{"id":8538,"date":"2026-04-23T18:02:41","date_gmt":"2026-04-23T18:02:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8538\/"},"modified":"2026-04-23T18:02:41","modified_gmt":"2026-04-23T18:02:41","slug":"botsuana-kippt-gesetze-gegen-homosexualitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8538\/","title":{"rendered":"Botsuana kippt Gesetze gegen Homosexualit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>In einem wegweisenden\u00a0Urteil hat das h\u00f6chste Gericht von Botsuana die Strafbarkeit homosexueller Handlungen f\u00fcr verfassungswidrig erkl\u00e4rt. &#8222;Es gibt nichts Vern\u00fcnftiges an der Diskriminierung&#8220;, sagte Richter Michael Elburu. Die gegenw\u00e4rtigen Gesetze unterdr\u00fcckten eine Minderheit der Bev\u00f6lkerung. Deshalb ordnete\u00a0Elburu\u00a0eine \u00c4nderung an. Nach bisherigem Recht wird Homosexualit\u00e4t mit einer Gef\u00e4ngnisstrafe von bis zu sieben Jahren bestraft.<\/p>\n<p>Die Entscheidung wurde im Gerichtssaal von vielen Aktivisten verfolgt. Sie jubelten und schwenkten Regenbogenflaggen als Symbol f\u00fcr die Rechte von\u00a0Homosexuellen.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"49137938\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/49137938_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Botswana entkriminalisiert Homosexualit\u00e4t\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Aktivisten verfolgten die Urteilsverk\u00fcndung im GerichtssaalBild: picture alliance\/AP Photo<\/p>\n<p>Das Gericht war von einer anonymen Person angerufen worden, die aus Sicherheitsgr\u00fcnden nur mit den Initialen LM gekennzeichnet war. Die betreffenden Paragrafen im Strafgesetz stammen aus der Zeit britischer Kolonialherrschaft. Das Land im S\u00fcden Afrikas ist seit 1966 unabh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>&#8222;Wiederherstellung der Menschenw\u00fcrde&#8220;<\/p>\n<p>Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erkl\u00e4rte, das Urteil sende ein starkes Signal, dass niemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung bel\u00e4stigt, diskriminiert oder kriminalisiert werden d\u00fcrfe.\u00a0Die Organisation f\u00fcr Lesben, Schwule und Bisexuelle in Botsuana (LEGABIBO) begr\u00fc\u00dfte das Urteil als epochale Ver\u00e4nderung und einen &#8222;Schritt zur Wiederherstellung der Menschenw\u00fcrde der LGBT-Gemeinschaft&#8220;. Die Organisation war in dem Fall Nebenkl\u00e4ger. Chefin Anna Mmolai-Chalmers erkl\u00e4rte: &#8222;Jetzt k\u00f6nnen wir endlich damit beginnen, eine tolerantere Gesellschaft aufzubauen.&#8220;<\/p>\n<p>Das Anti-Aids Programm der Vereinten Nationen (UNAIDS)\u00a0bezeichnete das Urteil als Meilenstein f\u00fcr die Gleichberechtigung\u00a0im s\u00fcdlichen Afrika. Die Kriminalisierung von Homosexualit\u00e4t behindere die Aids-Vorbeugung und Behandlung. Dadurch sei die Ansteckungsgefahr h\u00f6her, warnte UNAIDS. Botsuana hat 2,3 Millionen Einwohner und k\u00e4mpft gegen eine\u00a0der h\u00f6chsten HIV-Infektionsraten der Welt. Laut UNAIDS-Zahlen leben dort 22,8 Prozent der Erwachsenen zwischen 15 und 49 Jahren mit dem AIDS-Virus.<\/p>\n<p>Viele Staaten bleiben bei Strafbarkeit<\/p>\n<p>Homosexuelle Handlungen sind in vielen afrikanischen L\u00e4ndern verboten. Erst vor kurzem hatte das h\u00f6chste Gericht Kenias das Verbot best\u00e4tigt. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch\u00a0ist gleichgeschlechtliche Sexualit\u00e4t in 27 von 49 Staaten s\u00fcdlich der Sahara strafbar. In einigen L\u00e4ndern droht die Todesstrafe. Auch in afrikanischen L\u00e4ndern ohne Verbot werden Schwule und Lesben vielfach diskriminiert.<\/p>\n<p>wo\/jj (epd, dpa, afpe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In einem wegweisenden\u00a0Urteil hat das h\u00f6chste Gericht von Botsuana die Strafbarkeit homosexueller Handlungen f\u00fcr verfassungswidrig erkl\u00e4rt. &#8222;Es gibt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8539,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[244],"tags":[373,374],"class_list":{"0":"post-8538","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-botsuana","8":"tag-botsuana","9":"tag-botswana"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116455338285215215","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8538","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8538"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8538\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8539"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8538"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8538"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8538"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}