793,"date":"2026-04-21T23:51:16","date_gmt":"2026-04-21T23:51:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/6793\/"},"modified":"2026-04-21T23:51:16","modified_gmt":"2026-04-21T23:51:16","slug":"regierung-in-madagaskar-abgesetzt-militaerregime-regiert-jetzt-vorerst-allein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/6793\/","title":{"rendered":"Regierung in Madagaskar abgesetzt: Milit\u00e4rregime regiert jetzt vorerst allein"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">Madagaskars Milit\u00e4rregime hat die komplette Regierung entlassen und damit der politischen Krise des Landes eine weitere Drehung hinzugef\u00fcgt. Die Milit\u00e4rjunta unter Oberst Michael Randrianirina, der im Oktober 2025 den vor Massenprotesten <a href=\"https:\/\/taz.de\/Militaerputsch-in-Madagaskar\/!6116719\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ins Ausland geflohenen Pr\u00e4sidenten Andry Rajoelina<\/a> abgesetzt und <a href=\"https:\/\/taz.de\/Proteste-in-Madagaskar\/!6112805\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Macht ergriffen hatte<\/a>, hat nun auch das von ihr selbst ernannte zivile Kabinett unter Premierminister Herintsalama Rajaonarivelo abgesetzt.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Gr\u00fcnde nannte Oberst Randrianirina bei der Verk\u00fcndung dieser Ma\u00dfnahme am Dienstag nicht, aber sein Sprecher erkl\u00e4rte: \u201eDie Regierung hat ihre Arbeit eingestellt.\u201c Nach Angaben des Sprechers wird Randrianirina \u201eim Einklang mit den Bestimmungen der Verfassung\u201c einen neuen Premierminister ernennen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Auch ohne explizite Erkl\u00e4rung scheint es, dass Randrianirinas Milit\u00e4rregierung damit auf Druck derselben Jugendprotestbewegungen reagiert, deren Massenproteste im Oktober dem Umsturz den Weg geebnet hatten.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\"><a href=\"https:\/\/taz.de\/Proteste-in-Madagaskar\/!6112805\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die Jugendlichen der \u201eGen Z\u201c in Madagaskar<\/a> hatten den Umsturz zun\u00e4chst begr\u00fc\u00dft, nachdem sie wochenlang gegen den gest\u00fcrzten Rajoelina auf die Stra\u00dfe gegangen waren. Aber zuletzt haben sie sich gegen die \u00dcbergangsregierung des Milit\u00e4rs gestellt, die zahlreiche etablierte Politiker vereinte. Zuletzt setzten sie Randrianirina ein 72-Stunden-Ultimatum f\u00fcr seinen R\u00fccktritt.<\/p>\n<p>      Spannungen mit SADC und AU<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">Denn die Lage Madagaskars hat sich durch die Machtergreifung des Milit\u00e4rs nicht unmittelbar verbessert. Au\u00dferdem lie\u00dfen die Milit\u00e4rs eine Frist der Regionalorganisation SADC (Southern African Development Community) verstreichen, bis Ende Februar einen klaren Zeitplan f\u00fcr eine R\u00fcckkehr zu demokratischen Verh\u00e4ltnissen vorzulegen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\">Zwar erkl\u00e4rte die Milit\u00e4rregierung, sie plane Konsultationen im Hinblick auf Wahlen zwischen Mai und Juli 2027. Aber am Montag hatte der Sicherheitsrat der Afrikanischen Union (AU) Sorge ge\u00e4u\u00dfert. AU-Sicherheitskommissar Bankole Adeoye betonte, wie wichtig es f\u00fcr Madagaskar sei, die vereinbarten Zeitpl\u00e4ne einzuhalten. Die madegassischen Beh\u00f6rden m\u00fcssten mit AU und SADC zusammenarbeiten und alle politischen Gefangenen bedingungslos freilassen. Zugleich rief er zu mehr Hilfe f\u00fcr Madagaskar auf.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-10\" pos=\"8\">Der Inselstaat im Indischen Ozean mit 33 Millionen Einwohnern ist seit dem Milit\u00e4rputsch nicht zur Ruhe gekommen. Dieses Jahr haben bereits zwei schwere Tropenst\u00fcrme massive Sch\u00e4den angerichtet. Die Zyklone \u201eFytia\u201c und \u201eGezani\u201c haben \u00fcber 60 Menschen get\u00f6tet, rund 67.000 Menschen sind obdachlos geworden und \u00fcber eine halbe Million Menschen ist von den Sturmfolgen betroffen. In den \u00dcberschwemmungsgebieten haben sich Seuchen ausgebreitet.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"9\">Am schwersten war die Region Atsinanana rund um Toamasina betroffen, zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt und wichtigste Hafenstadt des Landes. \u201eViele Familien haben ihre H\u00e4user verloren und der Zyklon hat lebensnotwendige Dienste zerst\u00f6rt, wie sauberes Wasser, Gesundheitsversorgung und Schulen\u201c, erkl\u00e4rte das UN-Kinderhilfswerk Unicef.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Madagaskars Milit\u00e4rregime hat die komplette Regierung entlassen und damit der politischen Krise des Landes eine weitere Drehung hinzugef\u00fcgt.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6794,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[245],"tags":[380,379],"class_list":{"0":"post-6793","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-madagaskar","8":"tag-madagascar","9":"tag-madagaskar"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116445386048730478","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6793","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6793"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6793\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6794"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6793"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6793"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6793"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}