{"id":8627,"date":"2026-04-23T21:03:31","date_gmt":"2026-04-23T21:03:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8627\/"},"modified":"2026-04-23T21:03:31","modified_gmt":"2026-04-23T21:03:31","slug":"cote-divoire-spenden-sos-kinderdoerfer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8627\/","title":{"rendered":"C\u00f4te d&#8217;Ivoire: Spenden | SOS-Kinderd\u00f6rfer"},"content":{"rendered":"<p>&#13;<br \/>\nDie instabile politische Lage trifft die Bev\u00f6lkerung schwer<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lozad \" data-=\"\" src=\"https:\/\/zz-de-share.digify.org\/getmedia\/7771ae52-bddc-4221-a1ff-205c4872d7b3\/Cote-d-Ivoire-57325_JPG_1.jpg?width=240&amp;height=179\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Eine junge Mutter und ihr Kind besuchen das SOS-medizinische Zentrum.(Foto: SOS-Archiv)<\/p>\n<p>Die Republik C\u00f4te d&#8217;Ivoire liegt in Westafrika und grenzt an Liberia, Guinea, Mali, Burkina Faso und Ghana. Im Jahr 1960 erkl\u00e4rte das Land nach vielen Jahren der Kolonialherrschaft seine Unabh\u00e4ngigkeit von Frankreich. Dennoch ist Franz\u00f6sisch weiterhin die offizielle Landessprache, und der franz\u00f6sische Einfluss ist weithin zu sp\u00fcren. W\u00e4hrend der 1960er und 1970er Jahre war C\u00f4te d&#8217;Ivoire eines der reichsten L\u00e4nder Afrikas. Das Land wurde viele Jahre lang als das afrikanische Modell f\u00fcr politische Stabilit\u00e4t und Frieden gepriesen. Ausl\u00e4ndische Investitionen und der Export von Kakao machten C\u00f4te d&#8217;Ivoire zu einem der reichsten L\u00e4nder in der Region.<\/p>\n<p>Die Einwanderungsraten aus den benachbarten L\u00e4ndern stiegen weiter an, als bekannt wurde, dass die Bauern f\u00fcr ihre Ernte hohe Preise erzielten. Der wirtschaftliche Aufschwung wurde in den 1980er Jahren durch die bis dahin schwerste Wirtschaftskrise in der Geschichte des Landes gebremst.<\/p>\n<p>Im Jahr 2002 wurde w\u00e4hrend eines Staatsbesuchs des damaligen Pr\u00e4sidenten Laurent Gbagbo in Italien ein bewaffneter Aufstand angezetteltt. Die Rebellen griffen mehrere St\u00e4dte des Landes an. Dieses Ereignis war der Beginn einer Zeit der Instabilit\u00e4t und f\u00fchrte zu einer sozialen und humanit\u00e4ren Krise von bislang ungekanntem Ausma\u00df. Mehr als 200 000 Menschen wurden aus den Slums\u00a0der Hauptstadt\u00a0Abidjan vertrieben. Ihre Behausungen wurden von Bulldozern niedergewalzt.<\/p>\n<p>Im November 2010 wurde Alassane Ouattara zum Gewinner der Pr\u00e4sidentschaftswahlen erkl\u00e4rt und schlug somit den bis dahin amtierenden Pr\u00e4sidenten Laurent Gbagbo, der sich weigerte, seine Niederlage anzuerkennen. Trotz zahlreicher Warnungen und Aufrufe von Seiten der V\u00f6lkergemeinschaft kam es nach den Wahlen zum einem Ausbruch von Gewalt, der zur Vertreibung von Hunderttausenden von Menschen f\u00fchrte. Gbagbo wurde schlie\u00dflich von den Truppen von Quattara gefangen genommen.<\/p>\n<p>Hunderttausende Vertriebene als Folge des Konflikts nach den Wahlen\u00a0<\/p>\n<p>Heute leben\u00a0mehr als 50 Prozent der Bewohner des Landes in Armut. In den letzten Jahrzehnten ist das Land zu einem der \u00e4rmsten der Welt geworden. Selbst am afrikanischen Standard gemessen liegt eine Reihe von Indikatoren der menschlichen Entwicklung unter dem Durchschnitt.