{"id":8258,"date":"2026-04-23T11:44:08","date_gmt":"2026-04-23T11:44:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8258\/"},"modified":"2026-04-23T11:44:08","modified_gmt":"2026-04-23T11:44:08","slug":"sahel-kirchliche-initiative-fuer-sozialen-zusammenhalt-und-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8258\/","title":{"rendered":"Sahel: Kirchliche Initiative f\u00fcr sozialen Zusammenhalt und Frieden"},"content":{"rendered":"<p>In der Sahelregion bem\u00fchen sich kirchliche Akteure verst\u00e4rkt um sozialen Zusammenhalt und Frieden. Die \u201eSahel Peace Initiative\u201c (SPI), ein im November 2019 gegr\u00fcndetes Projekt der Bischofskonferenzen von Burkina Faso, Mali, Niger, Ghana und der Elfenbeink\u00fcste, reagiert auf die multidimensionale Krise in Westafrika.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/vatikan\/news\/2026-02\/sahel-papst-stiftung-startet-nach-statutenreform-in-neue-phase.html\" title=\"Sahel: Papst-Stiftung startet nach Statutenreform in neue Phase\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2024\/06\/03\/06\/1717387381340.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Sahel: Papst-Stiftung startet nach Statutenreform in neue Phase\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Die \u201eStiftung Johannes Paul II. f\u00fcr die Sahelzone\u201c macht sich bereit f\u00fcr die Zukunft. Nach der offiziellen Genehmigung eines neuen Statuts durch Papst Leo XIV. traf sich der &#8230;\n     <\/p>\n<p>Luca Attanasio &#8211; Vatikanstadt<\/p>\n<p>Auf einer Versammlung in der malischen Hauptstadt Bamako Ende M\u00e4rz riefen religi\u00f6se und traditionelle F\u00fchrer unter dem Titel \u201eFrieden im Sahel und in Westafrika: Ein Appell an den sozialen Zusammenhalt durch kollektives Handeln\u201c zu verst\u00e4rkten Anstrengungen auf.<\/p>\n<p>Ergebnisse der Friedensarbeit <\/p>\n<p>Jonas Demb\u00e9l\u00e9 ist Bischof von Kayes und Vorsitzender der Bischofskonferenz von Mali. Er berichtete Vatican News \u00fcber die bisherige Bilanz der Initiative. In den sechs Jahren ihres Bestehens habe das Projekt \u00fcber 240.000 direkte und etwa 24,5 Millionen indirekte Beg\u00fcnstigte erreicht. Konkret wurden mehr als 18.700 Personen in den Gemeinden \u2013 darunter religi\u00f6se F\u00fchrer, Jugendliche und Frauen \u2013 in den Bereichen Mediation, Dialog und dem Erkennen von Radikalisierungssignalen geschult.<\/p>\n<p>\u201eDie von uns angeregten Dialogprozesse haben es erm\u00f6glicht, reale Zusammenst\u00f6\u00dfe zu vermeiden\u201c, erkl\u00e4rte Bischof Demb\u00e9l\u00e9. Ein Netzwerk von \u00fcber 700 Friedenshelfern sei in Gebieten aktiv, in die sich andere Akteure kaum mehr wagten. Laut internen Erhebungen \u00e4u\u00dfern 85,9 Prozent der begleiteten Gemeinschaften heute ein h\u00f6heres gegenseitiges Vertrauen \u00fcber konfessionelle und ethnische Unterschiede hinweg.<\/p>\n<p>Dimensionen der Krise <\/p>\n<p>Die Krise in der Region wird als tiefgreifend beschrieben. Demb\u00e9l\u00e9 identifizierte mehrere Krisenebenen wie beispielsweise im Bereich der\u00a0Sicherheit,\u00a0bei der Probleme wie Terrorismus, Angriffe auf Zivilisten sowie gezielte Entf\u00fchrungen und Morde geh\u00f6rten. Zur\u00a0humanit\u00e4ren Lage\u00a0geh\u00f6ren die Millionen Vertriebene und die Schlie\u00dfung von Schulen sowie Gesundheitszentren. Die\u00a0Wirtschaft\u00a0sei pr\u00e4gt durch strukturelle Armut, die Jugendliche anf\u00e4llig f\u00fcr die Rekrutierung durch Extremisten macht. Zur\u00a0Soziopolitik\u00a0geh\u00f6re der Vertrauensverlust gegen\u00fcber Institutionen, Korruption und soziale Ungleichheit. Und dann gebe es die geistig-kulturelle Ebene\u00a0mit der Instrumentalisierung von Religion f\u00fcr Gewalt sowie die Manipulation ethnischer Identit\u00e4ten.\u00a0Besorgniserregend sei zudem die geografische Ausweitung der Krise vom Zentralsahel in Richtung S\u00fcden, etwa in den Norden von Togo, Benin, der Elfenbeink\u00fcste und Ghana.<\/p>\n<p>Bedeutung des interreligi\u00f6sen Dialogs <\/p>\n<p>Obwohl die katholische Kirche im Sahel eine Minderheit in einer mehrheitlich muslimischen Umgebung darstellt, bildet der interreligi\u00f6se Dialog einen Kernpfeiler der Arbeit. Demb\u00e9l\u00e9 betonte, dass der Blick auf muslimische Mitb\u00fcrger von geschwisterlichem Interesse und dem Wunsch nach Verst\u00e4ndnis geleitet sei. \u201eDie Gewalt unterscheidet nicht zwischen einem Christen und einem Muslim. Das Leiden hat keine Konfession\u201c, so der Vertreter der Bischofskonferenz. Friede k\u00f6nne daher nicht das Vorrecht einer einzelnen Religion sein.<\/p>\n<p>(vatican news &#8211; mg)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der Sahelregion bem\u00fchen sich kirchliche Akteure verst\u00e4rkt um sozialen Zusammenhalt und Frieden. 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