{"id":7932,"date":"2026-04-23T03:16:17","date_gmt":"2026-04-23T03:16:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/7932\/"},"modified":"2026-04-23T03:16:17","modified_gmt":"2026-04-23T03:16:17","slug":"aussenministerin-baerbock-auf-reise-in-westafrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/7932\/","title":{"rendered":"Au\u00dfenministerin Baerbock auf Reise in Westafrika"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/baerbock-744.jpg\" alt=\"Annalena Baerbock spricht mit dem Brigadegeneral Joseph Allah Kouame bei einem Besuch der Akademie Terrorismusbek\u00e4mpfung in Abidjan  \" title=\"Annalena Baerbock spricht mit dem Brigadegeneral Joseph Allah Kouame bei einem Besuch der Akademie Terrorismusbek\u00e4mpfung in Abidjan   | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 17.07.2024 \u2022 20:43 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Au\u00dfenministerin Baerbock war zwei Tage in Westafrika. Es war ihre erste Reise, nachdem sie erkl\u00e4rt hatte, nicht als Kanzlerkandidatin zur Verf\u00fcgung zu stehen. Eine Befreiung?\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/barbara-kostolnik-ts-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Barbara Kostolnik\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/barbara-kostolnik-101.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Operation Trampolin&#8220; haben sie die \u00dcbung genannt. Ausgerechnet. Eine \u00dcbung zur \u00dcberw\u00e4ltigung von Terroristen im sogenannten &#8222;Sahel-Dorf&#8220; in Jacqueville. Lediglich eine rote Sandpiste f\u00fchrt dorthin, milit\u00e4risches Sperrgebiet irgendwo in C\u00f4te d\u2019Ivoire, zwischen der Lagune und dem Meer, am \u00e4u\u00dfersten Rand der Elfenbeink\u00fcste.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Name &#8222;Trampolin&#8220; wurde zu Ehren von Annalena Baerbock gew\u00e4hlt, die an diesem schw\u00fclen Nachmittag vorbeigekommen ist und in der feuchten Hitze ausharrt, sich geduldig die Ausf\u00fchrungen des franz\u00f6sischen Majors und des ivorischen Befehlshabers anh\u00f6rt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sie wissen auch an der C\u00f4te d\u2019Ivoire, dass die ehemalige\u00a0Trampolinturnerin Baerbock fr\u00fcher sehr hoch gesprungen ist, bis zur Kanzlerkandidatur ihrer Partei. Heute steht sie nur da und h\u00f6rt erst mal geduldig zu.<\/p>\n<p>    Anti-Terror-Kampf in Afrika f\u00fcr Deutschland<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In der &#8222;Akademie gegen den Terrorismus&#8220;, die Baerbock besucht, haben sie ein Dorf nachgebaut, die \u00dcbung findet zwischen Lehmbauten statt. Die Szene: Terroristen wollen Sprengstoff an drei Dorfbewohner \u00fcbergeben. Geheimdienste haben die Informationen abgefangen, und jetzt werden die Spezialkr\u00e4fte den Deal sprengen. Buchst\u00e4blich.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Baerbock soll Zeugin werden, wie gut das klappt. Schlie\u00dflich finanziert die Bundesrepublik die Akademie mit 2,5 Millionen Euro. Bundespolizei und GSG9 trainieren in Jacqueville zusammen mit ivorischen Streitkr\u00e4ften, auch Soldaten aus Togo, Benin und Kamerun machen mit. Es geht um den Anti-Terror-Kampf, der die westafrikanische Region schwer besch\u00e4ftigt. Der Kampf wird auch f\u00fcr Deutschland gef\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zur besseren \u00dcbersicht ist die Ministerin auf einen Aussichtsturm gef\u00fchrt worden, von oben kann sie sehen, wie ivorische Einsatztruppen erfolgreich die Terroristen von der \u00dcbergabe abhalten. Es knallt dann sehr laut, zwei potentielle Sprengstoffattent\u00e4ter haben sich selbst in die Luft gesprengt, um dem Zugriff zu entgehen. Baerbock zuckt oben auf dem Aussichtsturm erschreckt zusammen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Operation Trampolin&#8220; ist ein voller Erfolg &#8211; die Gefahr eliminiert, die Terroristen auch. Am Ende der \u00dcbung dankt die Bundesau\u00dfenministerin den ivorischen Einsatzkr\u00e4ften. Der Reihe nach sch\u00fcttelt sie jedem die Hand.<\/p>\n<p>    Die Kandidatenfrage ist beantwortet<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Annalena Baerbock ist bei dieser Reise in den \u00e4u\u00dfersten Westen Afrikas zum ersten Mal seit langer Zeit einfach ausschlie\u00dflich als Au\u00dfenministerin unterwegs. Die K-Frage, die lange \u00fcber ihr schwebte, wird nicht mehr gestellt. Sie hat sie in Washington in einem CNN-Interview mit Nein beantwortet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sie will also lieber Au\u00dfenministerin bleiben als Kanzlerkandidatin der Gr\u00fcnen werden. Wohl auch, weil sie wei\u00df, dass ihr in ihrer Partei der R\u00fcckhalt fehlt. Und es scheint so, als befl\u00fcgele sie diese Entscheidung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Senegal steht sie auf einer B\u00fchne vor dem Rohbau des neuen Goethe-Instituts, ein m\u00e4chtiger Baobab, ein Affenbrotbaum an ihrer Seite. Sie redet lange und viel, von Austausch und der Kultur des gegenseitigen Zuh\u00f6rens, des voneinander Lernens.