{"id":8950,"date":"2026-04-24T07:54:47","date_gmt":"2026-04-24T07:54:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8950\/"},"modified":"2026-04-24T07:54:47","modified_gmt":"2026-04-24T07:54:47","slug":"erste-festnahmen-in-grossbritannien-im-rahmen-des-ruanda-plans","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8950\/","title":{"rendered":"Erste Festnahmen in Gro\u00dfbritannien im Rahmen des Ruanda-Plans"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/grossbritannien-festnahmen-100.jpg\" alt=\"Polizisten f\u00fchren einen Mann aus einem Haus ab\" title=\"Polizisten f\u00fchren einen Mann aus einem Haus ab | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 01.05.2024 \u2022 18:55 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Gro\u00dfbritannien hat mit den Vorbereitungen f\u00fcr die umstrittenen Abschiebungen nach Ruanda begonnen. Die Polizei nahm mehrere illegal eingereiste Menschen fest. Landesweite Eins\u00e4tze seien im Gange, so das Innenministerium.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In Gro\u00dfbritannien hat die Polizei nach Angaben des Innenministeriums die ersten f\u00fcr eine Abschiebung nach Ruanda bestimmten Migranten festgenommen. &#8222;Die ersten illegalen Migranten, die nach Ruanda abgeschoben werden sollen, wurden jetzt festgenommen&#8220;, erkl\u00e4rte das Innenministerium. Es seien &#8222;eine Reihe landesweiter Eins\u00e4tze&#8220; im Gange, so das Ministerium weiter. Die ersten Abschiebefl\u00fcge sollen in den n\u00e4chsten neun bis elf Wochen beginnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Innenminister James Cleverly sagte, sein Haus arbeite daran, &#8222;rasch diejenigen Menschen festzunehmen, die kein Recht haben, hier zu sein, damit wir die Fl\u00fcge starten lassen k\u00f6nnen&#8220;. Sein Ministerium ver\u00f6ffentlichte Aufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie ein Mann in einen Kleinbus der Einwanderungsbeh\u00f6rde gesetzt wird und ein weiterer in Handschellen aus einem Haus abgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>    Abschiebung ohne Antragspr\u00fcfung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das britische Parlament hatte k\u00fcrzlich <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/grossbritannien-ruanda-abschiebegesetz-abstimmung-100.html\" title=\"Britisches Parlament genehmigt Abschiebungen nach Ruanda\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ein Gesetz verabschiedet<\/a>, das die Abschiebung von Asylsuchenden nach Ruanda erm\u00f6glicht, wenn diese ohne Erlaubnis nach Gro\u00dfbritannien gelangten. Die Herkunft der Migranten spielt dabei keine Rolle. Die Abschiebungen k\u00f6nnen stattfinden, ohne dass die Asylantr\u00e4ge in Gro\u00dfbritannien \u00fcberhaupt gepr\u00fcft werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Oberste Gerichtshof in London hatte die Pl\u00e4ne f\u00fcr rechtswidrig erkl\u00e4rt. Die Richter haben Zweifel, dass die Menschen in Ruanda ein faires Asylverfahren bekommen. Nach dem neuen Modell werden die Asylantr\u00e4ge nun von der ruandischen Regierung in Kigali gepr\u00fcft. Sollten sie angenommen werden, bekommen die Fl\u00fcchtlinge ein Aufenthaltsrecht in dem ostafrikanischen Land und k\u00f6nnen nicht nach Gro\u00dfbritannien zur\u00fcck.<\/p>\n<p>    Kritik an Langzeit-Pr\u00e4sident<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Menschenrechtsorganisationen werfen Ruandas Pr\u00e4sident Paul Kagame vor, Regimegegner zu verfolgen und die Meinungsfreiheit zu unterdr\u00fccken. Kagame ist seit 24 Jahren in Ruanda an der Macht. Das UN-Fl\u00fcchtlingshilfswerk berichtet \u00fcber au\u00dfergerichtliche Hinrichtungen, Folter und Todesf\u00e4lle in der Haft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gro\u00dfbritanniens Premierminister Rishi Sunak hat sich mit dem Gesetz \u00fcber das Gericht hinweggesetzt und Ruanda zum sicheren Drittstaat erkl\u00e4rt. Damit sollen Einspr\u00fcche vor britischen Gerichten verhindert werden. Insgesamt sollen nach den Pl\u00e4nen der Regierung bis Jahresende 5.700 Migranten nach Ruanda abgeschoben werden. Ruanda erh\u00e4lt im Gegenzug Geld aus London.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Offiziellen Statistiken zufolge kamen zwischen Januar 2022 und Juni 2023 mehr als 57.000 Menschen in kleinen Booten \u00fcber den \u00c4rmelkanal nach Gro\u00dfbritannien. In den ersten vier Monaten dieses Jahres kamen mehr als 7.200 Menschen auf diesem Weg ins Land &#8211; ein neuer Rekordwert. Die oft von Schleppern organisierten \u00dcberfahrten sind \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrlich. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/tote-aermelkanal-100.html\" title=\"F\u00fcnf Migranten ertrinken im \u00c4rmelkanal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Erst vergangene Woche starben dabei f\u00fcnf Menschen.<\/a><\/p>\n<p>    Scharfe Kritik an Vorhaben &#8211; Klagen zu erwarten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sunak steht angesichts bevorstehender Wahlen und schwacher Umfragewerte seiner Konservativen Partei unter Druck und hat angek\u00fcndigt, die illegale Migration einzud\u00e4mmen. Der sogenannte Ruanda-Plan ist der Kern seiner Einwanderungspolitik. Die Konservativen versprechen sich davon gr\u00f6\u00dferen Zuspruch bei den Wahlen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zahlreiche B\u00fcrgerrechtsorganisationen lehnen den Ruanda-Plan als unmenschlich ab. Die Regierung muss sich auf Klagen einstellen. Auch ranghohe Vertreter der Vereinten Nationen haben London dazu aufgerufen, das Vorhaben zu \u00fcberdenken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 01.05.2024 \u2022 18:55 Uhr Gro\u00dfbritannien hat mit den Vorbereitungen f\u00fcr die umstrittenen Abschiebungen nach Ruanda begonnen. 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