{"id":8775,"date":"2026-04-24T02:37:52","date_gmt":"2026-04-24T02:37:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8775\/"},"modified":"2026-04-24T02:37:52","modified_gmt":"2026-04-24T02:37:52","slug":"eu-schliesst-migrationsabkommen-mit-tunesien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8775\/","title":{"rendered":"EU schlie\u00dft Migrationsabkommen mit Tunesien"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/tunesien-eu-102.jpg\" alt=\"Der tunesische Staatschef Saied (2.v.re.) umgeben von Mark Rutte, Ursula von der Leyen und Giorgia Meloni.\" title=\"Der tunesische Staatschef Saied (2.v.re.) umgeben von Mark Rutte, Ursula von der Leyen und Giorgia Meloni. | via REUTERS\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 16.07.2023 \u2022 21:08 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Die EU und Tunesien haben eine Absichtserkl\u00e4rung unterzeichnet, um die Migration \u00fcber das Mittelmeer einzuschr\u00e4nken. F\u00fcr die tunesische Regierung locken Finanzhilfen und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Doch viele im Land sehen das Abkommen kritisch.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Europ\u00e4ische Union und Tunesien haben eine st\u00e4rkere Zusammenarbeit beim Thema Migration beschlossen. Dazu unterzeichneten EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen, der niederl\u00e4ndische Ministerpr\u00e4sident Mark Rutte, Italiens Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni und Tunesiens Pr\u00e4sident Kais Saied in Tunis eine Absichtserkl\u00e4rung. Die EU-Mitgliedsstaaten m\u00fcssen der Vereinbarung noch zustimmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir haben ein gutes Paket. Jetzt ist es Zeit, es umzusetzen&#8220;, sagte von der Leyen mit Blick auf die Absichtserkl\u00e4rung. Saied sagte: &#8222;Wir sind fest entschlossen, sie schnellstm\u00f6glich umzusetzen.&#8220; Er sprach beim Thema Migration von einer &#8222;unmenschlichen Situation&#8220;, die zusammen gel\u00f6st werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>    Mehr Geld aus Br\u00fcssel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU-Kommission will etwa f\u00fcr Such- und Rettungsaktionen und die R\u00fcckf\u00fchrung von Migranten gut 100 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung stellen. Das entspricht der dreifachen Summe, mit der Br\u00fcssel das nordafrikanische Land zuletzt im Durchschnitt j\u00e4hrlich unterst\u00fctzte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Insgesamt k\u00f6nnte es um <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/afrika\/tunesien-eu-migration-102.html\" title=\"EU stellt Tunesien 900 Millionen Euro in Aussicht\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bis zu 900 Millionen Euro gehen<\/a>, die das wirtschaftlich schwer angeschlagene nordafrikanische Land dringend ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Von der Leyen habe einen F\u00fcnf-Punkte-Plan vorgestellt, der bereits bei einem Besuch derselben Delegation im Juni ausgearbeitet wurde, berichtete ARD-Korrespondentin Kristina B\u00f6ker. Die f\u00fcnf Punkte beinhalteten eine Zusammenarbeit bei der Bildung, eine F\u00f6rderung der tunesischen Wirtschaft, Investitionen in erneuerbare Energien in Tunesien, wirtschaftliche Kooperationen &#8211; und die Migration. &#8222;Das ist sicherlich der wichtigste Punkt f\u00fcr die EU&#8220;, so B\u00f6ker. Von der Leyen habe von einem verst\u00e4rkten Kampf gegen die Schlepperkriminalit\u00e4t gesprochen, sagte B\u00f6ker. Auch bei der Grenzsicherung wolle man besser zusammenarbeiten. Was das genau bedeute, sei nicht weiter ausgef\u00fchrt worden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vor allem die ultrarechte italienische Ministerpr\u00e4sidentin Meloni dr\u00e4ngte auf eine Vereinbarung, um die Zahl der aus Tunesien kommenden Migrantenboote zu senken. Eines ihrer wichtigsten Wahlversprechen war es, Migranten aus Nordafrika von den s\u00fcditalienischen K\u00fcsten fernzuhalten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Nach viel diplomatischer Arbeit haben wir ein sehr wichtiges Ziel erreicht&#8220;, sagte Meloni. Das Memorandum erm\u00f6gliche eine &#8222;integrierte Bew\u00e4ltigung der Migrationskrise&#8220;. Sie hoffe zudem auf weitere \u00e4hnliche Abkommen mit anderen nordafrikanischen L\u00e4ndern. Kommenden Sonntag sei in Rom auch eine Migrationskonferenz geplant, an der Saied sowie weitere Staats- und Regierungschefs des Mittelmeerraums teilnehmen sollen.<\/p>\n<p>    Wichtiges Transitland f\u00fcr Migranten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Tunesien ist ein wichtiges Transitland f\u00fcr Migranten auf dem Weg nach Europa. Von der nordafrikanischen K\u00fcste machen sie sich auf Richtung EU. In diesem Jahr registrierte allein Italien mehr als 75.000 Migranten an der italienischen K\u00fcste &#8211; im Vorjahreszeitraum waren es etwa 32.000 Menschen gewesen. Das Erstaufnahmelager auf der kleinen Mittelmeerinsel Lampedusa ist derzeit \u00fcberf\u00fcllt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Pr\u00e4sident Saied hatte zuvor bereits ausgeschlossen, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/afrika\/tunesien-eu-migration-100.html\" title=\"Gespr\u00e4che \u00fcber Migration: Tunesien lehnt Rolle als Grenzpolizei ab\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tunesien zum Grenzw\u00e4chter f\u00fcr Europa werden zu lassen.<\/a> Die tunesische Regierung sieht eine langfristige Ansiedlung von Migranten im Land kritisch. Viele Tunesier f\u00fcrchten, dass genau dies eine der Folgen eines EU-Deals sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Februar hatte Saied ein h\u00e4rteres Vorgehen gegen Migranten angek\u00fcndigt und ihnen vorgeworfen, Gewalt und Kriminalit\u00e4t ins Land zu bringen. Seitdem nahmen Anfeindungen und rassistische \u00dcbergriffe zu. In der K\u00fcstenstadt Sfax kam es zu teils t\u00f6dlichen Zusammenst\u00f6\u00dfen zwischen Migranten und Anwohnern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach den Auseinandersetzungen waren in den vergangenen Tagen zudem hunderte afrikanische Migranten in die W\u00fcste geflohen oder gewaltsam dorthin vertrieben worden. Menschenrechtsorganisationen zufolge wurden sie dorthin von der tunesischen Polizei getrieben und in unwirtlichen Regionen nahe Libyen im Osten und Algerien im Westen ihrem Schicksal \u00fcberlassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 16.07.2023 \u2022 21:08 Uhr Die EU und Tunesien haben eine Absichtserkl\u00e4rung unterzeichnet, um die Migration \u00fcber das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8776,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[436,1682,3032,746,211,212],"class_list":{"0":"post-8775","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-tunesien","8":"tag-eu","9":"tag-fluechtlinge","10":"tag-meloni","11":"tag-migration","12":"tag-tunesien","13":"tag-tunisia"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116457367272518784","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8775","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8775"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8775\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8776"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8775"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8775"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8775"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}