{"id":9207,"date":"2026-04-24T14:49:45","date_gmt":"2026-04-24T14:49:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9207\/"},"modified":"2026-04-24T14:49:45","modified_gmt":"2026-04-24T14:49:45","slug":"nomaden-in-niger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9207\/","title":{"rendered":"Nomaden in Niger"},"content":{"rendered":"<p class=\"summary\">Nie lange an einem Ort \u2013 so war seit jeher der Alltag der Wodaabe, einer traditionell nomadischen Bev\u00f6lkerungsgruppe in Niger. Doch seit den 1980er-Jahren lassen sich immer mehr von ihnen in den St\u00e4dten nieder, um dort zu arbeiten. Florian K\u00f6hler, Wissenschaftler am Max-Planck-\u00adInstitut f\u00fcr ethnologische Forschung in Halle, hat beobachtet, wie sich dadurch das Leben der Wodaabe ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" alt=\"Drei Frauen in langen Gew\u00e4ndern beladen einen Esel mit Holzteilen, die teils in Teppiche gewickelt sind. Im Hintergrund ein Motorrad, \u00fcber das eine Decke gebreitet ist, daneben steht ein kleines Kind.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/original-1663942506.jpg\" class=\"img-responsive\" title=\"Im Aufbruch: Zwei Wodaabe-\u00adFrauen verladen Teile ihres mobilen Hirtenlagers. Esel tragen die meisten Lasten, vereinzelt kommen aber auch Motorr\u00e4der zum Einsatz.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1777042179_907_original-1663942506.jpg\" class=\"visible-print-block mb-1 banner\" alt=\"Drei Frauen in langen Gew\u00e4ndern beladen einen Esel mit Holzteilen, die teils in Teppiche gewickelt sind. Im Hintergrund ein Motorrad, \u00fcber das eine Decke gebreitet ist, daneben steht ein kleines Kind.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Im Aufbruch: Zwei Wodaabe-\u00adFrauen verladen Teile ihres mobilen Hirtenlagers. Esel tragen die meisten Lasten, vereinzelt kommen aber auch Motorr\u00e4der zum Einsatz.<\/p>\n<p class=\"copyright hidden-print\" id=\"copyright_19275455\">\n          \u00a9 Florian K\u00f6hler\n        <\/p>\n<p>\n          Im Aufbruch: Zwei Wodaabe-\u00adFrauen verladen Teile ihres mobilen Hirtenlagers. Esel tragen die meisten Lasten, vereinzelt kommen aber auch Motorr\u00e4der zum Einsatz.\n        <\/p>\n<p>\n          \u00a9 Florian K\u00f6hler\n        <\/p>\n<p>Text: Mechthild Zimmermann<\/p>\n<p>Nano, Taafa and Maalam Buuyo sind Br\u00fcder. Und obwohl alle drei unterschiedliche Lebenswege eingeschlagen haben, verfolgen sie doch ein gemeinsames Ziel. Sie geh\u00f6ren den Wodaabe an, einer traditionell nomadischen Gemeinschaft. Die Br\u00fcder sind in der Savanne aufgewachsen, sind von Weide zu Weide gezogen mit ihren Herden von Zeburindern, gen\u00fcg\u00adsamen Tieren mit langen, geschwungenen H\u00f6rnern. Was die Gruppe sonst besa\u00df, hatte auf wenigen Eseln Platz. Das Leben war bestimmt vom Rhythmus der Jahreszeiten, von der Suche nach Wasser und Weidegr\u00fcnden, vom Wohl der Tiere. Als Buben haben die drei zusammen Ziegen geh\u00fctet und sp\u00e4ter, als Jugendliche, mit \u00adden Altersgenossen bei Clanfesten den Geere\u00adwol getanzt \u2013 eine Tradition, f\u00fcr welche die Wodaabe auch au\u00dferhalb Afrikas bekannt geworden sind.<\/p>\n<p>Seither hat sich das Leben der drei Br\u00fcder ganz unterschiedlich entwickelt. Maalam, der J\u00fcngste, lebt weiter als Hirte in der Region Damergou und versorgt die Herden der Familie. Die beiden anderen sind zum Arbeiten in die Stadt gezogen: Nano wohnt rund 150 Kilo\u00admeter entfernt von Maalam, in Zinder, der zweitgr\u00f6\u00dften nigrischen Stadt, und kehrt sehr h\u00e4ufig aufs Land zur\u00fcck. Taafa hingegen lebt in Nigers \u00e4u\u00dferstem S\u00fcdosten, in der Stadt Diffa, mehr als 600 Kilometer entfernt von den Verwandten. Trotzdem pflegt auch er enge Kontakte zur Familie. \u201eSo verschieden die Biografien der drei wirken \u2013 sie erg\u00e4nzen einander\u201c, sagt Florian K\u00f6hler, Wissenschaftler am Max-Planck-In\u00adstitut f\u00fcr ethnologische Forschung. \u201eWirtschaftlich betrachtet, ist das eine Strategie der Diversifizierung: Die beiden Br\u00fcder in der Stadt erschlie\u00dfen neue Einkommensquellen, um die finanziellen Risiken zu streuen und die Eink\u00fcnfte der Familie aufzubessern, w\u00e4hrend sich der dritte um die Herden k\u00fcmmert.