{"id":8340,"date":"2026-04-23T13:25:31","date_gmt":"2026-04-23T13:25:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8340\/"},"modified":"2026-04-23T13:25:31","modified_gmt":"2026-04-23T13:25:31","slug":"konflikt-im-nachbarland-deutschland-schraenkt-hilfen-fuer-ruanda-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8340\/","title":{"rendered":"Konflikt im Nachbarland: Deutschland schr\u00e4nkt Hilfen f\u00fcr Ruanda ein"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/kongo-rebellen-102.jpg\" alt=\"M23-Rebellen patrouillieren im Zentrum in Bukavu, der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt Ostkongos.\" title=\"M23-Rebellen patrouillieren im Zentrum in Bukavu, der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt Ostkongos. | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 04.03.2025 \u2022 14:47 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Bei den schweren K\u00e4mpfen in der Demokratischen Republik Kongo sind Tausende Menschen get\u00f6tet worden. Bei ihrem Vormarsch wurden die M23-Rebellen vom Nachbarland Ruanda unterst\u00fctzt. Daher wird nun die Entwicklungshilfe eingeschr\u00e4nkt.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Deutschland wird Ruanda wegen der Unterst\u00fctzung von Rebellen im rohstoffreichen Ostkongo keine neuen Zusagen in der Entwicklungspolitik machen. Damit werde die bilaterale Zusammenarbeit in Abstimmung mit Partnern weiter eingeschr\u00e4nkt, teilte das Entwicklungsministerium (BMZ) in Berlin mit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;In Abstimmung mit Partnern wird Deutschland die bilaterale Zusammenarbeit mit Ruanda weiter einschr\u00e4nken&#8220;, so das Ministerium. Es w\u00fcrden neue finanzielle Verpflichtungen ausgesetzt und die bestehende Zusammenarbeit mit der ruandischen Regierung in der Entwicklungshilfe \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gemeinsam mit den Partnern werde die Bundesregierung zudem &#8222;nach einer angemessenen Reaktion bei multilateralen Programmen suchen&#8220;. Laut Ministerium hatte Deutschland Ruanda zuletzt im Oktober 2022 Hilfen von 93,6 Millionen Euro f\u00fcr den Zeitraum 2022 bis 2024 neu zugesagt.<\/p>\n<p>    4.000 ruandische Soldaten im Ostkongo<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Bundesregierung kritisierte das Vorgehen der von Ruanda unterst\u00fctzten M23-Rebellen und der Rwanda Defense Forces (RDF), einschlie\u00dflich der Einnahme der Provinzhauptst\u00e4dte Goma und Bukavu. Nach Sch\u00e4tzungen von UN-Experten befinden sich mindestens 4.000 ruandische Soldaten im rohstoffreichen Ostkongo.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Seit Ende Januar haben die Rebellen der M23 massive Gebietsgewinne gemacht und in den eroberten St\u00e4dten eine eigene Verwaltung eingesetzt. &#8222;Wir verurteilen dieses Vorgehen, das eine Verletzung der Waffenruhe auf Basis des Luanda-Prozesses und eine Verletzung der territorialen Integrit\u00e4t und Souver\u00e4nit\u00e4t der Demokratischen Republik Kongo darstellt, auf das Sch\u00e4rfste&#8220;, teilte das Ministerium mit. Die Bundesregierung unterst\u00fctze die von afrikanischer Seite gef\u00fchrten Vermittlungsbem\u00fchungen.<\/p>\n<p>    Mindestens 7.000 Tote seit Januar<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Miliz M23, die seit Jahren Teile der rohstoffreichen Provinz Nord-Kivu kontrolliert, nahm Ende Januar die Provinzhauptstadt Goma ein, in der rund zwei Millionen Menschen leben sowie etwa eine Million Binnenfl\u00fcchtlinge im Umland. Inzwischen kontrolliert die Miliz auch im angrenzenden S\u00fcd-Kivu die Provinzhauptstadt Bukavu.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein Ende der K\u00e4mpfe ist trotz internationaler Appelle nicht in Sicht. In einer Resolution des UN-Sicherheitsrates wurde Ruanda aufgerufen, seine Truppen unverz\u00fcglich zur\u00fcckzuziehen und die Unterst\u00fctzung der M23 einzustellen.<\/p>\n<p>    Wurzeln des Konflikts reichen bis zum V\u00f6lkermord zur\u00fcck<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ruanda begr\u00fcndet seine Aktivit\u00e4ten im Osten der Demokratischen Republik Kongo mit eigenen Sicherheitsinteressen und dem Schutz der kongolesischen Tutsi.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In dieser Volksgruppe, der auch Ruandas Pr\u00e4sident Paul Kagame angeh\u00f6rt, gab es die mit Abstand meisten Opfer des V\u00f6lkermords in Ruanda vor knapp 31 Jahren. Damals ermordeten radikale Milizen der Volksgruppe der Hutu innerhalb von 100 Tagen mindestens 800.000 Tutsi und gem\u00e4\u00dfigte Hutu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 04.03.2025 \u2022 14:47 Uhr Bei den schweren K\u00e4mpfen in der Demokratischen Republik Kongo sind Tausende Menschen get\u00f6tet&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7921,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[188,675,403,404],"class_list":{"0":"post-8340","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ruanda","8":"tag-demokratische-republik-kongo","9":"tag-entwicklungshilfe","10":"tag-ruanda","11":"tag-rwanda"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116454249039718529","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8340","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8340"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8340\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7921"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8340"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8340"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8340"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}