<\/p>\n<p>Die Lebenserwartung liegt bei niedrigen 58 Jahren, und 14 Prozent der Bev\u00f6lkerung des Landes sind chronisch unterern\u00e4hrt. Nahezu die H\u00e4lfte der Einwohner kann weder lesen noch schreiben. In den l\u00e4ndlichen Regionen im Norden und im zentralen Westen des Landes ist das Sozialwesen nur unzureichend ausgestattet.<\/p>\n<p>Zehntausende haben keinen Zugang zu menschenw\u00fcrdigen Behausungen, sanit\u00e4ren Einrichtungen und medizinischer Versorgung. Die Nahrungsmittelknappheit ist weit verbreitet. Die Zahl der Armen ist &#8211; zum Teil durch die Preisschwankungen f\u00fcr Kaffee und Kakao auf dem Weltmarkt bedingt &#8211; weiter gestiegen. Dar\u00fcber hinaus wurde das sozio\u00f6konomische Fundament von C\u00f4te d&#8217;Ivoire durch den Ausbruch des B\u00fcrgerkrieges im Jahr 2002 weiter geschw\u00e4cht.<\/p>\n<p>HIV\/AIDS stellt eine der gro\u00dfen Herausforderungen f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit dar; ca. 3,4 Prozent der Ivorer sind HIV-positiv. Abgesehen vom menschlichen Leid schw\u00e4cht AIDS die Erwerbsbev\u00f6lkerung in erheblichem Ausma\u00df, da die meisten Erkrankten auf dem H\u00f6hepunkt ihres Erwerbslebens sterben.<\/p>\n<p>Die heftigen K\u00e4mpfe zwischen Anh\u00e4ngern des fr\u00fcheren Pr\u00e4sidenten Laurent Gbagbo und Alassane Ouattara f\u00fchrten im Jahr 2011 zur Vertreibung von knapp einer Million Menschen. Seit der Vereidigung von Ouattara im April 2011 ist die Zahl der Binnenfl\u00fcchtlinge (IDPs) best\u00e4ndig gefallen. Dennoch gibt es sch\u00e4tzungsweise immer noch hunderttausande Fl\u00fcchtlinge. .<br \/>&#13;<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p>Kinder brauchen dringend Schutz<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lozad \" data-=\"\" src=\"https:\/\/zz-de-share.digify.org\/getmedia\/4b6560d9-0404-4afb-aca4-46b2456fc0ee\/Cote-D-Ivoire-countryupdate-55780_1.jpg?width=240&amp;height=180\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Dank SOS-Kinderdorf kann dieses kleine M\u00e4dchen zu Schule gehen (Foto: SOS-Archiv)<\/p>\n<p>Demographisch gesehen ist C\u00f4te d&#8217;Ivoire ein recht junges Land &#8211; ca. 42 Prozent der Bev\u00f6lkerung sind j\u00fcnger als 18 Jahre. Im Durchschnitt bekommt eine Frau in C\u00f4te d&#8217;Ivoire 3,9 Kinder; davon sind knapp 20 Prozent bereits bei der Geburt untergewichtig.<\/p>\n<p>Aufgrund der weit verbreiteten Armut, der ansteckenden Krankheiten und der schlechten medizinischen Versorgung gibt es in C\u00f4te d&#8217;Ivoire auch eine sehr hohe Kindersterblichkeit, die bei 64,7 pro 1000 Lebendgeburten liegt. Wie auch in vielen anderen afrikanischen Staaten leiden ivorischer Kinder und Jugendliche unter extrem harten sozio\u00f6konomischen Bedingungen.<\/p>\n<p>Die \u00fcberwiegende Mehrheit der 1,1 Millionen Waisenkinder w\u00e4chst ohne den Schutz und die F\u00fcrsorge einer Familie auf. Viele von ihnen k\u00e4mpfen auf den Stra\u00dfen der St\u00e4dte ums nackte \u00dcberleben und betteln um Nahrung oder Geld. Sie sind in hohem Ausma\u00df von kommerzieller sexueller Ausbeutung bedroht und den schlimmsten Formen der Kinderarbeit sowie der Rekrutierung durch bewaffnete Banden ausgesetzt. Ohne Bildung und den Schutz der Eltern wird das Leben dieser Kinder schnell zum Alptraum. Berichten zufolge m\u00fcssen Kinder vor allem auf den Kakaoplantagen h\u00e4ufig Zwangsarbeit verrichten.