\u201c<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" alt=\"Drei M\u00e4nner, sitzend, in langen flie\u00dfenden Gew\u00e4ndern, zwei tragen einen Turban um den Kopf.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1777042179_193_original-1663942506.jpg\" class=\"img-responsive\" title=\"Drei Br\u00fcder, ein Ziel: Maalam Buuyo (links) lebt als Hirte von Viehhaltung, Nano und Taafa (Mitte und rechts) arbeiten als Wachleute in zwei verschiedenen St\u00e4dten. Damit finanzieren sie gemeinsam die Gro\u00dffamilie.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1777042180_92_original-1663942506.jpg\" class=\"visible-print-block mb-1 banner\" alt=\"Drei M\u00e4nner, sitzend, in langen flie\u00dfenden Gew\u00e4ndern, zwei tragen einen Turban um den Kopf.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Drei Br\u00fcder, ein Ziel: Maalam Buuyo (links) lebt als Hirte von Viehhaltung, Nano und Taafa (Mitte und rechts) arbeiten als Wachleute in zwei verschiedenen St\u00e4dten. Damit finanzieren sie gemeinsam die Gro\u00dffamilie.<\/p>\n<p class=\"copyright hidden-print\" id=\"copyright_19275480\">\n          \u00a9 Florian K\u00f6hler\n        <\/p>\n<p>\n          Drei Br\u00fcder, ein Ziel: Maalam Buuyo (links) lebt als Hirte von Viehhaltung, Nano und Taafa (Mitte und rechts) arbeiten als Wachleute in zwei verschiedenen St\u00e4dten. Damit finanzieren sie gemeinsam die Gro\u00dffamilie.\n        <\/p>\n<p>\n          \u00a9 Florian K\u00f6hler\n        <\/p>\n<p>Taafa Buuyo war der Erste aus der Ethnie der Wodaabe, den K\u00f6hler kennenlernte \u2013 und das rein zuf\u00e4llig. Als Entwicklungshelfer war der Forscher 2004 ins nigrische Diffa gekommen. F\u00fcr das Haus, das er mietete, besch\u00e4ftigte er einen Wachmann: Taafa Buuyo, der mit Frau und Kindern in einem kleinen Haus auf dem Grundst\u00fcck wohnte. \u201eDie Sicherheitslage in Diffa war damals recht entspannt\u201c, erkl\u00e4rt K\u00f6hler, \u201eaber es war einfach \u00fcblich, dass Ausl\u00e4nder aus dem Westen Wachleute einstellten.\u201c So lernte er die Wodaabe-Familie bald n\u00e4her kennen. Nach drei Jahren in Diffa arbeitete K\u00f6hler in einem weiteren Entwicklungsprojekt, diesmal in der Stadt Zinder. Und wieder gab es einen Wodaabe-Wachmann \u2013 Baji Buuyo, ein Halbbruder von Taafa. Mit der Zeit wuchs K\u00f6hlers wissenschaftliches Interesse an den Nomaden und ihrem Leben zwischen Stadt und Savanne. Im Jahr 2010 entschied sich der Ethnologe, die Ver\u00e4nderungen in der Gesellschaft der Wodaabe systematisch zu erforschen. Eine zentrale Frage war: Wie ver\u00e4ndern sich die Zugeh\u00f6rigkeit und der soziale Zusammenhalt, die Mobilit\u00e4t sowie das Verh\u00e4ltnis zu anderen Ethnien, wenn sich ein Teil der Gruppe l\u00e4ngerfristig in St\u00e4dten ansiedelt?<\/p>\n<p>Verstreute Gruppen, vielf\u00e4ltig vernetzt<\/p>\n<p>Den Wodaabe geh\u00f6ren nach Sch\u00e4tzungen aus den 1990er-\u00adJahren rund 100\u2009000 Menschen an, die sich in f\u00fcnfzehn Clans unterteilen. In der Savanne leben diese Clans jeweils verstreut in kleinen Gemeinschaften, die aber untereinander vielf\u00e4ltig vernetzt sind. Als zwischen 1983 und 1985 eine verheerende D\u00fcrre die Sahelzone heimsuchte, mussten viele Nomaden ihr bisheriges Leben aufgeben. Zahllose Tiere starben, ihre Besitzer lie\u00dfen sich am Rande gr\u00f6\u00dferer Siedlungen nieder \u2013 auch weil Hilfsg\u00fcter vom Staat und von internationalen Organisationen damals nur in St\u00e4dten und D\u00f6rfern ausgegeben wurden.