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gagnant-Gagnant, sagt Baerbock, die franz\u00f6sische Form des Win-Win. Die Rede ist von Afrika und von Deutschland, aber man kann sie auch so lesen, dass da eine Frau spricht, die sich nun vollkommen auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren kann und damit gar nicht so ungl\u00fccklich ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Win-Win also f\u00fcr Habeck, die Gr\u00fcnen und f\u00fcr sie. Weniger Angriffsfl\u00e4che f\u00fcr die w\u00fctenden russischen Trolle, mehr Zeit in der ohnehin \u00fcbervollen Ministerinnen-Agenda.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Den Goethe-Instituten, deren Chefin sie ist, hat sie bereits eine strategische Neuausrichtung verordnet. W\u00e4hrend an vielen Orten der Welt, vor allem in Europa, Goethe-Institute verschlankt werden, bleibt der Etat im Senegal stabil bei rund zwei Millionen Euro.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Denn unsere Welt hat sich rasant ver\u00e4ndert&#8220;, erkl\u00e4rt sie. &#8222;Schon heute ist Afrika der Kontinent von Wachstum und Innovation, jeden Monat streben hier 1,7 Millionen Menschen auf den Arbeitsmarkt.&#8220; Eine riesige Chance nennt Baerbock das auf der B\u00fchne. Eine Chance f\u00fcr Deutschland. Mit ihr als erster Botschafterin.<\/p>\n<p>    Elektrobusse mit deutscher Technologie in Dakar<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Baerbock hat bei dieser Reise nach Westafrika bewusst ein paar ungew\u00f6hnliche Akzente gesetzt. Sie hat den ersten Tag mit einem Besuch in der Leitstelle des modernsten Schnellbusnetzes des Kontinents begonnen und h\u00f6rt sich dort an, was der Senegal Deutschland in punkto Verkehrswende voraus hat. Zumindest auf dem Elektro-Bus-Sektor.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Elektroschnellbus in Dakar sei der erste in der Welt, der 100 Prozent elektrisch laufe. Er werde zudem von Solarpanelen auf den D\u00e4chern der Haltestellen gespeist, finanziert unter anderem von Deutschland, erkl\u00e4rt der Generaldirektor des \u00d6ffentlichen Nahverkehrs in Dakar der Ministerin.<\/p>\n<p>    &#8222;Wahnsinnig gro\u00dfes Potential&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch deutsche Unternehmen sind beteiligt, wie die Car Media Lab von Henri Tchatchu aus dem baden-w\u00fcrttembergischen Bruchsal. Er hat f\u00fcr den Schnellbus die IT-gest\u00fctzte \u00dcberwachung der Batterie-Ladeinfrastruktur beigesteuert. Neuland, in Deutschland und in Afrika, aber Tchatchu bleibt Optimist. Bald sollen die Busse auch in Abidjan fahren. Deutsches Know-How breitet sich in Afrika aus.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine Botschaft, die die Au\u00dfenministerin gerne wieder zur\u00fcck nach Deutschland nimmt. &#8222;Wir sehen, dass es gerade hier ein wahnsinnig gro\u00dfes Potential gibt &#8211; f\u00fcr deutsche Firmen, deutsche Firmen der Transformation&#8220;, sagt sie nach einer kurzen Fahrt mit dem Schnellbus.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kleiner Sch\u00f6nheitsfehler in der Erfolgsgeschichte: Die Elektro-Busse in Dakar selbst kommen aus China. Die Chinesen n\u00e4mlich hatten bei der Ausschreibung alle anderen unterboten.<\/p>\n<p>    Baerbock wirbt f\u00fcr Unterst\u00fctzung der Ukraine<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00dcberhaupt ist China sehr pr\u00e4sent in Afrika. Baerbock sieht es daher als ihre Aufgabe an, Allianzen zu schmieden. Wirtschaftliche Allianzen, weshalb sie mit einer relativ gro\u00dfen Wirtschaftsdelegation unterwegs ist. Und geostrategische Allianzen. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine wird l\u00e4ngst nicht von allen in Afrika so kritisch gesehen wie von Deutschland. <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Au\u00dfenministerin wirbt f\u00fcr Solidarit\u00e4t mit der Ukraine. Und verweist auf die deutsche Unterst\u00fctzung, etwa in dem Sahel-Dorf in Jaqueville, zwischen Lagune und Atlantik. Es ist ein st\u00e4ndiges Werben, und manchmal wird sie daf\u00fcr auch belohnt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der ivorische Pr\u00e4sident Alassane Ouattara habe sogar seinen Urlaub verschoben, um die Au\u00dfenministerin in seiner Privatresidenz zu empfangen, hei\u00dft es aus Delegationskreisen. Die Privatresidenz &#8211; ein Prachtbau mit Marmors\u00e4ulen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dass ein Pr\u00e4sident eine Au\u00dfenministerin trifft, ist hingegen nicht ganz so standesgem\u00e4\u00df. Baerbock darf das als ein Zeichen der Wertsch\u00e4tzung verstehen. Der Wertsch\u00e4tzung ihrer Arbeit als Au\u00dfenministerin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 17.07.2024 \u2022 20:43 Uhr Au\u00dfenministerin Baerbock war zwei Tage in Westafrika. 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