{"id":8909,"date":"2026-04-24T06:54:35","date_gmt":"2026-04-24T06:54:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8909\/"},"modified":"2026-04-24T06:54:35","modified_gmt":"2026-04-24T06:54:35","slug":"nigeria-schwestern-saeen-hoffnung-in-fluechtlingslagern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8909\/","title":{"rendered":"Nigeria: Schwestern s\u00e4en Hoffnung in Fl\u00fcchtlingslagern"},"content":{"rendered":"<p>Nach der Vertreibung von Familien in der gesamten Middle Belt-Zone Nigerias setzen sich die \u201eMissionary Sisters of the Holy Rosary&#8220; daf\u00fcr ein, den Binnenfl\u00fcchtlingen im Bundesstaat Benue wieder Hoffnung zu schenken und W\u00fcrde zur\u00fcckzugeben. Die St\u00e4rkung junger Menschen, insbesondere von Frauen, durch Bildung \u2013 das zentrale Charisma des Ordens \u2013 steht weiterhin im Mittelpunkt ihres Dienstes an allen Menschen.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/kirche\/news\/2026-03\/sisters-project-frauen-des-gebets-fuer-muslimischen-nachbarn.html\" title=\"Sisters Project: \u201eFrauen des Gebets&quot; f\u00fcr die muslimischen Nachbarn\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/marzo\/15\/PS171_Copertina.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Sisters Project: \u201eFrauen des Gebets&quot; f\u00fcr die muslimischen Nachbarn\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Die franziskanische Kommunit\u00e4t \u201eTiberias\u201c in dem Pariser Vorort Clichy-Sous-Bois ist eine treue Pr\u00e4senz in einem komplexen, von Multikulturalit\u00e4t und Multinationalit\u00e4t gepr\u00e4gten &#8230;\n     <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Von Sr. Linda Ugwu MSHR<\/p>\n<p>\u201eNiemand verl\u00e4sst sein Zuhause, es sei denn \u2026 und niemand entscheidet sich f\u00fcr Fl\u00fcchtlingslager \u2026&#8220; sind zwei Zeilen aus Warsan Shires Gedicht \u201eHome&#8220;, die zeigen, dass das Zuhause der Ort ist, von dem Menschen als Letztes fliehen und an den sie als Erstes zur\u00fcckkehren m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Der UNHCR-Bericht \u201eGlobal Trends&#8220; (2024) stellt fest, dass trotz einer Rekordzahl von Vertriebenen der Wunsch nach einer R\u00fcckkehr in die Heimat nach wie vor stark ist. Diese Sehnsucht teilen viele Binnenfl\u00fcchtlinge in Nigeria, die weiterhin auf eine R\u00fcckkehr in ihre angestammten D\u00f6rfer hoffen.<\/p>\n<p>Der Hintergrund <\/p>\n<p>Seit 2012 ist die Sicherheitslage in mehreren Regionen Nigerias zunehmend instabil. Angriffe bewaffneter Gruppen haben zu zahlreichen Todesopfern, Sachsch\u00e4den und tiefsitzender Angst gef\u00fchrt, wobei Art und Intensit\u00e4t der Gewalt von Region zu Region variieren.<\/p>\n<p>Im Middle Belt haben wiederholte Angriffe auf D\u00f6rfer und Ackerland in den letzten zehn Jahren Tausende von Familien in Binnenfl\u00fcchtlingslager getrieben. Die Erkl\u00e4rungen f\u00fcr die Krise sind vielf\u00e4ltig und reichen von Spannungen im Zusammenhang mit der Landnutzung bis hin zu ethnischen, religi\u00f6sen, politischen oder ideologischen Faktoren.<\/p>\n<p>Das Fehlen dauerhafter L\u00f6sungen hat viele Gemeinschaften in eine langwierige Vertreibung gezwungen, von Unsicherheit und einer tiefen Sehnsucht nach Frieden und Heimat gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/marzo\/18\/PS_172_Foto_1AEM.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Joseph Angur, ein Binnenfl\u00fcchtling in Makurdi, spricht im Lager mit der Missionsschwester Sr. Mary Unwuchola. Foto: Sr. Patience Mary Udele MSHR\" title=\"Joseph Angur, ein Binnenfl\u00fcchtling in Makurdi, spricht im Lager mit der Missionsschwester Sr. Mary Unwuchola. Foto: Sr. Patience Mary Udele MSHR\"\/><\/p>\n<p>\n   Joseph Angur, ein Binnenfl\u00fcchtling in Makurdi, spricht im Lager mit der Missionsschwester Sr. Mary Unwuchola. Foto: Sr. Patience Mary Udele MSHR\n  <\/p>\n<p>Hoffnung in der Vertreibung <\/p>\n<p>In Yelwata, im Verwaltungsbezirk Guma des Bundesstaates Benue, wurden bei einem Angriff in der Nacht vom 13. auf den 14. Juni 2025 mehr als 200 Menschen get\u00f6tet. Viele der \u00dcberlebenden befinden sich heute im \u201eInternational Market Camp&#8220; in Makurdi, der Hauptstadt des Bundesstaates Benue. Die Erinnerungen an jene Nacht sind noch immer lebendig.<\/p>\n<p>Cypraian Targule, Vater von vier Kindern, erinnert sich, wie er Sch\u00fcsse h\u00f6rte. Da es keine sofortige Reaktion der Sicherheitskr\u00e4fte gab, floh er in den Busch. Zwei Tage sp\u00e4ter erreichte er das Lager. Obwohl er sich dort sicherer f\u00fchlt, ist die Arbeit in der Landwirtschaft, seine Haupteinnahmequelle, nicht mehr m\u00f6glich. \u201eDas Schlimmste ist, dass ich nicht mehr ackern kann. Die Schwestern kommen mit Essen und machen uns Mut. Das gibt uns Hoffnung&#8220;, sagt er.