<\/p>\n<p>Inzwischen haben einige Wodaabe wieder Herden aufgebaut. Andere sind in den St\u00e4dten geblieben. Auch auf dem Land hat sich vieles ver\u00e4ndert. Die Bev\u00f6lkerung in Niger ist seit Mitte der 1980er-Jahre von knapp sieben Millionen auf mehr als f\u00fcnfundzwanzig Millionen gewachsen. Der Bev\u00f6lkerungsdruck f\u00fchrt dazu, dass immer mehr Fl\u00e4chen landwirtschaftlich genutzt werden. Wo einstmals offenes Weideland war, gibt es heute \u00c4cker. F\u00fcr die Hirten wird es eng. Diese Ver\u00e4nderungen gef\u00e4hrden die Existenz der Wodaabe, sagt Florian K\u00f6hler: \u201eInsofern sichert das Einkommen in der Stadt das \u00dcberleben auch auf dem Land.\u201c K\u00f6hler war es jedoch wichtig, in seiner Forschung nicht die Probleme in den Vordergrund zu stellen, sondern den aktiven Umgang der Menschen damit, ihre Strategien und L\u00f6sungsans\u00e4tze.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" alt=\"Eine Frau sitzt auf einem Stuhl im Freien auf Lehmboden, daneben sitzen ein Mann mit Turban und ein Kind auf dem Boden. Im Hintergrund ein Zaun aus Strohgeflecht, dahinter ein Geb\u00e4ude.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1777042180_247_original-1663942506.jpg\" class=\"img-responsive\" title=\"Stadtleben mit Privilegien: Dieser Wodaabe-Wachmann (Mitte) kann mit Frau und Kindern auf dem Grundst\u00fcck seines Arbeitgebers wohnen.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1777042181_720_original-1663942506.jpg\" class=\"visible-print-block mb-1 banner\" alt=\"Eine Frau sitzt auf einem Stuhl im Freien auf Lehmboden, daneben sitzen ein Mann mit Turban und ein Kind auf dem Boden. Im Hintergrund ein Zaun aus Strohgeflecht, dahinter ein Geb\u00e4ude.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Stadtleben mit Privilegien: Dieser Wodaabe-Wachmann (Mitte) kann mit Frau und Kindern auf dem Grundst\u00fcck seines Arbeitgebers wohnen.<\/p>\n<p class=\"copyright hidden-print\" id=\"copyright_19275562\">\n          \u00a9 Florian K\u00f6hler\n        <\/p>\n<p>\n          Stadtleben mit Privilegien: Dieser Wodaabe-Wachmann (Mitte) kann mit Frau und Kindern auf dem Grundst\u00fcck seines Arbeitgebers wohnen.\n        <\/p>\n<p>\n          \u00a9 Florian K\u00f6hler\n        <\/p>\n<p>F\u00fcr seine Untersuchung hat der Wissenschaftler f\u00fcnfzehn Monate mit einer Wodaabe-Gruppe gelebt. Das entspricht dem Ideal der ethnologischen Forschung, wonach Forschende m\u00f6glichst f\u00fcr mindestens einen Jahreszyklus am sozialen und kulturellen Leben der untersuchten Gemeinschaft teilnehmen sollen. Ziel ist, ein m\u00f6glichst tiefes Verst\u00e4ndnis von den gemeinschaftlichen Strukturen, den Denk- und Handlungsweisen zu bekommen \u2013 jedoch ohne diese zu bewerten. F\u00fcr Florian K\u00f6hler hie\u00df das: Er lernte Fulfulde, die Sprache der Wodaabe, er wohnte in einfachen Verh\u00e4ltnissen mit ihnen in der Stadt ebenso wie in der Savanne, und er reiste gemeinsam mit ihnen auf offenen Lastwagen, auf Motorr\u00e4dern, Kamelen, in Buschtaxis und zu Fu\u00df.