{"id":7553,"date":"2026-04-22T17:18:09","date_gmt":"2026-04-22T17:18:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/7553\/"},"modified":"2026-04-22T17:18:09","modified_gmt":"2026-04-22T17:18:09","slug":"aequatorialguinea-eine-kirche-im-wandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/7553\/","title":{"rendered":"\u00c4quatorialguinea: Eine Kirche im Wandel"},"content":{"rendered":"<p>Inocencio Mois\u00e9s, Claretiner-Missionar aus Malabo, hat 1982 den Papstbesuch von Johannes Paul II. in \u00c4quatorialguinea als Kind erlebt und freut sich heute, Papst Leo zu sehen. Im Interview mit Radio Vatikan berichtet er \u00fcber den Wandel der Kirche und \u00fcber Herausforderungen &#8211; etwa bei der Berufung von Frauen f\u00fcr das Ordensleben. Sie sollten besser ausgebildet werden, findet er. <\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-04\/papst-leo-weiht-ein-bata-aquatorialguinea-schule-franziskus.html\" title=\"Papst weiht in \u00c4quatorialguinea Schule ein\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/04\/22\/2026-04-22-viaggio-apostolico-in-guinea-equatoriale---visita-all\/1776858365065.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Papst weiht in \u00c4quatorialguinea Schule ein\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Papst Leo hat am Mittwochnachmittag in Mongomo eine technische Schule eingeweiht, die nach seinem Vorg\u00e4nger Papst Franziskus benannt ist.\n     <\/p>\n<p>Von Claudia Torres \u2013 Malabo, \u00c4quatorialguinea<\/p>\n<p>Pater Inocencio Mois\u00e9s, ein Claretiner aus Malabo, war noch ein Kind, als der heilige Papst Johannes Paul II. vor 44 Jahren \u00c4quatorialguinea besuchte. Heute koordiniert er als Erzbisch\u00f6flicher Koordinator den Besuch von Papst Leo XIV. in seinem Heimatland \u2013 eine Aufgabe, die er mit Dankbarkeit annimmt.<\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit Vatican News am Rande der Einweihung des \u201ePapst-Leo-XIV.-Campus\u201c der Nationaluniversit\u00e4t in Malabo blickte er auf die Bedeutung des Besuchs des Heiligen Vaters in dem mehrheitlich katholischen Land zur\u00fcck. Er gab au\u00dferdem einen \u00dcberblick \u00fcber die wichtigsten Ver\u00e4nderungen, die die Kirche seit dem letzten Papstbesuch im Jahr 1982 erfahren hat, und hob dabei den Anstieg der Priesterberufungen und die st\u00e4rkere Verankerung der Kirche vor Ort hervor.<\/p>\n<p>Interview <\/p>\n<p>\u201eEr ist unser Hirte.\u201c<\/p>\n<p>Wir leben in einem Umfeld vieler famili\u00e4rer Schwierigkeiten, in einem afrikanischen Kontext, der auch von bewaffneten Konflikten, viel Hass, aber auch von Hoffnung gepr\u00e4gt ist. Daher glauben wir, dass dies auch ein Moment der Hoffnung, der Einheit und der St\u00e4rkung unseres Glaubens ist.<\/p>\n<p>Wir haben lange Zeit missioniert. Es gibt hier bereits viele Kirchen, auch anderer Konfessionen. Doch wir m\u00fcssen den Glauben der Katholiken und Christen st\u00e4rken, damit sie es wirklich verstehen. Daher ist dieser Besuch des Heiligen Vaters ein gro\u00dfer Impuls f\u00fcr uns \u2013 wichtig und besonders. Es ist ganz klar ein Hirtenbesuch.<\/p>\n<p>Manche m\u00f6gen ihn vielleicht nur als kulturelles Spektakel sehen, aber die gro\u00dfe Mehrheit hat lange darauf gewartet, als eine weitere Quelle der Erneuerung \u2013 nicht nur f\u00fcr die Laien, sondern auch f\u00fcr uns Ordensleute und Priester. Er ist unser Hirte.<\/p>\n<p>  Wie hat sich die Kirche in \u00c4quatorialguinea seit dem letzten Papstbesuch 1982 ver\u00e4ndert?\n <\/p>\n<p>Die Kirche hat sich stark ver\u00e4ndert. Nicht, weil ich Claretiner bin, sondern weil, wie der Papst damals sagte, die Evangelisierung hier gr\u00f6\u00dftenteils von den Claretinern durchgef\u00fchrt wurde \u2013 obwohl es auch Jesuiten oder Dominikaner h\u00e4tten sein k\u00f6nnen. Zuf\u00e4llig waren es vor allem die Claretiner, die diese Kirche evangelisierten.<\/p>\n<p>Gott sei Dank und dank der Inspiration des Heiligen Geistes gibt es heute viel mehr Ordensgemeinschaften hier. Die Missionare der Unbefleckten Jungfrau Maria sind ebenso vertreten wie die Missionare der Unbefleckten Empf\u00e4ngnis, die zwei Jahre nach den Claretinern auf deren Bitte hin eintrafen.<\/p>\n<p>\u201eEs ist wahrhaftig eine lokalere Kirche geworden.\u201c<\/p>\n<p>Es gibt viele Ordensgemeinschaften und viele Di\u00f6zesanpriester. Es ist wahrhaftig eine lokalere Kirche geworden. Die Zahl der Missionare aus anderen L\u00e4ndern nimmt stetig ab, und die Tatsache, dass unsere Di\u00f6zesen nun \u00e4quatorialguineische Bisch\u00f6fe haben, ist ebenfalls ein Zeichen f\u00fcr die Reife der katholischen Kirche in \u00c4quatorialguinea.