{"id":8967,"date":"2026-04-24T08:25:22","date_gmt":"2026-04-24T08:25:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8967\/"},"modified":"2026-04-24T08:25:22","modified_gmt":"2026-04-24T08:25:22","slug":"duesseldorf-apamoyo-hilft-in-kenia-bei-berufsausbildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/8967\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf: Apamoyo hilft in Kenia bei Berufsausbildung"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Wim Dohrenbusch ist gerade in der kenianischen Hauptstadt <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/nairobi\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nairobi<\/a>. Nicht, um Urlaub vom teils schmuddeligen Unterbacher April-Wetter zu machen, sondern, um sich vor Ort um die Belange von Apamoyo zu k\u00fcmmern. Dohrenbusch ist Vorsitzender, Gr\u00fcndungsmitglied und Initiator des Vereins, der in Nairobi die Berufsausbildung junger Kenianer unterst\u00fctzt. \u201eIch bin mindestens zweimal in Jahr in Afrika, um mich mit unseren Kooperationspartnern vor Ort auszutauschen, Pl\u00e4ne zu besprechen und m\u00f6gliche neue Stipendiaten kennenzulernen\u201c, erl\u00e4utert Dohrenbusch. \u201eUnser Ziel ist es, jungen Menschen eine qualifizierte Berufsausbildung zu finanzieren. Wenn jemand einen berufsbildenden Abschuss mit Brief, Siegel, Urkunde und Zertifikat vorweisen kann, erh\u00f6ht das die Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt ungemein.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das ist in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kenia\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kenia<\/a> also nicht anders als in Deutschland. Aber die Wege eben diese Urkunden und Zertifikate zu erhalten, sind im Vergleich zu hiesigen Bedingungen auf den Kopf gestellt. Schulen jeglicher Art k\u00f6nnen nur besucht werden, wenn das entsprechende Schulgeld bezahlt wird. Jugendliche k\u00f6nnen keinen Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb abschlie\u00dfen, sondern m\u00fcssen sich an einem Berufs-College oder Ausbildungszentrum einschreiben. Statt eine Ausbildungsverg\u00fctung zu erhalten, fallen hohe Geb\u00fchren an. \u201eEin komplettes Ausbildungsjahr an einer berufsbildenden Schule kostet zwischen 600 und 1000 Euro\u201c, erkl\u00e4rt Dohrenbusch. \u201eF\u00fcr deutsche Verh\u00e4ltnisse ist das nicht viel, in Kenia ist das ein Verm\u00f6gen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Genau daran aber fehlt es bei vielen Kenianern, die in den Slums wohnen. Diese Erfahrung machte Dohrenbusch in den insgesamt zehn Jahren, die er als Afrika-Korrespondent mehrerer Tageszeitungen und des WDR-H\u00f6rfunks in Nairobi lebte. Die harte soziale Grenze hatte er dort jeden Tag vor Augen. \u201eAuf der einen Seite einer Hauptverkehrsstra\u00dfe lebten wir, auf der anderen Seite begann der Kibagare-Slum\u201c, erinnert sich Dohrenbusch. \u201eTagt\u00e4glich habe ich dort Jugendliche rumlungern sehen, die nichts zu tun hatten. Und dann gab es immer wieder Berichte von Einbr\u00fcchen in unserer direkten Nachbarschaft.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Als er sein Arbeitsleben beendet hatte und im beschaulichen Unterbach zur Ruhe kam, wollte der Journalist etwas an der Situation in Kenia \u00e4ndern. So scharte er aus seinem Freundes- und Verwandtenkreis Menschen mit Afrika-Bezug um sich und gr\u00fcndete vor zehn Jahren Apamoyo. Das ist ein Kofferwort aus den swahilischen Begriffen f\u00fcr es gibt (apa), gemeinsam (pamoja) und Herz\/Leidenschaft (moyo) und bedeutet so viel wie \u201egemeinsam mit Herz\u201d.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Verein erhielt im M\u00e4rz 2016 die Gemeinn\u00fctzigkeitsanerkennung und darf Spendenquittungen ausstellen. \u201eIn den zehn Jahren haben wir 109 Stipendiaten, zu denen ich alle einen pers\u00f6nlichen Kontakt habe, gef\u00f6rdert und nicht nur bis zum Berufsabschluss begleitet, sondern dar\u00fcber hinaus\u201c, so Dohrenbusch. \u201e90 Prozent unserer Absolventen haben eine feste Arbeitsstelle, die meisten in ihren erlernten Berufen \u2013 ein au\u00dfergew\u00f6hnlich guter Wert. Wir haben auch ein Existenzgr\u00fcnderprogramm auf Darlehensbasis aufgelegt.