{"id":8901,"date":"2026-04-24T06:46:09","date_gmt":"2026-04-24T06:46:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8901\/"},"modified":"2026-04-24T06:46:09","modified_gmt":"2026-04-24T06:46:09","slug":"ghana-draengt-grosse-goldfoerderer-zum-wechsel-auf-lokale-minenfirmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8901\/","title":{"rendered":"Ghana dr\u00e4ngt gro\u00dfe Goldf\u00f6rderer zum Wechsel auf lokale Minenfirmen"},"content":{"rendered":"<p class=\"post-teaser\">Afrikas gr\u00f6\u00dfte Goldnation will mehr Wertsch\u00f6pfung im Land belassen. Drei internationale Bergbaukonzerne sollen ihre F\u00f6rderung an ghanaisch dominierte Firmen auslagern.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/588759080-1024x504.jpg\" alt=\"Ghana dr\u00e4ngt gro\u00dfe Goldf\u00f6rderer zum Wechsel auf lokale Minenfirmen\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"sync\" width=\"1024\" height=\"504\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tpicture alliance \/ Visually \/ GS International<\/p>\n<p>Ghana erh\u00f6ht den Druck auf drei der gr\u00f6\u00dften Goldf\u00f6rderer des Landes. Nach Informationen von Reuters hat die Minerals Commission Newmont Corp. US6516391066 853823, AngloGold Ashanti plc GB00BRXH2664 A3EQAK und die ghanaische Tochtergesellschaft von Zijin Mining CNE100000502 A0M4YQ aufgefordert, ihre Bergbauarbeiten bis Dezember 2026 auf lokale Auftragnehmer umzustellen. Wer die Frist verfehlt, muss demnach mit Sanktionen rechnen. Im Raum stehen hohe Geldbu\u00dfen, im \u00e4u\u00dfersten Fall sogar Minenschlie\u00dfungen.<\/p>\n<p>Betroffen sind Unternehmen, die ihre Minen in Ghana bisher noch selbst betreiben. Genau das macht den Fall politisch und wirtschaftlich so heikel. Denn fast alle anderen gro\u00dfen Betreiber haben laut Regierungsvertretern und Managern l\u00e4ngst auf sogenanntes Contract Mining umgestellt \u2013 also auf externe Dienstleister, die den Abbau im Auftrag \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Ghana will mehr Wertsch\u00f6pfung im eigenen Land<\/p>\n<p>Hintergrund sind versch\u00e4rfte Vorgaben zur lokalen Beteiligung, die Ghana Anfang 2025 \u00fcberarbeitet hat. Seither gilt, dass der Tagebau vollst\u00e4ndig von ghanaisch kontrollierten Firmen ausgef\u00fchrt werden muss. Im Untertagebau ist mindestens eine ghanaische Beteiligung von 50 % vorgeschrieben. Die Regeln zielen darauf, Know-how im Land aufzubauen und einen gr\u00f6\u00dferen Teil der Erl\u00f6se im Inland zu halten.<\/p>\n<p>F\u00fcr Accra ist das mehr als eine technische Frage der Betriebsorganisation. Die Regierung will heimische Dienstleister st\u00e4rken und verweist laut Reuters auf Unternehmen wie Rocksure oder Engineers &amp; Planners, die heute deutlich gr\u00f6\u00dfere Rollen im Bergbau \u00fcbernehmen k\u00f6nnten. Ein Regierungsvertreter sagte, lokale Firmen h\u00e4tten die Kapazit\u00e4t f\u00fcr zus\u00e4tzliche Auftr\u00e4ge, die Beh\u00f6rde werde sie bei der Umsetzung begleiten.<\/p>\n<p>Newmont st\u00f6\u00dft mit Verl\u00e4ngerungswunsch auf Widerstand<\/p>\n<p>Besonders heikel ist der Fall bei Newmont. Der Konzern betreibt in Ghana die Minen Ahafo North und Ahafo South. Reuters zufolge war die Umsetzung noch in diesem Monat Gegenstand der Verhandlungen in Accra zwischen Konzernchefin Natascha Viljoen und der Minerals Commission. Newmont habe demnach erneut um mehr Zeit gebeten und als b\u00f6rsennotiertes Unternehmen auf zus\u00e4tzliche regulatorische Compliance-Vorgaben verwiesen.<\/p>\n<p>Nach Angaben von Regierungsquellen stie\u00df dieser Wunsch jedoch auf Widerstand. Der Verweis der Beh\u00f6rden ist politisch wirksam, weil andere b\u00f6rsennotierte Produzenten wie Gold Fields die Umstellung bereits vollzogen haben sollen. Das schw\u00e4cht die Argumentation, dass ausgerechnet eine internationale B\u00f6rsennotierung den Prozess unzumutbar verz\u00f6gere.<\/p>\n<p>Auch AngloGold Ashanti  ist betroffen, konkret mit der kleineren Iduapriem-Mine. Das Unternehmen reagierte auf eine Anfrage von Reuters zun\u00e4chst nicht. Gleiches galt f\u00fcr Newmont. Zijin erkl\u00e4rte dagegen, man stehe seit November 2025 mit der Beh\u00f6rde im Austausch, bereite Ausschreibungen und technische Rahmenbedingungen vor und teste neue Technologien, bevor ein vollst\u00e4ndiges Ausschreibungsverfahren starten k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Der Schritt passt zu einem h\u00e4rteren Kurs in Westafrika<\/p>\n<p>Die Auseinandersetzung ist Teil eines gr\u00f6\u00dferen Trends. Mehrere afrikanische Staaten ziehen ihre Bergbaugesetze an, um in Zeiten hoher Preise f\u00fcr Gold und andere Rohstoffe mehr Einnahmen und mehr Kontrolle \u00fcber die Wertsch\u00f6pfung zu sichern. Reuters erinnert in diesem Zusammenhang an Mali, das einen langen Konflikt mit Barrick \u00fcber die Durchsetzung eines neuen Bergbaugesetzes erst im vergangenen Jahr beigelegt hatte.<\/p>\n<p>F\u00fcr Ghana ist der Fall deshalb ein Test. Das Land ist Afrikas gr\u00f6\u00dfter Goldproduzent und zugleich auf ausl\u00e4ndisches Kapital und technisches K\u00f6nnen angewiesen. Hier liegt die Spannung dieser Entscheidung. Die Regierung will nationale Unternehmen st\u00e4rken, darf dabei aber die Betriebsstabilit\u00e4t der Minen nicht gef\u00e4hrden. Ob die Umstellung reibungslos gelingt, wird deshalb nicht nur an der Frist h\u00e4ngen, sondern an der Frage, ob gen\u00fcgend leistungsf\u00e4hige lokale Partner bereitstehen.<\/p>\n<p>Noch ist die T\u00fcr f\u00fcr eine geordnete L\u00f6sung offenbar offen. Ein Vertreter aus dem Umfeld der Ghana Chamber of Mines sagte Reuters, Auftragsbergbau k\u00f6nne sinnvoll sein, sollte aber aus wirtschaftlichen Erw\u00e4gungen erfolgen. Dahinter steckt ein Kernkonflikt: mehr lokale Kontrolle auf der einen Seite, betriebliche Effizienz auf der anderen. Bis Dezember 2026 muss Ghana zeigen, dass sich beides verbinden l\u00e4sst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Afrikas gr\u00f6\u00dfte Goldnation will mehr Wertsch\u00f6pfung im Land belassen. 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