{"id":7064,"date":"2026-04-22T06:19:39","date_gmt":"2026-04-22T06:19:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/7064\/"},"modified":"2026-04-22T06:19:39","modified_gmt":"2026-04-22T06:19:39","slug":"aethiopiens-rasante-verkehrswende-importstopp-fuer-verbrenner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/7064\/","title":{"rendered":"\u00c4thiopiens rasante Verkehrswende: Importstopp f\u00fcr Verbrenner"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/meskel-aethiopien-addis-abeba-100.jpg\" alt=\"Dichter Stra\u00dfenverkehr am Meskel in \u00c4thiopiens Hauptstadt Addis Abeba.\" title=\"Dichter Stra\u00dfenverkehr am Meskel in \u00c4thiopiens Hauptstadt Addis Abeba. | Antje Diekhans\/ARD-Studio Nairobi\"\/><\/p>\n<p>                    reportage<\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 26.05.2024 \u2022 15:14 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Die \u00e4thiopische Regierung hat ein Einfuhrverbot f\u00fcr Verbrenner erlassen. Bald sollen nur noch E-Autos auf den Stra\u00dfen unterwegs sein. Wie reibungslos klappt die ostafrikanische Verkehrswende?\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/antje-diekhans-109.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Antje Diekhans\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/antje-diekhans-101.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Feierabendverkehr an einem zentralen Platz in \u00c4thiopiens Hauptstadt Addis Abeba. Auf vier Spuren verteilen sich die Autos hier in jede Richtung. Trotzdem sind die Stra\u00dfen voll. Manchen Fahrzeugen sieht man an, dass sie l\u00e4ngst keine Neuwagen mehr sind. Aus dem Auspuff kommen ungefiltert die Abgase.<\/p>\n<p>    Kein Import von Verbrennern mehr<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch das soll sich bald \u00e4ndern. Seit einigen Wochen gilt in dem ostafrikanischen Land ein Importverbot f\u00fcr Verbrennerautos. Nur noch Elektrofahrzeuge d\u00fcrfen eingef\u00fchrt werden. Weil \u00c4thiopien selbst keine Autoindustrie hat, bedeutet das ein Aus f\u00fcr neue Verbrenner.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine Verkehrswende im Schnellverfahren, die aber zu funktionieren scheint. &#8222;Als die ersten Elektrofahrzeuge ins Land kamen, war die Nachfrage gering&#8220;, sagt Autoh\u00e4ndler Amanuel Kiflu. &#8222;Aber nachdem die Spritkosten weltweit so angestiegen sind und jetzt das Importverbot verh\u00e4ngt wurde, sehen die Leute sich gezwungen, auf E-Autos umzustellen.&#8220; Die Akzeptanz werde langsam gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Mit den Verbrennern auf den Stra\u00dfen von Addis Abeba soll schrittweise Schluss sein.\n                    <\/p>\n<p>    Elektro-Autos aus China<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der H\u00e4ndler f\u00e4hrt selbst seit drei Monaten ein E-Auto. Importiert aus China &#8211; wie fast alle Wagen, die er verkauft. Schon f\u00fcr umgerechnet rund 2.000 Euro gibt es die einfachsten Ausf\u00fchrungen. Das ist f\u00fcr viele allerdings mehr als ein Jahresverdienst. Deutsche Modelle wie zum Beispiel von Mercedes oder Audi leisten sich nur sehr reiche \u00c4thiopier.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Betrieb ist g\u00fcnstig, rechnet Kiflu vor: &#8222;Verglichen mit anderen L\u00e4ndern kostet Strom in \u00c4thiopien nur wenig. Die Leute werden fast umsonst mit ihren Autos herumfahren k\u00f6nnen.&#8220; Wasserkraftwerke bringen die Elektrizit\u00e4t. Bald soll zus\u00e4tzlich eine gro\u00dfe Anlage am Nil komplett in Betrieb gehen.<\/p>\n<p>    Unabh\u00e4ngig von Treibstoffimporten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die leichte Versorgung mit billigem Strom nennt \u00c4thiopiens Regierung als Hauptgrund f\u00fcr die Umstellung. Das Land solle unabh\u00e4ngig werden von teuer importierten Treibstoffen. Bessere Luft ist der Bonus obendrauf.