<\/p>\n<p>Das Bild hat sich zum Besseren gewandelt. Viele junge Menschen sind bereit, ihr Bestes zu geben und selbst die entlegensten Gebiete zu erreichen, die Missionare fr\u00fcher nicht erreichen konnten. Wir sind alle da. Heute sind wir, selbst in den Ordensgemeinschaften, gr\u00f6\u00dftenteils lokal verankert.<\/p>\n<p>In meiner eigenen Kongregation beispielsweise sind wir etwa 50 Claretiner, und nur zwei von ihnen sind Ausl\u00e4nder \u2013 ein Amerikaner und ein Spanier. Die \u00fcbrigen stammen aus Guinea. Dies verdanken wir auch jenen, die uns durch ihren missionarischen Eifer dazu inspiriert haben, diesen Lebensweg in Christus einzuschlagen \u2013 sowohl Ordensleuten als auch Di\u00f6zesanpriestern.<\/p>\n<p>Gibt es also viele junge Menschen mit einer Berufung zum Ordensleben?<\/p>\n<p>Ja, es gibt viele junge Menschen. Das interdi\u00f6zesane Priesterseminar in Bata ist voll belegt und musste aufgrund von Platzmangel erweitert werden. Der Glaube wird gest\u00e4rkt.<\/p>\n<p>In den Frauenkongregationen ist dies jedoch nicht der Fall. Wir wissen nicht, warum \u2013 das bedarf einer eingehenden Analyse. In den M\u00e4nnerkongregationen, sowohl den di\u00f6zesanen als auch den Ordensgemeinschaften, gibt es Berufungen. Schwierigkeiten gibt es bei den weiblichen Berufungen, und wir m\u00fcssen die Gr\u00fcnde daf\u00fcr erforschen. Wir befinden uns im selben Land, daher ist es nicht leicht zu verstehen, warum es f\u00fcr junge Frauen heutzutage schwieriger ist, sich f\u00fcr das Ordensleben zu entscheiden.<\/p>\n<p>Woran liegt das Ihrer Meinung nach?<\/p>\n<p>\u201eSie treten ins Noviziat ein, werden Ordensfrauen, und das ist das Ende ihrer Ausbildung. Ich glaube, das ist problematisch.\u201c<\/p>\n<p>Ich habe eine pers\u00f6nliche Meinung: Vielleicht sollten auch weibliche Ordensgemeinschaften ihren Umgang mit akademischer Bildung \u00fcberdenken. Ich habe es auf einer Konferenz gesagt: Aus verschiedenen Gr\u00fcnden war Bildung fr\u00fcher eingeschr\u00e4nkter. Doch heute stellt es ein Problem dar, wenn ein 17- oder 18-j\u00e4hriges M\u00e4dchen nach dem Schulabschluss kein Hochschulstudium anstrebt.<\/p>\n<p>Es erscheint notwendig, die akademische Ausbildung junger Frauen zu verbessern. Viele hegen den Wunsch zu studieren, doch in manchen Ordensgemeinschaften begn\u00fcgen sie sich damit: Sie treten ins Noviziat ein, werden Ordensfrauen, und das ist das Ende ihrer Ausbildung. Ich glaube, das ist problematisch. Bei m\u00e4nnlichen Ordensgemeinschaften oder Priestern geschieht dies nicht, da diese in der Regel ein Universit\u00e4tsstudium aufnehmen. Wenn einer jungen Frau dies nicht m\u00f6glich ist, stellt das ein Hindernis dar.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen wir die Berufungsseelsorge st\u00e4rken. Vielleicht sind wir etwas nachl\u00e4ssig geworden. Wir m\u00fcssen dieselbe Botschaft auf neue Weise vermitteln \u2013 sprachlich anpassen, die Gegenwart verstehen und nicht in der Vergangenheit verharren. Wir d\u00fcrfen das Evangelium und seine Forderungen nicht verw\u00e4ssern, sondern m\u00fcssen sie dem Kontext anpassen. Deshalb sprechen wir in Afrika von Inkulturation \u2013 von einer inkulturierten Botschaft. Das ist meine Meinung.<\/p>\n<p>(vatican news &#8211; pr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inocencio Mois\u00e9s, Claretiner-Missionar aus Malabo, hat 1982 den Papstbesuch von Johannes Paul II. in \u00c4quatorialguinea als Kind erlebt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7554,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[247],"tags":[165,427,1206,231,224,164,1260],"class_list":{"0":"post-7553","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aequatorialguinea","8":"tag-aequatorialguinea","9":"tag-equatorial-guinea","10":"tag-hoffnung","11":"tag-katholische-kirche","12":"tag-ordensvertreter","13":"tag-papst-leo-xiv","14":"tag-zivilgesellschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116449502967812221","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7553","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7553"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7553\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7554"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7553"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7553"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7553"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}