<\/p>\n<p>In Zinder, einem der Hauptorte von K\u00f6hlers Forschung, lebt eine gr\u00f6\u00dfere Gruppe Wodaabe. Anders als vor der gro\u00dfen D\u00fcrre, als Migration in die St\u00e4dte ein saiso\u00adnales Ph\u00e4nomen war, lassen sich die jungen M\u00e4nner heute l\u00e4ngerfristig in der Stadt nieder. In Florian K\u00f6hlers Unter\u00adsuchungsgruppe arbeiten die meisten als Wachleute teils bei ausl\u00e4ndischen Gesch\u00e4ftsleuten oder Entwicklungshelfern, teils auf M\u00e4rkten oder in L\u00e4den. Viele haben ihre Frauen und Kinder in die Stadt mitgenommen. Die Frauen verdienen ebenfalls Geld: mit Haareflechten oder Hirsestampfen oder als Haushaltshilfen bei wohlhabenderen Familien. Die Lebensverh\u00e4ltnisse sind sehr unterschiedlich: Wer als Wachmann bei Privatleuten arbeitet, kann mit seiner Familie oftmals in einem kleinen Haus auf dem Grundst\u00fcck wohnen. F\u00fcr andere ist es schwieriger, eine Bleibe zu finden: Sie campieren auf ungenutzten Freifl\u00e4chen am Stadtrand oder auf Baustellen, wo der Eigent\u00fcmer sie duldet, da ihre Anwesenheit das Risiko verringert, dass Baumaterialien gestohlen werden. \u201eWenn es m\u00f6glich ist, halten die Wodaabe dort auch \u00adein paar Ziegen, sie bauen Hirse oder Bohnen an\u201c, erz\u00e4hlt Florian K\u00f6hler, \u201edas ist in nigrischen St\u00e4dten durchaus \u00fcblich.\u201c<\/p>\n<p>Die Stadt gilt als dreckig und ungesund<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" alt=\"Junge Frau auf einem ummauerten Grundst\u00fcck; rechts steht eine runde H\u00fctte aus geflochtenem Stroh, links im Hintergrund stapeln sich Baumaterialien wie Mauersteine, Bambusst\u00e4be und ein M\u00f6rteleimer\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1777042181_362_original-1663942506.jpg\" class=\"img-responsive\" title=\"Improvisierte Unterkunft: Manche Wodaabe leben in der Stadt auf Baugrundst\u00fccken, auf denen die Arbeiten pausieren, was in Niger \u00f6fter mal vorkommt.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1777042182_964_original-1663942506.jpg\" class=\"visible-print-block mb-1 banner\" alt=\"Junge Frau auf einem ummauerten Grundst\u00fcck; rechts steht eine runde H\u00fctte aus geflochtenem Stroh, links im Hintergrund stapeln sich Baumaterialien wie Mauersteine, Bambusst\u00e4be und ein M\u00f6rteleimer\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Improvisierte Unterkunft: Manche Wodaabe leben in der Stadt auf Baugrundst\u00fccken, auf denen die Arbeiten pausieren, was in Niger \u00f6fter mal vorkommt.<\/p>\n<p class=\"copyright hidden-print\" id=\"copyright_19275641\">\n          \u00a9 Florian K\u00f6hler\n        <\/p>\n<p>\n          Improvisierte Unterkunft: Manche Wodaabe leben in der Stadt auf Baugrundst\u00fccken, auf denen die Arbeiten pausieren, was in Niger \u00f6fter mal vorkommt.\n        <\/p>\n<p>\n          \u00a9 Florian K\u00f6hler\n        <\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von der konkreten Wohnsituation verbinden die Wodaabe mit der Stadt vor allem negative Eigenschaften. Sie nehmen die st\u00e4dtische Umgebung als dreckig und ungesund wahr und f\u00fchlen sich dort eingeengt. Das positive Gegenst\u00fcck zur Stadt bildet das offene Weideland der Savanne. Damit identifizieren sich die meisten Wodaabe in den St\u00e4dten weiterhin, selbst wenn sie schon Jahre oder Jahrzehnte nicht mehr dort leben. Die Gemeinschaft das Hirtenlagers, aus dem sie stammen, bleibt f\u00fcr sie \u201eHeimat\u201c \u2013 auch wenn das kein fester Ort ist, sondern eine soziale Gruppe, die ihrerseits mobil ist. Die tiefe Verbundenheit der Herkunftsgemeinschaft bleibt erhalten, unabh\u00e4ngig davon, ob ihre Mitglieder in der Stadt oder auf dem Land leben. Einige st\u00e4dtische Wodaabe besitzen auch selbst Rinder: Sie beauftragen Verwandte, die Tiere zu kaufen und sich um sie zu k\u00fcmmern. Die Investitionen reichen zwar oft nicht, um gr\u00f6\u00dfere Herden aufzubauen. Aber f\u00fcr K\u00f6hler sind sie Ausdruck der Verbundenheit mit dem Hirtenleben und zugleich eine Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Verwandten, die weiterhin nomadisch leben.