<\/p>\n<p>Als der Gewaltausbruch nach den Pr\u00e4sidentschaftswahlen seinen H\u00f6hepunkt erreichte, konnten Hunderttausende von Kindern nicht mehr zur Schule gehen. Einige Schulen wurden von den Streitkr\u00e4ften besetzt und daher geschlossen. Obwohl eine Reihe von Nichtregierungs-Organisationen versucht hatte, den Kinder so schnell wie m\u00f6glich wieder den Schulbesuch zu erm\u00f6glichen, konnten viele Schulen nicht so schnell wie erhofft wieder ge\u00f6ffnet werden. Heute sind zwar wieder mehr Schulen ge\u00f6ffnet, jedoch ist die Qualit\u00e4t des Unterrichts oft mangelhaft.<br \/>&#13;<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p>SOS-Kinderdorf in C\u00f4te d&#8217;Ivoire<\/p>\n<p>Im Jahr 1962 gr\u00fcndete ein franz\u00f6sischer Priester vor der Stadt Abidjan &#8222;The Village of Friendship&#8220; (das Dorf der Freundschaft). In den 70er Jahren vereinbarte er mit Hermann Gmeiner, sich der SOS-Kinderdorf-Organisation anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Im Jahr 1971 wurde &#8222;The Village of Friendship&#8220; zum ersten SOS-Kinderdorf auf afrikanischem Boden. Da die Zahl der Waisen und der vernachl\u00e4ssigten Kinder in C\u00f4te d&#8217;Ivoire best\u00e4ndig zunahm, wurde in den 80er Jahren ein zweites SOS-Kinderdorf in der Region Aboisso er\u00f6ffnet. Aufgrund der HIV\/AIDS-Pandemie rief SOS-Kinderdorf im Jahr 2004 ein SOS-Familienst\u00e4rkungsprogramm ins Leben, um vom Verlust der elterlichen F\u00fcrsorge bedrohte Kinder besser sch\u00fctzen zu k\u00f6nnen.2014 er\u00f6ffnete das dritte SOS-Kinderdorf des Landes in Yamoussoukro.<\/p>\n<p>Derzeit unterst\u00fctzt SOS-Kinderdorf ivorische Kinder an landesweit drei verschiedenen Standorten durch Kindertagesst\u00e4tten, Schulen und medizinische Zentren. Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder nicht l\u00e4nger bei ihren Familien bleiben k\u00f6nnen, finden liebevolle Aufnahme in einer familiennahen Umgebung, der SOS-Kinderdorf-Familie. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13; Die instabile politische Lage trifft die Bev\u00f6lkerung schwer Eine junge Mutter und ihr Kind besuchen das SOS-medizinische&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8628,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[29,529,4488,125,124,126,60,3694,2544,1969,4489],"class_list":{"0":"post-8627","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-elfenbeinkueste","8":"tag-afrika","9":"tag-armut","10":"tag-cte-divoire","11":"tag-cote-divoire","12":"tag-elfenbeinkueste","13":"tag-ivory-coast","14":"tag-kinder","15":"tag-kinderdorf","16":"tag-patenschaft","17":"tag-spende","18":"tag-waisen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116456050216462056","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8627","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8627"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8627\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8628"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8627"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8627"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8627"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}