{"id":9496,"date":"2026-04-24T23:17:04","date_gmt":"2026-04-24T23:17:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9496\/"},"modified":"2026-04-24T23:17:04","modified_gmt":"2026-04-24T23:17:04","slug":"un-enttarnen-offenbar-geheimprojekt-in-libyen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9496\/","title":{"rendered":"UN enttarnen offenbar Geheimprojekt in Libyen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/libyen-457.jpg\" alt=\"K\u00e4mpfer der von den Vereinten Nationen unterst\u00fctzten libyschen Regierung des Nationalen Abkommens(GNA) stehen auf ihrem Fahrzeug\" title=\"K\u00e4mpfer der von den Vereinten Nationen unterst\u00fctzten libyschen Regierung des Nationalen Abkommens(GNA) stehen auf ihrem Fahrzeug | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 25.05.2020 \u2022 12:29 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Es klingt wie ein Spionagethriller &#8211; ist aber ein UN-Report: Vor der K\u00fcste Libyens sollten laut einem Medienbericht westliche Einsatzkr\u00e4fte t\u00fcrkische Schiffe stoppen &#8211; und so den abtr\u00fcnnigen General Haftar unterst\u00fctzen.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im B\u00fcrgerkriegsland Libyen war offenbar eine Geheimmission privater Einsatzkr\u00e4fte im Gange &#8211; gelenkt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das geht aus einem Bericht der Vereinten Nationen hervor, aus dem die Nachrichtenagenturen dpa und Bloomberg zitieren. Dubiose Sicherheitsfirmen wollten demnach den libyschen Warlord Chalifa Haftar unterst\u00fctzen &#8211; und schmuggelten dazu Hubschrauber und planten \u00dcberf\u00e4lle auf\u00a0Schiffe im Mittelmeer.<\/p>\n<p>    Als Wissenschaftler ausgegeben<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Nachrichtenagentur dpa konnte den knapp 80 Seiten langen, vertraulichen UN-Bericht einsehen. Ende Juni 2019 stiegen demzufolge mindestens 20 Personen\u00a0im jordanischen Amman in eine Turboprop-Frachtmaschine. Sie kommen aus\u00a0Australien, Frankreich, Malta, S\u00fcdafrika, Gro\u00dfbritannien und den USA.\u00a0Offiziell sind sie im Auftrag der Wissenschaft unterwegs und\u00a0sollen in Libyen &#8222;geophysikalische und hyperspektrale Untersuchungen&#8220; im Auftrag Jordaniens ausf\u00fchren. Doch der UN-Bericht nennt das eine\u00a0&#8222;Vertuschungsgeschichte&#8220;.<\/p>\n<p>    Unterst\u00fctzung f\u00fcr Haftar?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es handelt sich den Informationen zufolge um Mitglieder privater Milit\u00e4rfirmen, ihr Plan ist weit weniger friedlich. Ihr Ziel ist Bengasi im Osten des B\u00fcrgerkriegslandes. Bengasi ist die Hochburg des m\u00e4chtigen Generals Haftar, der vor mehr als einem Jahr eine Offensive auf die Hauptstadt Tripolis im Westen startete und dort die international anerkannte Einheitsregierung des Landes st\u00fcrzen will. Zu seinen Verb\u00fcndeten z\u00e4hlen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Russland, Frankreich und \u00c4gypten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Immer wieder gab es Berichte \u00fcber illegale Lieferung von\u00a0Waffen. Ein UN-Bericht kam j\u00fcngst zu dem Schluss, dass sich bis zu 1200 Paramilit\u00e4rs einer russischen Sicherheitsfirma im Land bef\u00e4nden.<\/p>\n<p>    Sollten Versorgungswege unterbrochen werden?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch der Marsch Haftars auf Tripolis blieb trotzdem stecken, was auch an der ausl\u00e4ndischen Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Einheitsregierung lag: Regierungschef Fajis Al-Sarradsch hat Italien, Katar und die T\u00fcrkei auf seiner Seite. Waffenlieferungen aus Ankara trotz eines geltenden UN-Embargos f\u00fcr das ganze Land sind gut dokumentiert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hier kommen die eingeflogenen Einsatzkr\u00e4fte ins Spiel, die von den Experten ausdr\u00fccklich nicht als\u00a0&#8222;S\u00f6ldner&#8220; bezeichnet werden. Sie sollen demnach den Waffennachschub aus der T\u00fcrkei abfangen. &#8222;Das Gremium ist der Ansicht, dass ein Ziel von Projekt &#8218;Opus&#8216; darin bestand, (Haftar) mit der F\u00e4higkeit auszustatten, den Seeweg f\u00fcr Waffen von der T\u00fcrkei zur Einheitsregierung in\u00a0Tripolis\u00a0zu unterbrechen&#8220;.