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Austausch der verstreut lebenden Gemeinschaften spielen mittlerweile Handys eine wichtige Rolle. Das Mobilfunknetz in Niger wurde in den letzten Jahren immer besser ausgebaut, teilweise auch in eher d\u00fcnn besiedelten Gegenden. Auf M\u00e4rkten in l\u00e4ndlichen Regionen sorgen generatorbetriebene Ladeger\u00e4te f\u00fcr den n\u00f6tigen Strom. Handys erm\u00f6glichen es den nomadisch lebenden Gruppen, sich gegenseitig \u00fcber die Situation der Weiden in verschiedenen Gebieten zu informieren, \u00fcber den Zustand von Wasserstellen oder \u00fcber Marktpreise f\u00fcr Tiere oder Hirse. Diejenigen, die in der Stadt leben, k\u00f6nnen dank Mobilfunk quasi jederzeit mit den Verwandten auf dem Land telefonieren. Eine Wodaabe-Frau, die sich mit ihrem Mann in der Stadt niedergelassen hat, erz\u00e4hlte Florian K\u00f6hler, Handys h\u00e4tten f\u00fcr sie eine wichtige Rolle gespielt, ein Leben fern von ihrer Herkunftsgemeinschaft zu akzeptieren. Die Mobiltelefone ersetzen jedoch nicht die h\u00e4ufigen gegenseitigen Besuche von Verwandten in der Stadt und auf dem Land \u2013 im Gegenteil, sie werden auch genutzt, um gr\u00f6\u00dfere Treffen zu organisieren.<\/p>\n<p>Mobil mit Minivans, Unimogs oder Kamelen<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" alt=\"Karte von Afrika mit Niger hervorgehoben sowie Karte von Niger mit den verschiedenen Regionen und St\u00e4dten\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1777042183_737_original-1663942506.jpg\" class=\"img-responsive\" title=\"Kaum Nutzfl\u00e4che: Niger ist etwa doppelt so gro\u00df wie Frankreich, zwei Drittel des Landes sind jedoch W\u00fcste. Die Bev\u00f6lkerung lebt gro\u00dfteils im S\u00fcden, wo Landwirtschaft m\u00f6glich ist. Florian K\u00f6hler hat seine Forschung auf die Savannengebiete im S\u00fcdosten Nigers fokussiert.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1777042183_419_original-1663942506.jpg\" class=\"visible-print-block mb-1 banner\" alt=\"Karte von Afrika mit Niger hervorgehoben sowie Karte von Niger mit den verschiedenen Regionen und St\u00e4dten\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Kaum Nutzfl\u00e4che: Niger ist etwa doppelt so gro\u00df wie Frankreich, zwei Drittel des Landes sind jedoch W\u00fcste. Die Bev\u00f6lkerung lebt gro\u00dfteils im S\u00fcden, wo Landwirtschaft m\u00f6glich ist. Florian K\u00f6hler hat seine Forschung auf die Savannengebiete im S\u00fcdosten Nigers fokussiert.<\/p>\n<p class=\"copyright hidden-print\" id=\"copyright_19275507\">\n          \u00a9 GCO nach MPI f\u00fcr ethnologische Forschung\n        <\/p>\n<p>\n          Kaum Nutzfl\u00e4che: Niger ist etwa doppelt so gro\u00df wie Frankreich, zwei Drittel des Landes sind jedoch W\u00fcste. Die Bev\u00f6lkerung lebt gro\u00dfteils im S\u00fcden, wo Landwirtschaft m\u00f6glich ist. Florian K\u00f6hler hat seine Forschung auf die Savannengebiete im S\u00fcdosten Nigers fokussiert.\n        <\/p>\n<p>\n          \u00a9 GCO nach MPI f\u00fcr ethnologische Forschung\n        <\/p>\n<p>Viele Wodaabe sind au\u00dferordentlich mobil \u2013 obwohl die wenigsten von ihnen einen F\u00fchrerschein oder gar ein eigenes Auto besitzen. Schon aus der Tradition des nomadischen Lebens heraus sind sie es gewohnt, regelm\u00e4\u00dfig den Ort zu wechseln. Viele Wodaabe in der Stadt, auch wenn sie schon sehr lange dort leben, versuchen, so h\u00e4ufig wie m\u00f6glich ins Hirtenlager zur\u00fcckzukehren \u2013 gerne auch f\u00fcr l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume. Frauen und Kinder verbringen oft die gesamten Schulferien w\u00e4hrend der sommerlichen Regenzeit dort. Dann helfen etwa die Buben ihren Cousins beim Ziegenh\u00fcten und bleiben auf diese Weise in Kontakt mit dem Nomadenleben. Umgekehrt besuchen die Verwandten vom Land auch oft Familienmitglieder in der Stadt.