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00c4thiopien hat zwar insgesamt nur einen verschwindend geringen Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen, aber die kommen bisher zu einem gro\u00dfen Teil aus den alten Verbrennern. &#8222;40 Prozent unserer Treibhausgasemissionen im Land werden im Transportsektor verursacht&#8220;, sagt Mekuria Argaw, Professor f\u00fcr Umweltwissenschaften an der Universit\u00e4t in Addis Abeba. &#8222;Wenn wir jetzt langsam die Verbrenner mit E-Autos ersetzen, wird das den Aussto\u00df deutlich senken.&#8220;<\/p>\n<p>    Vorreiter in Afrika<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00c4thiopien ist mit dieser Politik ein Vorreiter auf dem Kontinent bei der Elektromobilit\u00e4t. Auch das benachbarte Kenia, das beim Ausbau der Erneuerbaren Energien weit vorne ist, kommt da nicht mit. Bis zum kommenden Jahr will man hier eine Quote von f\u00fcnf Prozent bei den Elektrofahrzeugen erreichen. Bisher sind auf den Stra\u00dfen vor allem E-Motorr\u00e4der zu sehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Senegal wurde im Januar die erste Phase gestartet, um ein Netz von Elektrobussen aufzubauen. S\u00fcdafrika hat angefangen, Ladestationen einzurichten, die wegen der fehlenden Fahrzeuge aber noch nicht viel genutzt werden.<\/p>\n<p>    Mangel an Ladestationen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch in \u00c4thiopien klappt die Verkehrswende nicht reibungslos. Der Autoh\u00e4ndler und andere E-Auto-Fahrer m\u00fcssen ihre Wagen zu Hause laden. \u00d6ffentliche Stationen gibt es bisher kaum. &#8222;Ich w\u00fcrde selbst gern auf ein E-Auto umsteigen, aber das geht nicht, weil die Infrastruktur hier fehlt&#8220;, bem\u00e4ngelt auch Umweltingenieur Abate Hailu von der Hawassa Universit\u00e4t im S\u00fcden des Landes, und fordert: &#8222;Die m\u00fcssen wir bald herstellen, sonst wird es kein leichter \u00dcbergang f\u00fcr viele Leute.&#8220;<\/p>\n<p>    Ein Kfz auf 100 Einwohner<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Generell haben nur wenige in \u00c4thiopien ein Auto. Auf 100 Einwohner kommt gerade mal ein zugelassenes Kraftfahrzeug, wozu auch Motorr\u00e4der oder Busse geh\u00f6ren. Auf den Stra\u00dfen in der Hauptstadt tr\u00e4umen darum viele vom eigenen fahrbaren Untersatz &#8211; elektrisch oder nicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Es h\u00e4ngt von unserem Wirtschaftswachstum ab, ob sich mehr Leute ein Auto leisten k\u00f6nnen&#8220;, meint ein Mann in der Hauptstadt. &#8222;Wahrscheinlich muss man daf\u00fcr einen Kredit aufnehmen.&#8220; Ein anderer erg\u00e4nzt, dass Autos schon jetzt ein absoluter Luxus seien: &#8222;Ich glaube, dass sich dieser Trend noch verst\u00e4rkt. Die meisten werden laufen oder den Bus nehmen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Viele \u00c4thiopier nutzen die vollelektrische Stra\u00dfenbahn.\n                    <\/p>\n<p>    Alternative Stra\u00dfenbahn<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Immerhin f\u00f6rdert die Regierung den Import der Elektrofahrzeuge auch finanziell. Anders als sonst sind keine hohen Z\u00f6lle bei der Einfuhr mehr f\u00e4llig. Wenn nur Teile importiert und dann im Land zusammengebaut werden, muss sogar gar nichts bezahlt werden. Das k\u00f6nnte zus\u00e4tzlich Arbeitspl\u00e4tze schaffen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr alle, f\u00fcr die ein eigener fahrbarer Untersatz trotzdem ein ferner Traum bleibt, gibt es in der Hauptstadt zumindest die erste moderne Stra\u00dfenbahn s\u00fcdlich der Sahara. Nat\u00fcrlich voll elektrisch &#8211; und wie die meisten E-Autos im Land von den Chinesen gebaut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"reportage Stand: 26.05.2024 \u2022 15:14 Uhr Die \u00e4thiopische Regierung hat ein Einfuhrverbot f\u00fcr Verbrenner erlassen. 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