{"id":7242,"date":"2026-04-22T10:09:44","date_gmt":"2026-04-22T10:09:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/7242\/"},"modified":"2026-04-22T10:09:44","modified_gmt":"2026-04-22T10:09:44","slug":"neukirchen-vluyn-charlotte-fitze-eroeffnet-schulanbau-in-ruanda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/7242\/","title":{"rendered":"Neukirchen-Vluyn: Charlotte Fitze er\u00f6ffnet Schulanbau in Ruanda"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> \u201eEs geht weiter bergauf mit unserer Schule\u201c hie\u00df es am 16. September, als ein Geb\u00e4ude mit vier neuen Klassenr\u00e4umen der Rebero Primary School in Kinihira, in den gr\u00fcnen H\u00fcgeln im Norden Ruandas eingeweiht wurde. Mit dabei und umringt von einer gro\u00dfen Kinderschar: Charlotte Fitze, 18 Jahre alte Neukirchen-Vluynerin, die 2025 ihr <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/abitur\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Abitur<\/a> am Julius-Stursberg-Gymnasium (JSG) absolvierte und seit der f\u00fcnften Klasse Mitglied der Ruanda-AG ihrer Schule war.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Gemeinsam mit Bienvenu Musabyimana, dem Superintentenden des Kirchenkreises Kigali als Schultr\u00e4ger und offiziellen Vertretern aus Schulministerium und Distriktverwaltung durfte sie das Band durchschneiden, um die R\u00e4ume ihrem Verwendungszweck zuzuf\u00fchren: Unterricht f\u00fcr etwa 160 Kinder in vier weiteren Grundschulklassen der nun gar nicht mehr so kleinen Dorfgrundschule.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Seit 1985 pflegt der Kirchenkreis <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/moers\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Moers<\/a> eine Partnerschaft mit der Kigali Presbytery, jenem Kirchenkreis der Presbyterianischen Kirche in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ruanda\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ruanda<\/a>, zu dem das Dorf Kinihira geh\u00f6rt. Erst im Juni war eine vierk\u00f6pfige Delegation aus Kigali zu Gast am Niederrhein, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/nrw\/staedte\/moers\/kirchenkreis-moers-feiert-40-jahre-ruanda-partnerschaft_aid-129097481\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">um 40 Jahre Partnerschaft zu feiern<\/a> und gemeinsam Projekte weiter zu verfolgen. Eines davon eben ist der Bau einer Grundschule in Kinihira, das Christian Berges, Vorsitzender des Ruanda-Ausschusses im Kirchenkreis und Lehrer am Julius-Stursberg-Gymnasium 2016 der Sch\u00fclerschaft des JSG nahebrachte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Sommer 2018 er\u00f6ffnete die \u201eEPR Rebero Primary School\u201c mit drei Klassenr\u00e4umen. Seither w\u00e4chst die Schule, und noch immer gibt es die Ruanda-AG am JSG. Anfang dieses Jahres standen bereits drei Geb\u00e4ude mit neun Klassenr\u00e4umen f\u00fcr \u00fcber 500 Jungen und M\u00e4dchen in drei Vorschul- und sechs Grundschulklassen. Ein beachtlicher Erfolg f\u00fcr die AG, die alle diese Bauten finanzierte, teilweise unterst\u00fctzt von Spenden der Rotarier, des Schulchores oder Kollekten aus Abitur- und Konfirmationsgottesdiensten. Im Schnitt konnten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler somit j\u00e4hrlich knapp 10.000 Euro nach Kinihra schicken.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dass nun weitere vier Klassenr\u00e4ume er\u00f6ffnet werden konnten, ist einem Sonderfonds der evangelischen Kirche im Rheinland zu verdanken, um dessen Unterst\u00fctzung Christian Berges sich im Namen des Kirchenkreises und des Schulprojektes erfolgreich bem\u00fchte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDie R\u00e4ume sind dringend notwendig, denn noch immer w\u00e4chst die Schule und die Klassen sind mit teilweise mehr als 70 Kindern hoffnungslos \u00fcberf\u00fcllt\u201c, erl\u00e4utert der Lehrer und Partnerschaftsvorsitzende. Zudem haben sich die Baukosten in Ruanda im Zuge der allgemeinen Inflation seit Corona und Ukrainekrieg mehr als verdoppelt. Dies machte es der Sch\u00fcler-AG zunehmend schwerer, die Kosten f\u00fcr weitere Klassenr\u00e4ume zu stemmen \u2013 das neue Geb\u00e4ude kostete knapp 100.000 Euro.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nach der Zuteilung der Gelder im April ging es, \u201ewie so oft in Ruanda\u201c, so Berges, viel schneller als in Deutschland: \u201eBaubeginn war im Juni und schon zu Beginn des Schuljahres in Ruanda vor einer Woche bieten die fertigen R\u00e4ume nun Platz f\u00fcr viele weitere Kinder und damit die so dringend notwendige Chance auf Bildung als einen Weg aus der bitteren <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/armut\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Armut<\/a> in dieser l\u00e4ndlichen Gemeinde.\u201c Die AG am Stursberg-Gymnasium k\u00f6nne sich nun darauf konzentrieren, Kinder aus sehr armen Familien zu unterst\u00fctzen, die sich weder das Schulessen noch Materialien wie B\u00fccher, Hefte und Schuluniformen leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr Charlotte Fitze und ihren Vater Daniel war es ein ganz besonderes Erlebnis die Schule in Kinihira auf ihrer privaten Reise zu besuchen, nachdem sie das Projekt \u00fcber mehrere Jahre auch als Familie unterst\u00fctzt hatten und ein w\u00e4hrend der Corona-Zeit geplanter Besuch seitens JSG und Kirchenkreis pandemiebedingt abgesagt werden musste. Schon lange hatte Charlotte davon getr\u00e4umt, ihr Herzensprojekt zu besuchen und f\u00fchlte sich nun besonders geehrt, die neuen R\u00e4ume mit er\u00f6ffnen zu d\u00fcrfen, gewisserma\u00dfen als inoffizielle Repr\u00e4sentanten der Ruanda-AG am JSG.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei dem Besuch \u00fcbergaben die beiden G\u00e4ste auch acht Fu\u00dfb\u00e4lle als Geschenk des Heimat- und Verkehrsvereins Neukirchen, in welchem Daniel Fitze Mitglied ist und zwei Laptops vom JSG. Empfangen wurden sie mit traditionellen T\u00e4nzen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die sie zum Mittanzen gleich an die Hand nahmen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDie Freude in den Augen der Kinder ist einfach \u00fcberw\u00e4ltigend und ansteckend\u201c, sagt Charlotte nach ihrer R\u00fcckkehr. \u201eSie wissen, wie wichtig Schule und Bildung sind\u201c. Die j\u00fcngeren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler am JSG ruft die junge Frau auf: \u201eMacht weiter mit euren Aktionen und der AG, es lohnt sich so sehr!\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Diese Botschaft freut nicht nur Lehrer Berges, sondern auch Hedda Engbers, Schulleiterin des JSG und Wolfram Syben, Superintendent des Kirchenkreises Moers, die die Arbeit der AG seit Jahren mit gro\u00dfer Freude erm\u00f6glichen und f\u00f6rdern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eEs geht weiter bergauf mit unserer Schule\u201c hie\u00df es am 16. 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