<\/p>\n<p>Mobilit\u00e4t in Niger funktioniert allerdings etwas anders als in Europa: Es gibt keine Eisenbahn, und der Staat betreibt kaum \u00f6ffentliche Verkehrsmittel. Von den rund 20\u2009000 Kilometern Stra\u00dfennetz sind nach Zahlen von 2014 nur 4800 Kilometer geteert. Trotzdem ist die nigrische Bev\u00f6lkerung insgesamt sehr mobil. Von Kleinunternehmern betriebene Sammeltaxis \u2013 je nach Bedarf und Stra\u00dfenbeschaffenheit Minivans, Land Rover, Lastwagen oder alte Unimogs mit offener Lade\u00adfl\u00e4che \u2013 verbinden St\u00e4dte und D\u00f6rfer untereinander. Auf diese Weise existiert ein funktionierendes Transportsystem f\u00fcr Menschen und Waren \u2013 wenn auch meist ein wenig komfortables, wie Florian K\u00f6hler am eigenen Leib erfahren hat. Auf dem Land sind nach wie vor auch Kamele, Esel und Ochsenkarren wichtige Verkehrsmittel.<\/p>\n<p>Neue Kontakte zu anderen Ethnien<\/p>\n<p>\u00a0Auch wenn die Bindung der st\u00e4dtischen Wodaabe an ihre Herkunftsgemeinschaft eng ist, bringt das dauerhafte enge Zusammenleben in der Stadt neue Kontakte zu Angeh\u00f6rigen anderer Ethnien mit sich. Aus europ\u00e4ischer Sicht mag es erstaunlich sein, dass verschiedene ethnische Gruppen mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen dauerhaft auf ein und demselben Gebiet leben. In Europa hat die Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert zu kulturell und sprachlich weitgehend einheitlichen Staaten gef\u00fchrt. Auf anderen Kontinenten, insbesondere in Afrika, ist das Neben- und Mit\u00adeinander verschiedener Ethnien hingegen selbstverst\u00e4ndlich. Und anders als man es bei uns oft wahrnimmt, funktioniert das Zusammenleben h\u00e4ufig weitgehend friedlich. Trotz der engen Nachbarschaft vermischen sich die Gruppen kaum. Das hat laut Florian K\u00f6hler verschiedene Gr\u00fcnde: \u201eDer Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaft spielt eine Rolle, aber auch die Bindung an die eigene Kultur und eigene Regeln \u2013 besonders Heiratsregeln, die Ehen innerhalb der eigenen Ethnie vorgeben.\u201c Das alles sorgt daf\u00fcr, dass sich die Gruppen voneinander abgrenzen. Zugleich besetzen die unterschiedlichen Ethnien wirtschaftlich und gesellschaftlich unterschiedliche Nischen.<\/p>\n<p>In Niger halten beispielsweise die Wodaabe traditionell vor allem Rinder, daneben gibt es andere nomadisch lebende Ethnien, die Kamele oder Schafe z\u00fcchten, sowie sesshafte Ethnien, die \u00fcberwiegend Ackerbau oder Handel treiben. \u201eDie Komplementarit\u00e4t hilft, Streit zu vermeiden und zugleich die Ethnien durch Tausch oder Handel in Kontakt zu halten\u201c, sagt K\u00f6hler. Allerdings gibt es auch hier Konflikte, insbesondere zwischen Ackerbauern und Viehhaltern. So kommt es immer wieder vor, dass Tiere in die Felder eindringen und die angebauten Pflanzen fressen oder zertrampeln.<\/p>\n<p>Begegnungen in sp\u00f6ttisch- scherzender Weise<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" alt=\"Kind mit Ziegen, Hintergrund steht eine Mauer\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1777042184_295_original-1663942506.jpg\" class=\"img-responsive\" title=\"Hirtenleben in der Stadt: Viele Wodaabe halten auch in der Stadt einige Tiere, um sich selbst zu versorgen.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1777042185_763_original-1663942506.jpg\" class=\"visible-print-block mb-1 banner\" alt=\"Kind mit Ziegen, Hintergrund steht eine Mauer\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Hirtenleben in der Stadt: Viele Wodaabe halten auch in der Stadt einige Tiere, um sich selbst zu versorgen.<\/p>\n<p class=\"copyright hidden-print\" id=\"copyright_19275593\">\n          \u00a9 Florian K\u00f6hler\n        <\/p>\n<p>\n          Hirtenleben in der Stadt: Viele Wodaabe halten auch in der Stadt einige Tiere, um sich selbst zu versorgen.