\u201c Davon profitierte zum Beispiel Gabriel Kamau. Er hat mit Apamoyo-Unterst\u00fctzung seine <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ausbildung\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ausbildung<\/a> zum Kfz-Mechaniker abgeschlossen und eine eigene Werkstatt er\u00f6ffnet. \u201eGabriel ist so gut, dass inzwischen einige Botschaften ihren Fuhrpark bei ihm warten lassen\u201c, so Dohrenbusch.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Oder Felistas Wanjiku Njuguna: Sie musste zun\u00e4chst ihre Ausbildung zur Hauswirtschafterin am \u201eKibondeni College of Catering and Institutional Management\u201c abbrechen, weil ihre Eltern die Ausbildungsgeb\u00fchren nicht mehr aufbringen konnten. 2016 traf sie Dohrenbusch, erhielt ein Apamoyo-Stipendium, schaffte ihren Abschluss und studierte anschlie\u00dfend Tourismus-Management. Heute ist sie Leiterin der Ausbildungsk\u00fcche an ihren ehemaligen Ausbildungs-College.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das sind Erfolgsgeschichten, die neue Motivation geben, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzumarschieren, obwohl es auch zahlreiche Nackenschl\u00e4ge gibt. So steht die Finanzierung der Auszubildenden allj\u00e4hrlich auf t\u00f6nernen F\u00fc\u00dfen. \u201eWir arbeiten rein spendenbasiert. Da ist es oft bis Jahresende nicht klar, ob wir unsere Unterst\u00fctzung f\u00fcr das kommende Jahr in vollem Umfang aufrechterhalten k\u00f6nnen\u201c, berichtet Dohrenbusch. \u201eVor zwei Jahren ist unser Budget geplatzt, weil sich der Wechselkurs zwischen Euro und Kenia-Schilling verschlechtert hatte. Pl\u00f6tzlich gab es f\u00fcr einen Euro nur noch 130 Kenia-Schillinge anstatt wie bis damals 175.\u201c Bei einem Jahresetat von rund 20.000 Euro ein herber Verlust. Das wurde aber \u00fcberwunden. Dank der Spenden werden auch in diesem Jahr 28 Stipendiaten unterst\u00fctzt, um ihnen eine Ausbildung zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zur Feier des zehnj\u00e4hrigen Bestehens von Apamoyo sind einige Veranstaltungen geplant. Am 30. April f\u00fchrt die Carl-Sonnenschein-Grundschule einen Spendenlauf durch. Ein Drittel des Erl\u00f6ses geht an Apamoyo. Am 18. Mai gibt es in der Zicke ein Charity-Dinner. Der 29. August ist f\u00fcr das <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/sommerfest\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sommerfest<\/a> reserviert. Und erstmals f\u00fchrt Wim Dohrenbusch w\u00e4hrend einer Sponsorenreise (17. bis 31. Oktober) nach Kenia die Geldgeber dann zu den Menschen, die Apamoyo unterst\u00fctzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wim Dohrenbusch ist gerade in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Nicht, um Urlaub vom teils schmuddeligen Unterbacher April-Wetter zu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8968,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[324,29,4610,941,4621,4627,4622,4618,4625,4615,1177,4619,4617,4626,860,4613,4620,4609,118,4616,4624,4614,119,4623,2437,4611,3097,4612],"class_list":{"0":"post-8967","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kenia","8":"tag-abschluss","9":"tag-afrika","10":"tag-apamoyo","11":"tag-ausbildung","12":"tag-ausbildungsgebuehren","13":"tag-ausbildungsjahr","14":"tag-ausbildungskueche","15":"tag-ausbildungstraeger","16":"tag-ausbildungsverguetung","17":"tag-ausbildungsvertrag","18":"tag-ausbildungszentrum","19":"tag-ausbildungsziel","20":"tag-berufs","21":"tag-berufsabschluss","22":"tag-berufsausbildung","23":"tag-berufsbildenden","24":"tag-berufskleidung","25":"tag-dohrenbusch","26":"tag-kenia","27":"tag-kenianer","28":"tag-kenianern","29":"tag-kenianischen","30":"tag-kenya","31":"tag-moyo","32":"tag-nairobi","33":"tag-stipendiaten","34":"tag-unterstuetzt","35":"tag-wim"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116458732008850956","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8967","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8967"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8967\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8968"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8967"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8967"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8967"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}