{"id":9218,"date":"2026-04-24T15:04:54","date_gmt":"2026-04-24T15:04:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9218\/"},"modified":"2026-04-24T15:04:54","modified_gmt":"2026-04-24T15:04:54","slug":"rotes-kreuz-10-000-vermisste-nach-unwetter-in-libyen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9218\/","title":{"rendered":"Rotes Kreuz: 10.000 Vermisste nach Unwetter in Libyen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/libyen-502.jpg\" alt=\"Zerst\u00f6rte Fahrzeuge und besch\u00e4digte Geb\u00e4ude in der Stadt Derna, Libyen\" title=\"Zerst\u00f6rte Fahrzeuge und besch\u00e4digte Geb\u00e4ude in der Stadt Derna, Libyen | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 12.09.2023 \u2022 11:52 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Nach den \u00dcberschwemmungen in Libyen sind allein in der massiv betroffenen Stadt Darna mehr als 300 Tote geborgen worden. Die Regierung rechnet mit mehr als 2.000 Todesopfern. Laut Rotem Kreuz werden 10.000 Menschen vermisst.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach den durch ein Sturmtief ausgel\u00f6sten \u00dcberschwemmungen im Osten Libyens werden nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und Roten Halbmond etwa 10.000 Menschen vermisst.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es k\u00f6nnte &#8222;Tausende&#8220; Todesopfer geben, sagte Organisationsvertreter Tamer Ramadan in einer Videokonferenz zu Journalisten. &#8222;Wir best\u00e4tigen anhand unserer unabh\u00e4ngigen Informationen, dass die Zahl der vermissten Personen bei etwa 10.000 liegt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Allein in der Stadt Darna bargen Helfer mindestens 300 Tote. Das teilte der Libysche Rote Halbmond mit. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet mehr als 1.000 Tote allein in Darna und beruft sich auf den Luftfahrtminister der im Osten herrschenden Regierung, Hichem Chkiuat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Ministerpr\u00e4sident der Regierung im Osten des Landes, Ossama Hamad, hatte zuvor erkl\u00e4rt, man rechne mit mehr als 2.000 Toten in Darna, wo \u00dcberschwemmungen nach Sturm &#8222;Daniel&#8220; D\u00e4mme zum Bersten brachten und ganze Stadtteile wegschwemmten.<\/p>\n<p>    Ganze Wohnblocks weggerissen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hamad, Chef einer von zwei rivalisierenden Regierungen in Libyen, sagte, dass viele Bewohner vermutlich von den Wassermassen weggerissen worden seien, als zwei D\u00e4mme brachen. Sein Gesundheitsminister Othman Abduldschalil erg\u00e4nzte, weitere Opfer seien vermutlich unter Tr\u00fcmmern begraben. Die Regierung erkl\u00e4rte die Gegend zur Katastrophenzone.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bewohner von Darna posteten im Internet Videos von der gewaltigen Zerst\u00f6rung. Am Ufer des Flusses Wadi Darna wurden ganze Wohnblocks weggerissen. Mehrst\u00f6ckige H\u00e4user, die zuvor in deutlichem Abstand zum Fluss gestanden hatten, waren teilweise eingest\u00fcrzt und unter einer Schlammschicht begraben.<\/p>\n<p>    Zahl der Todesopfer unklar<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mehr als 300 Tote wurden in Darna bereits in Massengr\u00e4bern beerdigt, berichtete das libysche Portal &#8222;Babwat Al-Wasat&#8220;. Gesundheitsminister Abduldschalil, sagte dem Fernsehsender Al-Massar, es sei nach wie vor schwer, die genaue Zahl der Toten und Vermissten zu bestimmen. &#8222;Die Leichen lagen in vielen Gebieten der Stadt Darna, die als Resultat der Aush\u00f6hlung vieler Stra\u00dfen und Geb\u00e4udeeinst\u00fcrze f\u00fcr mehrere Stunden lang isoliert war&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>    Bitte um internationale Hilfe<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Abduldschalil sagte der staatlichen Nachrichtenagentur, die Stadt sei unzug\u00e4nglich. Die Lage sei viel schlimmer als zun\u00e4chst erwartet. &#8222;Ein internationales Eingreifen ist n\u00f6tig&#8220;, wurde er zitiert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein Beamter des Stadtrats unterstrich im TV-Sender Libya al-Ahrar die Notwendigkeit einer &#8222;nationalen und internationalen Intervention&#8220;. Der Chef des Pr\u00e4sidialrats, Mohamed al-Manfi, bat im Onlinedienst Facebook &#8222;br\u00fcderliche und befreundete L\u00e4nder und internationale Organisationen&#8220; um Hilfe.