\n        <\/p>\n<p>\n          \u00a9 Florian K\u00f6hler\n        <\/p>\n<p>Eine regionale Besonderheit in den Beziehungen unterschiedlicher Ethnien in Niger sind die sogenannten joking relationships. Sie wurden sogar 2014 von der Unesco als immaterielles Kulturerbe gesch\u00fctzt. So begegnen sich etwa die Kanuri, eine ethnische Gruppe, die vorwiegend Ackerbau betreibt, und die Wodaabe generell in dieser sp\u00f6ttisch-scherzenden Weise. Alle Mitglieder der jeweiligen Ethnien, selbst wenn sie einander fremd sind, tauschen Provokationen und Frotzeleien aus, wenn sie sich treffen. Dabei spielen sie auf Klischees \u00fcber die jeweils anderen an. F\u00fcr K\u00f6hler hat das gemeinsame Scherzen eine Doppelfunktion: \u201eEinerseits\u00a0 setzt man sich damit von den anderen ab, indem man bestimmte Charakteristika von ihnen witzig und pointiert betont. Andererseits stellt genau das eine Beziehung her, weil der Spott reziprok ist und der gemeinsame Humor verbindet.\u201c In den St\u00e4dten, wo die Wodaabe in fester Nachbarschaft zu anderen Gruppen leben, ver\u00e4ndern sich auch die Beziehungen. Vor allem die Frauen kn\u00fcpfen Netzwerke in der direkten Umgebung. So ist es beispielsweise \u00fcblich, Essen mit Nachbarn und Bekannten zu teilen, wie der Max-Planck-Forscher berichtet.<\/p>\n<p>Die Kinder integrieren sich naturgem\u00e4\u00df am st\u00e4rksten. In der Schule entstehen fast zwangsl\u00e4ufig Freundschaften zwischen verschiedenen Ethnien. Auf diese Weise lernen sich auch die Eltern besser kennen. Die N\u00e4he beeinflusst jedoch auch die Kultur. In der Schule sprechen Wodaabe-\u00adKinder zumeist die Mehrheitssprache Hausa, und viele geben ethnische Besonderheiten auf, etwa die traditionellen Frisuren: Um dem Spott ihrer Mitsch\u00fcler zu entgehen, verzichten die M\u00e4dchen auf den charakteristischen Haarknoten an der Stirn, und die Buben schneiden sich die traditionellen Z\u00f6pfe ab, manchmal auch ohne Zustimmung ihrer Eltern. Die Frisur ist allerdings fester Bestandteil des Wodaabe-\u00adSch\u00f6nheitsideals und damit wichtig, um an kulturellen Ereignissen wie den Geerewol-Tanzwettbewerben teilzunehmen. K\u00f6hler hat jedoch beobachtet, dass die jungen M\u00e4nner das Problem pragmatisch l\u00f6sen, indem sie aus ihren abgeschnittenen Z\u00f6pfen Haarteile fertigen und damit bei den T\u00e4nzen mitmachen.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dferer Einfluss der islamischen Religion<\/p>\n<p>Allerdings lassen sich nicht alle Widerspr\u00fcche zwischen Stadt und Land so leicht \u00fcberbr\u00fccken. Je l\u00e4nger die Wodaabe in den St\u00e4dten leben, desto st\u00e4rker wird der Einfluss der st\u00e4dtischen Mehrheitsgesellschaft: Wodaabe passen sich nicht nur \u00e4u\u00dferlich zunehmend an, auch die Einstellung gegen\u00fcber bestimmten moralischen Fragen \u00e4ndert sich. \u201eEine besondere Rolle spielt dabei die islamische Religion\u201c, sagt Florian K\u00f6hler. \u201eZwar geh\u00f6ren fast alle Wodaabe nominell dem Islam an, doch auf dem Land sind die Regeln etwa zu Eheschlie\u00dfungen oder Geschlechtsverkehr vor der Ehe meist noch eher von der eigenen Tradition bestimmt.\u201c Der st\u00e4dtische Einfluss f\u00fchrt zum Beispiel dazu, dass junge Frauen dazu angehalten werden, einen Schleier zu tragen und nachts nicht mehr aus dem Haus zu gehen.<\/p>\n<p>\u201eInzwischen\u201c, sagt Florian K\u00f6hler, \u201eist die Identit\u00e4t der Wodaabe als Ethnie gleicherma\u00dfen vom Leben in der Savanne wie von dem in der Stadt gepr\u00e4gt. Vor allem junge Menschen, die in der Stadt aufgewachsen sind, bewegen sich dort ebenso selbstverst\u00e4ndlich wie im l\u00e4ndlichen Hirtenlager und schaffen durch best\u00e4ndige Mobilit\u00e4t, durch Kommunikation und Austausch komplexe Verbindungen zwischen diesen beiden Sph\u00e4ren.