{"id":9539,"date":"2026-04-25T01:02:04","date_gmt":"2026-04-25T01:02:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9539\/"},"modified":"2026-04-25T01:02:04","modified_gmt":"2026-04-25T01:02:04","slug":"dr-kongo-hebt-kobalt-exportstopp-auf-und-deckelt-ausfuhren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9539\/","title":{"rendered":"DR Kongo hebt Kobalt-Exportstopp auf und deckelt Ausfuhren"},"content":{"rendered":"<p class=\"post-teaser\">Nach sieben Monaten Exportbann setzt der Kongo auf Kontingente und begrenzt die Ausfuhren deutlich unter Vorjahresniveau. Produzenten reagieren gespalten.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tvom 23. September 2025\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t5 Min<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/406703371-1024x650.jpg\" alt=\"DR Kongo hebt Kobalt-Exportstopp auf und deckelt Ausfuhren\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"sync\" width=\"1024\" height=\"650\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tpicture alliance \/ Zoonar \/ Aleksey Butenkov<\/p>\n<p>Die Demokratische Republik Kongo hebt den seit Februar <a href=\"https:\/\/www.miningscout.de\/blog\/2025\/02\/26\/dr-kongo-setzt-kobaltexporte-wegen-ueberangebot-aus\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">geltenden Exportstopp f\u00fcr Kobalt<\/a> zum 16. Oktober auf und ersetzt ihn durch ein Quotensystem. Die Regierung will damit die globale Versorgung steuern und gleichzeitig den heimischen Sektor stabilisieren. Branchenbeobachter erwarten steigende Preise und ein engeres Marktumfeld.<\/p>\n<p>Laut der zust\u00e4ndigen Regulierungsbeh\u00f6rde sollen die Exportrechte der Unternehmen auf Basis historischer Ausfuhren zugeteilt werden. F\u00fcr den Rest des Jahres 2025 sind bis zu 18.125 Tonnen erlaubt, 2026 und 2027 gelten j\u00e4hrliche Obergrenzen von jeweils 96.600 Tonnen. Zudem beh\u00e4lt sich die Beh\u00f6rde viertelj\u00e4hrliche Anpassungen bei deutlichen Marktverschiebungen vor.<\/p>\n<p>Quoten begrenzen Ausfuhren unter vorheriges Niveau<\/p>\n<p>Die neuen Limits liegen klar unter der 2024 im Kongo gef\u00f6rderten Menge von rund 220.000 Tonnen, was das globale Angebot merklich d\u00e4mpfen d\u00fcrfte. Der Staat, der f\u00fcr etwa 70 bis 72 % der Weltminenproduktion steht, koppelt die Zuteilung an die Leistungsbilanz der Unternehmen. Zehn Prozent der Volumina werden f\u00fcr &#8222;strategische nationale Projekte&#8220; reserviert; \u00fcberz\u00e4hlige Best\u00e4nde kann der Regulator zur\u00fcckkaufen.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.miningscout.de\/blog\/2025\/09\/19\/kobalt-comeback-trotz-schwacher-ev-verkaeufe-und-exportbremse\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/453735871-300x168.jpg\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Kobalt-Comeback trotz schwacher EV-Verk\u00e4ufe und Exportbremse\" width=\"217\" height=\"160\" class=\"max-width\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>Wie die Financial Times berichtet, erwarten Marktbeobachter eine sp\u00fcrbare Verengung: Project Blue rechnet damit, dass der Kobaltmarkt infolge der neuen Exportlimits vom \u00dcberschuss in ein Defizit kippt \u2013 voraussichtlich ab 2026. Dazu passend sagt Ben Davis (RBC), die Ma\u00dfnahmen strafften den Markt und g\u00e4ben den Preisen Auftrieb. Das entspricht dem Regierungsziel, Lagerbest\u00e4nde abzubauen.<\/p>\n<p>Lagerst\u00e4nde deuten auf knappes Angebot<\/p>\n<p>Selbst mit der Freigabe bleibt das Angebot zun\u00e4chst knapp: Der Versand vom Kongo nach China, dem wichtigsten Raffinationsstandort, dauert rund drei Monate. &#8222;Raffinierlager erreichen im September kritische Schwellen&#8220;, sagte Alexander Cook von Fastmarkets. Damit k\u00f6nnte die Preiserholung, die bereits eingesetzt hat, kurzfristig an Tempo gewinnen.<\/p>\n<p>Die Regierung will zugleich mehr Wertsch\u00f6pfung im Land verankern und strebt zus\u00e4tzliche Verarbeitungsschritte vor Ort an. Gespr\u00e4che mit den USA \u00fcber ein m\u00f6gliches Mineralienabkommen laufen, zugleich sollen die bestehenden Beziehungen zu chinesischen Produzenten gepflegt werden. Chinesische Gruppen kontrollieren gro\u00dfe Teile der weltweiten Produktion und Verarbeitung. Pr\u00e4sident F\u00e9lix Tshisekedi betonte in New York, die vertiefte Zusammenarbeit mit den USA bedeute nicht, &#8222;die eigenen Rohstoffe zu versteigern&#8220;; vielmehr wolle man gemeinsam Wertsch\u00f6pfungsketten und Infrastruktur \u2013 mit Fokus auf Energie \u2013 ausbauen. Er verwies zugleich auf eine bereits bestehende strategische Partnerschaft mit China und laufende Verhandlungen \u00fcber eine \u00e4hnliche Vereinbarung mit den USA.<\/p>\n<p>Produzenten reagieren geteilt<\/p>\n<p>Die Quoten finden nach Reuters-Angaben Unterst\u00fctzung bei Glencore, sto\u00dfen jedoch auf Widerstand bei CMOC, dem weltweit f\u00fchrenden Produzenten von Kobalt. Parallel erschweren Konflikte im Osten des Kongos die Lage. Die Regierung sieht einen Zusammenhang zwischen illegalem Abbau und der Finanzierung der M23-Rebellen. Der bedeutende Anteil informeller F\u00f6rderung verkompliziert zudem R\u00fcckverfolgbarkeit und Compliance. Laut Tshisekedi hat das am 27. Juni unter US-Vermittlung geschlossene Abkommen mit Ruanda die Gefechte bislang nicht beruhigt; Kinshasa fordert weiterhin, dass Kigali seine mutma\u00dfliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr M23 beendet. Teile des US-Fahrplans sehen Umsetzungsfristen bereits in diesem Monat vor. Die Einhaltung gilt jedoch als fraglich, solange die Lage im Osten angespannt bleibt. Fortschritte gibt es beim Thema Gefangenenaustausch: Man warte auf das &#8222;Go&#8220; des Roten Kreuzes, um den Austausch einzuleiten.<\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rden behalten sich vor, Kontingente an die Marktlage und den Fortschritt lokaler Raffination zu binden. Damit entsteht f\u00fcr Abnehmer zwar mehr Planbarkeit als unter dem Exportbann, jedoch bleibt die Versorgung unsicherer als bei freien Ausfuhren. F\u00fcr Hersteller von Elektrofahrzeugen, deren Batterien teilweise Kobalt nutzen, sind Preis- und Lieferrisiken entsprechend gestiegen. Politische Risiken \u2013 vom stockenden Friedensprozess bis zu regionalen Spannungen \u2013 bleiben ein relevanter Preistreiber und k\u00f6nnen die Verf\u00fcgbarkeit zus\u00e4tzlich beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach sieben Monaten Exportbann setzt der Kongo auf Kontingente und begrenzt die Ausfuhren deutlich unter Vorjahresniveau. 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