<\/p>\n<p>    EU bietet Hilfe an &#8211; T\u00fcrkei schickt Rettungstrupps<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU bot Libyen Hilfe an. &#8222;Wir sind bereit, unsere Partner vor Ort umgehend zu unterst\u00fctzen&#8220;, teilte der f\u00fcr humanit\u00e4re Hilfe und Katastrophenschutz zust\u00e4ndige EU-Kommissar Janez Lenarcic auf der Online-Plattform X (fr\u00fcher Twitter) mit. \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich auch der EU-Au\u00dfenbeauftragte Josep Borrell.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die T\u00fcrkei k\u00fcndigte Hilfe an. Die Regierung schicke drei Flugzeuge mit Rettungs- und Bergungsteams, zwei Such- und Rettungsfahrzeugen und zwei Rettungsbooten, teilte der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdogan auf der Onlineplattform X mit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Rettungsteam bestehe aus Mitgliedern der Gendarmerie, der t\u00fcrkischen Katastrophenschutzbeh\u00f6rde AFAD sowie NGOs und sei 168 Personen stark. Auch Zelte, Decken und Versorgungsg\u00fcter w\u00fcrden geschickt, so Erdogan.<\/p>\n<p>    Schwerste Regenf\u00e4lle seit mehr als 40 Jahren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Neben Darna werden auch aus der K\u00fcstenregion Dschabal Al-Achdar mit den St\u00e4dten Al-Bayda und Susah \u00dcberflutungen gemeldet, betroffen ist auch die weiter westlich gelegene Region Al-Mardsch. Auch die Hafenstadt Bengasi ist betroffen &#8211; dort wurde eine Ausgangssperre verh\u00e4ngt, die Schulen wurden geschlossen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Sturm &#8222;Daniel&#8220; war am Sonntag \u00fcber Libyen gezogen. Die Regierung in der Hauptstadt Tripolis unter Ministerpr\u00e4sident Abdul Hamid Dbaiba sprach von den schwersten Regenf\u00e4llen seit mehr als 40 Jahren. Nach Angaben der Beh\u00f6rden waren Hunderte Menschen in schwer zug\u00e4nglichen Gebieten von der Au\u00dfenwelt abgeschnitten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vom Milit\u00e4r unterst\u00fctzte Rettungsteams versuchten, zu ihnen vorzudringen. Im Osten Libyens befinden sich die gr\u00f6\u00dften Erd\u00f6lfelder und Hafenterminals f\u00fcr den \u00d6lexport. Die nationale \u00d6lf\u00f6rdergesellschaft (NOC) verh\u00e4ngte angesichts der \u00dcberschwemmungen die h\u00f6chste Alarmstufe und fuhr die F\u00f6rderaktivit\u00e4t deutlich zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In Libyen war nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 ein B\u00fcrgerkrieg ausgebrochen. In dem \u00f6lreichen Staat in Nordafrika ringen bis heute zahlreiche Milizen um Einfluss. Derzeit k\u00e4mpfen zwei verfeindete Regierungen mit jeweils einem Sitz im Osten und Westen um die Macht. Alle diplomatischen Bem\u00fchungen, den Konflikt friedlich beizulegen, scheiterten bisher. Der Konflikt wird durch ausl\u00e4ndische Staaten zus\u00e4tzlich befeuert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 12.09.2023 \u2022 11:52 Uhr Nach den \u00dcberschwemmungen in Libyen sind allein in der massiv betroffenen Stadt Darna&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9219,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[286,285,789,988],"class_list":{"0":"post-9218","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-libyen","8":"tag-libya","9":"tag-libyen","10":"tag-ueberschwemmungen","11":"tag-unwetter"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116460304595438989","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9218","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9218"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9218\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9219"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9218"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9218"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9218"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}