\u201c Der Ethnologe spricht in diesem Kontext von der translokalen Dimension der st\u00e4dtischen Migration. Translokalit\u00e4t ist ein sozialwissenschaftliches Konzept, das seit einigen Jahren an Bedeutung gewinnt. Demnach sind soziale Bindungen zwischen Menschen nicht zwangsl\u00e4ufig an einen Ort gebunden, sondern bestehen gerade dank moderner Kommunikations- und Transportmittel auch \u00fcber gr\u00f6\u00dfere Entfernungen hinweg. Damit unterscheiden sich translokale Beziehungen von der klassischen Dorfgemeinschaft, deren Mitglieder zugleich an den Heimatort und an die dort ans\u00e4ssigen Menschen gebunden sind. Eine Besonderheit bei den Wodaabe ist, dass sie als nomadische Ethnie von jeher eine translokale Gemeinschaft bilden. Soziale Verbindung \u00fcber eine gewisse Entfernung hinweg aufrecht\u00adzuerhalten, ist daher nichts Neues f\u00fcr sie \u2013 so K\u00f6hlers Beobachtung: Dass die Wodaabe mit Mobilit\u00e4t und der zeitweisen Trennung der sozialen Gruppe kulturell vertraut sind, hilft ihnen, die Verbundenheit der Gemeinschaft auch zwischen Stadt und Savanne zu bewahren.<\/p>\n<p>Das Beispiel der Wodaabe kann auch f\u00fcr uns in Europa neue Perspektiven auf das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen L\u00e4ndern oder Kulturen geben. So halten viele Migrantinnen und Migranten hier ebenfalls Kontakt zu ihrer Herkunftsgemeinschaft, zu ihrer Sprache und Kultur. Gleichzeitig sind sie ein aktiver Teil unserer Gesellschaft \u2013 beides zugleich ist m\u00f6glich. Dar\u00fcber hinaus zeigt sich: Auch bei Menschen, die nicht migriert sind, dehnt sich inzwischen der Freundes- und Verwandtenkreis \u00fcber weitere Entfernungen hinweg aus. Translokalit\u00e4t wird f\u00fcr viele von uns immer allt\u00e4glicher. Vielleicht kann uns diese Gemeinsamkeit helfen, mehr Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Menschen mit Migrationsgeschichte zu entwickeln und den Begriff von Heimat etwas gro\u00df\u00adz\u00fcgiger zu fassen.<\/p>\n<p>Auf den Punkt gebracht<\/p>\n<p class=\"yellowbox\">Seit den 1980er-Jahren siedeln Angeh\u00f6rige der Wodaabe, einer traditionell nomadischen Ethnie, zunehmend in St\u00e4dten und finanzieren auf diese Weise das nomadische Leben in der Savanne mit.<\/p>\n<p class=\"yellowbox\">In der Stadt gibt es eine st\u00e4rkere Ann\u00e4herung an andere Ethnien und eine teilweise Angleichung an die Mehrheitskultur.<\/p>\n<p class=\"yellowbox\">Zugleich stehen die Migranten in engem Kontakt mit den Verwandten auf dem Land und pflegen dadurch auch Traditionen weiter.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nie lange an einem Ort \u2013 so war seit jeher der Alltag der Wodaabe, einer traditionell nomadischen Bev\u00f6lkerungsgruppe&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9208,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[243],"tags":[4768,746,4766,366,4767,4765],"class_list":{"0":"post-9207","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-niger","8":"tag-ethnologische-forschung","9":"tag-migration","10":"tag-mobilitaet","11":"tag-niger","12":"tag-staedte","13":"tag-wodaabe"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116460241855591883","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9207","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9207"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9207\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9208"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9207"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9207"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9207"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}