{"id":7756,"date":"2026-04-22T22:21:57","date_gmt":"2026-04-22T22:21:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/7756\/"},"modified":"2026-04-22T22:21:57","modified_gmt":"2026-04-22T22:21:57","slug":"warum-ein-deutscher-dual-fluid-reaktor-in-ruanda-gebaut-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/7756\/","title":{"rendered":"Warum ein deutscher Dual-Fluid-Reaktor in Ruanda gebaut wird"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"Genehmigungsverfahren\">Genehmigung<\/a> in Deutschland langwierig<\/p>\n<p class=\"text\">\nErrichtet werden soll der Demonstrator allerdings nicht in Deutschland oder in Kanada, dem Hauptsitz des Unternehmens, sondern im Osten Afrikas, in Ruanda. Dort, so Ruprecht, seien die Genehmigungsbeh\u00f6rden deutlich offener f\u00fcr neue Technologien. Entsprechend schneller liefen Genehmigungsverfahren, die hier in der Bundesrepublik schon mal Jahre dauern k\u00f6nnten.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDas ist nichts f\u00fcr den sehr ambitionierten Zeitplan von Dual Fluid Energy, wo man mit dem Bau des Demonstrators lieber heute als morgen beginnen w\u00fcrde. Sobald man die 100 Millionen Euro an Bau- und j\u00e4hrlichen Betriebskosten f\u00fcr das Projekt zusammen habe, ginge es los, erkl\u00e4rt Ruprecht:\u00a0&#8222;In zwei Jahren kann der [Versuchsreaktor] in Ruanda in Betrieb gehen, dann anderthalb Jahre, dann Betrieb abgeschlossen. Halbes Jahr Auswertung, insgesamt vier Jahre, dann ist das Experiment abgeschlossen.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nBis dahin will man dann m\u00f6glichst auch schon die Investoren f\u00fcr die Serienproduktion an Bord haben, sagt Ruprecht. Man rechne damit, dass die Reaktoren dann in den fr\u00fchen 30er-Jahren bis Mitte der 30er-Jahre an Kraftwerke verkauft werden k\u00f6nnten.\n<\/p>\n<p><a name=\"Technologische\">Technologische<\/a> Umsetzbarkeit bleibt abzuwarten<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch Dr. Patrick Sauter findet das Konzept des Dual-Fluid-Reaktors spannend. Der promovierte Energieingenieur hat einen sehr popul\u00e4ren YouTube-Kanal um das Thema Energieerzeugung und Energiewende. &#8222;Ingenieurskunst&#8220; hei\u00dft der Kanal. Gut 20.000 Abonnenten folgen dort gut verst\u00e4ndlich und angenehm ideologiefrei gemachten Erkl\u00e4rvideos.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch die Dual-Fluid-Technologie nahm Sauter schon unter die Lupe. Jedem zu empfehlen, den das genauer interessiert. Dass ausgebrannte Brennst\u00e4be nachgenutzt werden k\u00f6nnen, dazu das Sicherheitskonzept der voneinander getrennten Kreisl\u00e4ufe von fl\u00fcssigem Brennmaterial und K\u00fchlwasser, das \u00fcberzeuge durchaus \u2013 zumindest auf dem Papier, so Sauter. Denn, ob sich das technologisch umsetzen l\u00e4sst, bleibe erst noch abzuwarten.\n<\/p>\n<p><a name=\"Aussergewoehnlich\">Au\u00dfergew\u00f6hnlich<\/a> robuste Materialien n\u00f6tig<\/p>\n<p class=\"text\">\nNur ein &#8222;Stichwort&#8220;, so der Youtuber, sei die Materialbelastung: &#8222;In den Leitungen der beiden Kreisl\u00e4ufe flie\u00dfen fl\u00fcssige Metalle mit bis zu\u00a01.000 Grad Celsius. Das erfordert au\u00dfergew\u00f6hnlich robuste Materialien. Korrosion und Besch\u00e4digung an den Kreisl\u00e4ufen sind zumeist das gr\u00f6\u00dfte Problem bei diesen Konzepten.&#8220; F\u00fcr den promovierten Energieingenieur sind die Entwicklungskosten der entscheidende Punkt. Gro\u00dfe internationale Investoren seien bislang ausgeblieben.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nSollte der Demonstrator in Ruanda jedoch tats\u00e4chlich gebaut werden und zeigen, dass Dual-Fluid-Reaktoren auch in der Praxis funktionieren, dann k\u00f6nnte sich das allerdings sehr schnell \u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Genehmigung in Deutschland langwierig Errichtet werden soll der Demonstrator allerdings nicht in Deutschland oder in Kanada, dem Hauptsitz&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7757,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[29,4112,4114,4109,4110,4111,4113,1449,3904,269,403,404,632,4115,1711,814],"class_list":{"0":"post-7756","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ruanda","8":"tag-afrika","9":"tag-atomkraft","10":"tag-dual-fluid","11":"tag-hmp","12":"tag-hoereraktion","13":"tag-kernkraft","14":"tag-kernkraftwerk","15":"tag-mdr","16":"tag-mitmachen","17":"tag-nachrichten","18":"tag-ruanda","19":"tag-rwanda","20":"tag-sachsen","21":"tag-sachsen-anhalt","22":"tag-thueringen","23":"tag-welt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116450698334026812","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7756","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7756"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7756\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7757"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7756"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7756"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7756"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}