{"id":9071,"date":"2026-04-24T11:18:20","date_gmt":"2026-04-24T11:18:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9071\/"},"modified":"2026-04-24T11:18:20","modified_gmt":"2026-04-24T11:18:20","slug":"niger-afrikanische-gemeinschaft-stellt-putschisten-ein-ultimatum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9071\/","title":{"rendered":"Niger: Afrikanische Gemeinschaft stellt Putschisten ein Ultimatum"},"content":{"rendered":"<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Auf den Milit\u00e4rputsch im Niger folgen internationale Konsequenzen: Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft droht mit Gewalt. Und die Ex-Kolonialmacht Frankreich streicht dem Niger Hilfsgelder.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md is-initial\">Nach dem Staatsstreich im <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/niger-4156874.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Niger<\/a> hat die internationale Gemeinschaft den Putschisten mit einem Eingreifen gedroht. Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) stellte den selbsterkl\u00e4rten Machthabern am Sonntag ein Ultimatum und drohte mit dem &#8222;Einsatz von Gewalt&#8220;. Die fr\u00fchere Kolonialmacht Frankreich wiederum k\u00fcndigte angesichts von tausenden Demonstranten vor ihrer Botschaft in Niamey eine &#8222;sofortige und unerbittliche&#8220; Reaktion an, sollte es zu Angriffen auf franz\u00f6sische Staatsb\u00fcrger und Einrichtungen in dem westafrikanischen Land kommen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Nach einem Spitzentreffen in Nigerias Hauptstadt Abuja forderten die Ecowas-Staaten die putschenden Milit\u00e4rs im Niger in einer Erkl\u00e4rung ultimativ auf, die Macht innerhalb einer Woche an die legitimen Institutionen zur\u00fcckzugeben. Die regionale Organisation verlangte insbesondere die &#8222;sofortige Freilassung&#8220; des von den Putschisten festgesetzten nigrischen Pr\u00e4sidenten Mohamed Bazoum, sowie die &#8222;vollst\u00e4ndige R\u00fcckkehr zur verfassungsm\u00e4\u00dfigen Ordnung&#8220;.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Wenn diesen Forderungen &#8222;nicht innerhalb einer Woche entsprochen&#8220; werde, werde die <a class=\"taxonomy-entity organization\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/ecowas-4190794.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ecowas<\/a> &#8222;alle notwendigen Ma\u00dfnahmen ergreifen&#8220;, hie\u00df es in der Erkl\u00e4rung. &#8222;Diese Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnten auch den Einsatz von Gewalt einschlie\u00dfen.&#8220;<\/p>\n<p>  Afrikanische Wirtschaftsgemeinschaft verh\u00e4ngt Sanktionen<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Zugleich beschloss die Wirtschaftsgemeinschaft Sanktionen gegen die selbsterkl\u00e4rten neuen Machthaber in dem westafrikanischen Land. So verk\u00fcndeten die Ecowas-Staaten die Aussetzung &#8222;aller Handels- und Finanztransaktionen mit dem Niger&#8220; sowie das Einfrieren von &#8222;Verm\u00f6genswerten von Milit\u00e4rbeamten, die an dem Putschversuch beteiligt waren&#8220;.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">An der Krisensitzung nahm auch der Chef der im Nachbarland Tschad regierenden Milit\u00e4rjunta teil. Anschlie\u00dfend reiste er nach Angaben seiner Regierung auf eigene Initiative in die nigrische Hauptstadt weiter. General Mahamat Idriss D\u00e9by Itno sei nach <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/niamey-4154042.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Niamey<\/a> gereist, &#8222;um zu sehen, was er zur L\u00f6sung der Krise beitragen kann&#8220;, sagte ein Regierungssprecher und f\u00fcgte hinzu, dass er kein Mandat von den Ecowas-Staaten erhalten habe. Der Tschad geh\u00f6rt der Ecowas nicht an.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Auch <a class=\"\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/themen\/mohamed-bazoum-31889552.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bazoums<\/a> Vorg\u00e4nger, der fr\u00fchere nigrische Pr\u00e4sident Mahamadou Issoufou, bot sich als Vermittler an. Er bem\u00fche sich um eine Verhandlungsl\u00f6sung, um Bazoum &#8222;zu befreien und ihn wieder einzusetzen&#8220;, schrieb Issoufou im Onlinedienst Twitter, der in X umbenannt wurde.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Vor der Krisensitzung der Ecowas-Staaten hatten die Putschisten ihrerseits der Wirtschaftsgemeinschaft vorgeworfen, eine Milit\u00e4rintervention in dem Land zu planen. Ziel des Ecowas-Gipfels sei &#8222;die Verabschiedung eines Aggressionsplans gegen den Niger in Form einer drohenden milit\u00e4rischen Intervention in Niamey&#8220;, erkl\u00e4rte die Junta am Samstagabend. Auch westliche Nationen seien an dem Plan beteiligt.<\/p>\n<p>  Frankreich setzt Entwicklungshilfen f\u00fcr Niger aus<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron warnte, er werde &#8222;keinen Angriff gegen Frankreich und seine Interessen dulden&#8220;. Jeder, der franz\u00f6sische Staatsangeh\u00f6rige angreife, m\u00fcsse &#8222;mit einer sofortigen und unerbittlichen Reaktion Frankreichs&#8220; rechnen. Frankreich unterst\u00fctze &#8222;alle regionalen Initiativen&#8220;, die auf die &#8222;Wiederherstellung der verfassungsm\u00e4\u00dfigen Ordnung&#8220; in dem westafrikanischen Land und die R\u00fcckkehr des festgesetzten Pr\u00e4sidenten Bazoum abzielten.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich hatte am Samstag die Entwicklungs- und Finanzhilfen f\u00fcr den Niger ausgesetzt. Am Sonntag versammelten sich dann tausende Pro-Junta-Demonstranten vor der franz\u00f6sischen Botschaft in Niamey und versuchten teilweise, in das Geb\u00e4ude einzudringen, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Ein Schild mit der Aufschrift &#8222;Botschaft <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/frankreich-4540716.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankreichs<\/a> in Niger&#8220; wurde abgerissen und durch nigrische und russische Flaggen ersetzt. Einige Demonstranten riefen &#8222;Lang lebe Russland&#8220;, &#8222;Lang lebe Putin&#8220; und &#8222;Nieder mit Frankreich&#8220;.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Nigrische Milit\u00e4rs hatten am Mittwoch den seit 2021 amtierenden Bazoum festgesetzt. Am Freitag erkl\u00e4rte sich dann der Chef der Pr\u00e4sidentengarde, General Abdourahamane Tiani, zum neuen Machthaber. Bazoum war der erste Staatschef des seit dem Ende der franz\u00f6sischen Kolonialherrschaft im Jahr 1960 unabh\u00e4ngigen Niger, der durch eine friedliche Macht\u00fcbergabe auf den Posten\u00a0gelangt war.\u00a0In dem westafrikanischen Land sind neben anderen ausl\u00e4ndischen Soldaten auch etwa hundert Bundeswehrsoldaten stationiert.<\/p>\n<p>\n    AFP\n  <\/p>\n<p>\n    cl\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kopiere den aktuellen Link Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen Auf den Milit\u00e4rputsch im Niger folgen internationale Konsequenzen: Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9072,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[243],"tags":[366],"class_list":{"0":"post-9071","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-niger","8":"tag-niger"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116459412075550502","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9071","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9071"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9071\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9072"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9071"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9071"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9071"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}