{"id":8707,"date":"2026-04-24T00:18:39","date_gmt":"2026-04-24T00:18:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8707\/"},"modified":"2026-04-24T00:18:39","modified_gmt":"2026-04-24T00:18:39","slug":"demonstranten-greifen-mehrere-botschaften-im-kongo-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8707\/","title":{"rendered":"Demonstranten greifen mehrere Botschaften im Kongo an"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/proteste-kinshasa-100.jpg\" alt=\"Zwei M\u00e4nner stehen vor einem brennenden Autoreifen.\" title=\"Zwei M\u00e4nner stehen vor einem brennenden Autoreifen. | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 28.01.2025 \u2022 15:58 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Die Spannungen in der Demokratischen Republik Kongo haben die Hauptstadt Kinshasa erreicht. Gewaltt\u00e4tige Demonstranten griffen Auslandsvertretungen an. Im Osten des Landes droht eine humanit\u00e4re Katastrophe.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei den Ausschreitungen in der Demokratischen Republik Kongo sind die Botschaften Frankreichs, Ruandas, Belgiens und der Niederlande angegriffen worden. Eine unmittelbare Gefahr f\u00fcr Botschaftsmitarbeiter und Besucher habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, teilte das Au\u00dfenministerium der ehemaligen belgischen Kolonialmacht mit. Laut niederl\u00e4ndischem Au\u00dfenamt scheint sich die Lage bereits wieder zu stabilisieren, lokale Sicherheitstruppen w\u00fcrden das Geb\u00e4ude sch\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die deutsche Botschaft in Kinshasa ist nach Angaben des Ausw\u00e4rtigen Amtes bisher nicht betroffen. &#8222;Die Kolleginnen und Kollegen der Botschaft in Kinshasa stehen mit unserem Krisenreaktionszentrum im engen Austausch und haben Vorsorgema\u00dfnahmen getroffen&#8220;, teilte das Au\u00dfenministerium mit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Bundesentwicklungsministerium sagte geplante Regierungskonsultationen mit Ruanda ab. &#8222;In der aktuellen Eskalation kann es kein Business as usual geben&#8220;, sagte ein Ministeriumssprecher der Nachrichtenagentur AFP. Er forderte ein Ende der Eskalation durch Ruanda und die Rebellengruppe M23 sowie den R\u00fcckzug aus Goma.<\/p>\n<p>    Pl\u00fcnderungen in der Hauptstadt Kinshasa<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In der Hauptstadt Kinshasa kam es zu Pl\u00fcnderungen und Brandstiftungen. Die Polizei setzte Tr\u00e4nengas ein. Die Demonstranten in Kinshasa forderten, die internationale Gemeinschaft m\u00fcsse Druck auf Ruanda aus\u00fcben, damit dieses die Unterst\u00fctzung der Rebellen beende. Die ruandische Regierung weist eine Einmischung zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ausl\u00f6ser der Unruhen war ein Vormarsch der Rebellengruppe M23 im Osten des Landes. Die Miliz hatte nach eigenen Angaben zu Beginn der Woche die Gro\u00dfstadt Goma mit rund zwei Millionen Einwohnern eingenommen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch UN-Blauhelmsoldaten sind in die K\u00e4mpfe verwickelt worden. S\u00fcdafrika teilte mit, drei seiner Soldaten seien in einem Kreuzfeuer zwischen Regierungstruppen und Rebellen get\u00f6tet worden. Der unabh\u00e4ngige UN-Expertenrat f\u00fcr den Kongo ging in seinem j\u00fcngsten Bericht Ende 2024 von mindestens 3.000 bis 4.000 ruandischen Soldaten im Ostkongo aus. Ruanda bestreitet, die Rebellen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>    Humanit\u00e4re Hilfen teilweise unterbrochen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die Internationalen Kontaktgruppe f\u00fcr die Afrikanischen Gro\u00dfen Seen forderte ein Ende der Offensive und den ungehinderten Zugang zu Goma f\u00fcr humanit\u00e4re Helfer. Der Kontaktgruppe geh\u00f6ren neben Vertretern aus Deutschland auch Vertreter aus D\u00e4nemark, Belgien, der Europ\u00e4ischen Union, Frankreich, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz, den USA und Gro\u00dfbritannien an.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die UN warnten, dass die Nahrungsmittelhilfe in und um Goma vor\u00fcbergehend eingestellt worden sei. Die Hilfsorganisation Caritas international k\u00fcndigte an, trotz der gef\u00e4hrlichen und un\u00fcbersichtlichen Lage in Goma weiterhin humanit\u00e4re und medizinische Hilfe zu leisten &#8211; beispielsweise auch in der Geburtshilfe.<\/p>\n<p>    Vergewaltigungen in Goma &#8211; Virenlabor in Gefahr?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es gebe Berichte \u00fcber Vergewaltigungen, Pl\u00fcnderungen und Angriffe auf medizinische Einrichtungen in Goma, sagte der Sprecher des UN-Nothilfeb\u00fcros OCHA. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) warnte vor einem Austritt von Virenproben aus einem Labor in der Stadt &#8211; darunter solche des Ebola-Virus.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der IKRK-Regionaldirektor f\u00fcr Afrika, Patrick Youssef, \u00e4u\u00dferte Sorgen um die &#8222;Situation im Labor des Nationalen Instituts f\u00fcr biomedizinische Forschung, in dem die Gefahr eines Stromausfalls besteht&#8220;. Ein Austritt k\u00f6nne &#8222;unvorstellbare Konsequenzen&#8220; haben.<\/p>\n<p>    Hunderttausende Menschen vertrieben<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Montag wurden in Goma mehr als 360 Menschen in Krankenh\u00e4usern behandelt, die bei den K\u00e4mpfen verletzt wurden. Nach Z\u00e4hlung der Nachrichtenagentur AFP gab es an diesem Tag mindestens 17 Tote. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden seit Monatsbeginn durch die K\u00e4mpfe 400.000 Menschen in der Region vertrieben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Dezember 2024 waren Friedensverhandlungen zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda unter Vermittlung Angolas gescheitert. Die an Bodensch\u00e4tzen reichen kongolesischen Provinzen Nord- und S\u00fcd-Kivu im Osten des zentralafrikanischen Landes sind seit drei Jahrzehnten von Konflikten gepr\u00e4gt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 28.01.2025 \u2022 15:58 Uhr Die Spannungen in der Demokratischen Republik Kongo haben die Hauptstadt Kinshasa erreicht. 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