<\/p>\n<p>\u201eDas Lager ist kein guter Ort f\u00fcr mich&#8220;, meint Dekaa Elizabeth, eine zweifache Mutter, die mehrere Familienmitglieder verloren hat, darunter einen Bruder und dessen vier Kinder. Das Leben im Lager bietet ihr zwar etwas Sicherheit, doch die t\u00e4glichen Herausforderungen bleiben bestehen, darunter Wassermangel, Toiletten, Schulgeb\u00fchren und ein Kind mit psychischen Problemen. Auf die Frage, was sie am Leben h\u00e4lt, antwortet sie: \u201eGott gibt mir Hoffnung; sein Wort ber\u00fchrt mein Herz.&#8220; Die Anwesenheit der Schwestern, f\u00fcgt sie hinzu, ermutigt und unterst\u00fctzt sie.<\/p>\n<p>Joseph Angur, der mit seiner Frau und seinen Kindern geflohen ist, erinnert sich, wie sie sich lautlos versteckten, w\u00e4hrend Angreifer durch ihr Dorf zogen und H\u00e4user in Brand setzten. Hunger und Wassermangel sind nach wie vor t\u00e4gliche Herausforderungen, doch er ist voller Hoffnung. \u201eIch m\u00f6chte, dass die Menschen immer nach Frieden streben. Ich hoffe, diesen Ort verlassen zu k\u00f6nnen und nach Hause zur\u00fcckzukehren. Es gibt keinen Ort wie das eigene Zuhause.&#8220;<\/p>\n<p>Samen der Hoffnung s\u00e4en <\/p>\n<p>Seit 2022 begleiten die Missionsschwestern Binnenfl\u00fcchtlinge in mehreren Lagern im Bundesstaat Benue, darunter Daudu 1, Itcwa, Agagbe und das Lager \u201eInternational Market&#8220;. Ihre Arbeit begann mit Nahrungsmittelhilfe und wurde um Ausbildungsangebote f\u00fcr junge Frauen und M\u00e4nner in den Bereichen N\u00e4hen, W\u00e4scherei, Friseurhandwerk, Schuhmacherei und Klempnerei erweitert.<\/p>\n<p>Nach der Ausbildung erhalten die Teilnehmer Startpakete, die ihnen helfen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Einige konnten schrittweise das Leben in den Lagern hinter sich lassen. Sr. Mary Unwuchola und ihr Team bieten au\u00dferdem regelm\u00e4\u00dfige Besuche, Gebete und seelsorgerische Betreuung an und ermutigen die Familien, die Hoffnung auf eine R\u00fcckkehr des Friedens nicht aufzugeben.<\/p>\n<p>Von der Vertreibung zur W\u00fcrde <\/p>\n<p>Im Lager Daudu traf Sr. Mary auf Regina Nyamve, die im Alter von f\u00fcnfzehn Jahren ins Lager gekommen war. Nach zwei Jahren halfen ihr die Schwestern, wieder zur Schule zu gehen. Sie schloss 2025 die Sekundarschule ab und absolviert nun eine Ausbildung an einer Modeschule in Makurdi. \u201eIch habe die Sekundarschule im Fl\u00fcchtlingslager abgeschlossen&#8220;, erz\u00e4hlt sie. \u201eJetzt lerne ich einen Beruf. Ich m\u00f6chte Krankenpflege studieren.&#8220; Dank ihrer Ausbildung kann sie sich voller Zuversicht eine neue Zukunft vorstellen.<\/p>\n<p>Sr. Mary ist sich der Herausforderungen durch ungedeckte Bed\u00fcrfnisse und Nahrungsmittelknappheit bewusst, doch sie meint: \u201eJeder von uns k\u00f6nnte an der Stelle der Binnenfl\u00fcchtlinge sein. Wenn man von Not h\u00f6rt, sollte man nicht nur etwas sagen, sondern etwas tun.&#8220;<\/p>\n<p>Hoffnung, die Bestand hat <\/p>\n<p>In allen Lagern hoffen die Familien weiterhin auf Frieden und eine R\u00fcckkehr in ihre Heimat. Trotz Verlusten und Unsicherheit geben ihnen der Glaube, die Unterst\u00fctzung durch die Gemeinschaft und einfache Gesten der Solidarit\u00e4t Kraft.<\/p>\n<p>Die Schwestern sind weiterhin vor Ort und bieten an, was sie k\u00f6nnen, auch wenn sie nicht alle Antworten haben. Die Herausforderungen bleiben bestehen, doch auch die Hoffnung bleibt, \u201edenn es gibt keinen Ort wie die eigene Heimat&#8220;.<\/p>\n<p>#sistersproject<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach der Vertreibung von Familien in der gesamten Middle Belt-Zone Nigerias setzen sich die \u201eMissionary Sisters of the&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8910,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[884,1298,77,885],"class_list":{"0":"post-8909","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nigeria","8":"tag-sistersproject","9":"tag-migranten-und-fluechtlinge","10":"tag-nigeria","11":"tag-religioese-orden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116458374090887571","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8909","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8909"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8909\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8910"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8909"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8909"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8909"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}