<\/p>\n<p>    Kampfhubschrauber und -boote beschafft<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das belege auch eine ausgewertete Unterhaltung Beteiligter: In ihr hei\u00dfe\u00a0es, die Aufgabe sei es, &#8222;feindliche Versorgungsschiffe zu betreten und zu durchsuchen&#8220;. Auch von einer &#8222;maritimen Angriffsgruppe&#8220; sei die Rede gewesen. Die Planung der geheimen Operation wurde dabei nach Ansicht der Experten vor allem von Firmen mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgef\u00fchrt &#8211; namentlich hebt der Bericht &#8222;Lancaster6&#8220; und &#8222;Opus Capital Asset&#8220; hervor. Von ihnen seien sechs Milit\u00e4rhelikopter &#8211; drei vom Typ &#8222;Super Puma&#8220; und drei A\u00e9rospatiale SA 341 &#8211; Mitte Juni 2019 in S\u00fcdafrika beschafft, zun\u00e4chst auf dem Landweg nach Botsuana gebracht und von dort nach Bengasi geflogen worden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zur gleichen Zeit, Tausende Kilometer entfernt: Am S\u00fcdzipfel Europas, in Malta, mietete &#8222;Opus Capital Asset&#8220; dem Bericht zufolge zwei Milit\u00e4rschlauchboote f\u00fcr einen Tagessatz von 5000\u00a0Euro f\u00fcr insgesamt 90 Tage.\u00a0Wie die Helikopter sollten sie demnach mit Maschinengewehren best\u00fcckt werden. Am 27. Juni wurden die Boote nach Bengasi gebracht. Alles war vorbereitet, als die Einsatzkr\u00e4fte Ende Juni mit der Frachtmaschine in der libyschen\u00a0Stadt landen. Im S\u00fcden Bengasis seien sie\u00a0den Angaben zufolge in einer gro\u00dfz\u00fcgigen Wohnanlage untergekommen, besch\u00fctzt\u00a0von einer \u00f6rtlichen Miliz.<\/p>\n<p>    Pl\u00f6tzliches Ende<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch schon am 2. Juli &#8211; keine Woche nach ihrer Ankunft &#8211; brach ihr Anf\u00fchrer die Operation pl\u00f6tzlich ab. Noch am Abend bestieg\u00a0die Gruppe\u00a0die beiden Schlauchboote im Hafen von Bengasi, eines von ihnen mussten sie wegen eines Schadens zur\u00fccklassen. Nach einer 15-st\u00fcndigen Fahrt bei Nacht \u00fcber das Mittelmeer kam\u00a0sie in\u00a0Valetta auf Malta an.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Hintergr\u00fcnde bleiben auch f\u00fcr die Experten r\u00e4tselhaft: &#8222;Das Gremium hat den Grund f\u00fcr die Evakuierung und das Zur\u00fccklassen von Verm\u00f6genswerten in Libyen noch nicht ermittelt.&#8220; Doch auf Malta habe schon ein Anwalt f\u00fcr die Gruppe bereitgestanden, und auch eine neue Vertuschungsgeschichte:\u00a0Die Personen seien \u00d6larbeiter und h\u00e4tten Libyen wegen Unruhen schnellstm\u00f6glich verlassen m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 25.05.2020 \u2022 12:29 Uhr Es klingt wie ein Spionagethriller &#8211; ist aber ein UN-Report: Vor der K\u00fcste&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9497,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[286,285,485],"class_list":{"0":"post-9496","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-libyen","8":"tag-libya","9":"tag-libyen","10":"tag-un"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116462239270564448","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9496","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9496"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9496\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9497"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9496"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9496"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9496"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}