{"id":9242,"date":"2026-04-24T15:41:35","date_gmt":"2026-04-24T15:41:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9242\/"},"modified":"2026-04-24T15:41:35","modified_gmt":"2026-04-24T15:41:35","slug":"niger-bmz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9242\/","title":{"rendered":"Niger | BMZ"},"content":{"rendered":"<p>Wegen der sehr hohen Geburtenrate (Fertilit\u00e4tsrate von 6,6) ist Niger dennoch ein Land mit vielen jungen Menschen. 49 Prozent der Bev\u00f6lkerung sind unter 15 Jahre alt. Weil Schulen fehlen oder Kinder, vor allem M\u00e4dchen, sie nicht besuchen k\u00f6nnen, liegt die Alphabetisierungsrate nur zwischen 21 und 33 Prozent. Hinzu kommt die Bedrohung durch Terrorismus und Bandenkriminalit\u00e4t, die oft von den angrenzenden Nachbarl\u00e4ndern (Nigeria, Burkina Faso, Mali, Libyen) nach Niger \u00fcbergreift. Zugleich ist Niger vom Klimawandel besonders betroffen. D\u00fcrren wechseln sich ab mit gro\u00dffl\u00e4chigen \u00dcberschwemmungen (zuletzt im Jahr 2024 mit 1,3 Millionen betroffen Menschen). Sie vernichten kostbares Ackerland und entziehen der Bev\u00f6lkerung die Lebensgrundlage.<\/p>\n<p>Die unsichere Lage hat mit dazu gef\u00fchrt, dass Teile des Milit\u00e4rs am 26. Juli 2023 einen Putsch gegen den gew\u00e4hlten Pr\u00e4sidenten Mohamed Bazoum ver\u00fcbten. Zwar wurde die R\u00fcckkehr zur Demokratie angek\u00fcndigt, doch anderthalb Jahre sp\u00e4ter sind die Fortschritte in diese Richtung unbefriedigend. Deutschland hat aber dennoch ein gro\u00dfes Interesse daran, Niger weiter zu unterst\u00fctzen, damit sich die soziale und wirtschaftliche Lage nicht weiter verschlechtert.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie bei <a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/laender\/mali\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mali<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/laender\/burkina-faso\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Burkina Faso<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/laender\/tschad\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tschad<\/a> gilt es, die Lebensgrundlagen zu sichern und Krisenursachen zu mindern. Das bedeutet f\u00fcr die Entwicklungszusammenarbeit: Sie bleibt in Niger engagiert, passt aber ihr Engagement an die kritischen politischen Rahmenbedingungen an. Bis auf Weiteres wird es keine R\u00fcckkehr zu einer regul\u00e4ren Zusammenarbeit mit der nigrischen Regierung wie vor dem Putsch geben. Die Kooperation wird stattdessen regierungsfern gestaltet: Wie in Mali und Burkina Faso werden weiter keine finanziellen Mittel an die Zentralregierung geleitet, sondern ausschlie\u00dflich an nachgeordnete Beh\u00f6rden, Kommunen, Organisationen der <a data-endpoint=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/service\/lexikon\/zivilgesellschaft-14976?view=asLexiconOverlay\" data-component=\"lexiconLink\" href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/service\/lexikon\/zivilgesellschaft-14976\" class=\"a-lexicon-link\" data-lexicon-item-id=\"14976\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zivilgesellschaft (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)<\/a> und internationale Organisationen, die diese f\u00fcr konkrete Projekte einsetzen. So wird vermieden, dass die Milit\u00e4rregierung von Geldern der Entwicklungszusammenarbeit profitiert.<\/p>\n<p>Zugleich konzentriert sich die Zusammenarbeit darauf, die Lebensbedingungen der Bev\u00f6lkerung unmittelbar zu verbessern \u2013 etwa durch Schaffung neuer Jobs in der Landwirtschaft, Mutter-Kind-Gesundheit, klimaangepasste Anbaumethoden oder Verbesserungen in der Wasserversorgung. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wegen der sehr hohen Geburtenrate (Fertilit\u00e4tsrate von 6,6) ist Niger dennoch ein Land mit vielen jungen Menschen. 49&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2179,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[243],"tags":[366],"class_list":{"0":"post-9242","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-niger","8":"tag-niger"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116460446209589405","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9242","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9242"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9242\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2179"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9242"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9242"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9242"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}