{"id":9607,"date":"2026-04-25T04:45:59","date_gmt":"2026-04-25T04:45:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9607\/"},"modified":"2026-04-25T04:45:59","modified_gmt":"2026-04-25T04:45:59","slug":"immer-mehr-menschen-gelangen-von-libyen-per-boot-nach-kreta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9607\/","title":{"rendered":"Immer mehr Menschen gelangen von Libyen per Boot nach Kreta"},"content":{"rendered":"<p> <img width=\"400\" height=\"225\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/fluechtlinge_boot_griechenland_meer_kreta_migration_flucht-400x225.jpg\" class=\"attachment-400x225 size-400x225 wp-post-image\" alt=\"Fl\u00fcchtling, Boot, Schiff, Griechenland, Kreta, Migration, Meer, K\u00fcste\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\"  \/><\/p>\n<p> Gefl\u00fcchtete auf dem Boot an einer griechischen K\u00fcste \u00a9 Costas Metaxakis\/AFP<\/p>\n<p>Zu Hunderten kommen Menschen von Libyen aus auf Kreta an. F\u00fcr die \u00dcberfahrt zahlen sie Tausende Euros an Schlepper \u2013 weil es keine legalen Fluchtwege mehr gibt. Nun schaltet sich die EU-Kommission ein. Die zahlt Libyen Millionen f\u00fcr Grenzschlie\u00dfung.<\/p>\n<p>  Montag, 07.07.2025, 11:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 07.07.2025, 10:09 Uhr  Lesedauer: 2 Minuten\u00a0 | \u00a0   <\/p>\n<p>Nach Angaben der griechischen K\u00fcstenwache sind seit Freitag rund 750 Migranten auf Kreta eingetroffen, die ihre \u00dcberfahrt von der libyschen K\u00fcste aus angetreten hatten. Das <a href=\"https:\/\/www.ertnews.gr\/perifereia\/kriti-nees-afikseis-allodapon-notia-tou-irakleiou\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">berichtete der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk<\/a> (ERTnews) unter Berufung auf die Beh\u00f6rden. 430 dieser Menschen wurden den Angaben zufolge s\u00fcdlich der Touristeninsel von Frachtschiffen aufgenommen und an die K\u00fcstenwache \u00fcbergeben. Die <a href=\"https:\/\/www.marinetraffic.com\/el\/ais\/home\/centerx:23.8\/centery:34.8\/zoom:9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Route von der Region der libyschen Hafenstadt Tobruk nach Kreta<\/a> entwickelt sich demnach zunehmend zu einer der wichtigsten Fluchtrouten \u00fcber das Mittelmeer.<\/p>\n<p>Nach <a href=\"https:\/\/data.unhcr.org\/en\/situations\/europe-sea-arrivals\/location\/24489\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Angaben des UN-Fl\u00fcchtlingshilfswerks UNHCR<\/a> sind dieses Jahr bis Ende Juni insgesamt 16.848 Migranten per Boot in Griechenland angekommen. Allein auf Kreta wurden bis Ende Juni 7.135 Ank\u00fcnfte registriert. Die Zahl der auf Kreta eingetroffenen Migranten stiegt nach Angaben des f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.hcg.gr\/el\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">K\u00fcstenwache<\/a> zust\u00e4ndigen Ministers Vassilis Kikilias im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um rund 350 Prozent. Dies sagte er dem griechischen Rundfunk.<\/p>\n<p>EU-Politiker wollen nach Tripolis<\/p>\n<p>Besorgt \u00fcber die Entwicklungen auf der Route zwischen Libyen und Kreta will in der kommenden Woche der EU-Kommissar f\u00fcr Inneres und Migration, Magnus Brunner, gemeinsam mit den Migrationsministern Griechenlands, Maltas und Italiens die libysche Regierung in Tripolis besuchen. Brunner hatte bei einem Besuch in Athen k\u00fcrzlich erkl\u00e4rt, der Termin in Libyen sei von gro\u00dfer Bedeutung. Die EU wolle damit zeigen, dass sie in Zusammenhang mit dieser Route, die Schleuser benutzen, um Menschen nach Europa zu bringen, geschlossen handelt.<\/p>\n<p>Offiziere der griechischen K\u00fcstenwache gehen davon aus, dass im Raum Tobruk Tausende Menschen auf eine Gelegenheit warten, nach Europa \u00fcberzusetzen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Beh\u00f6rdenkreisen erfuhr. Pro Kopf zahlen die Menschen Schleuserbanden nach eigenen Angaben f\u00fcr die gut 300 Kilometer lange Fahrt Tobruk-Kreta zwischen 4.000 und 6.000 Euro, wie kretische Medien berichten.<\/p>\n<p>EU zahlt Millionen f\u00fcr Grenzschutz<\/p>\n<p>Hohe Preise k\u00f6nnen Schleuser verlangen, weil es f\u00fcr Menschen nahezu <a href=\"https:\/\/www.migazin.de\/2024\/08\/22\/mangels-legaler-fluchtwege-schleuserkriminalitaet-2023-deutlich-gestiegen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">keine legalen Fluchtwege<\/a> mehr gibt. Die EU-Politik hat nach und nach alle Wege in die EU geschlossen. Hinzu kommen umstrittene <a href=\"https:\/\/www.migazin.de\/2024\/12\/18\/fluechtlingspolitik-eu-abschluss-fluechtlingspakten-jordanien-marokko\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pakte mit afrikanischen Regimes<\/a>. Sie sollen ihre Grenzen dichtmachen f\u00fcr Menschen, die Richtung Europa fl\u00fcchten wollen. Im Gegenzug zahlt die EU viele Millionen Euro und r\u00fcstet die L\u00e4nder mit Grenzschutztechnologie aus. Beobachtern zufolge wird es beim Besuch in Tripolis darum gehen, Druck auszu\u00fcben und dem <a href=\"https:\/\/www.migazin.de\/2023\/11\/29\/studie-fluechtlingspakt-eu-menschenrechtsverletzungen-tunesien-libyen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zweck der Geldzahlungen<\/a> Nachdruck zu verleihen.<\/p>\n<p>Menschenrechtler kritisieren die EU-Politik scharf. Europa gebe vor, Schleuser zu bek\u00e4mpfen, tats\u00e4chlich f\u00f6rdere sie ihr Gesch\u00e4ft sogar durch Grenzschlie\u00dfungen. Den Menschen bleibe keine andere M\u00f6glichkeit, als ihr Leben in die H\u00e4nde von Schleusern zu geben. Gleichzeitig finanziere die EU mit den Geldzahlungen dubiose Regimes in afrikanischen L\u00e4ndern. Viele dieser L\u00e4nder stehen im Verdacht, <a href=\"https:\/\/www.migazin.de\/2025\/02\/11\/massengraeber-von-gefluechteten-in-libyen-entdeckt\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">massive Menschenrechtsverletzungen<\/a> zu begehen. Aufgegriffene Gefl\u00fcchtete w\u00fcrden inhaftiert, gefoltert, in <a href=\"https:\/\/www.migazin.de\/2024\/05\/22\/asylpolitik-eu-partnerlaender-gefluechtete-wueste\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">W\u00fcsten ausgesetzt<\/a> oder sogar hingerichtet. (dpa\/mig)  Aktuell Panorama <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gefl\u00fcchtete auf dem Boot an einer griechischen K\u00fcste \u00a9 Costas Metaxakis\/AFP Zu Hunderten kommen Menschen von Libyen aus&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9608,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[286,285],"class_list":{"0":"post-9607","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-libyen","8":"tag-libya","9":"tag-libyen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116463532923182306","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9607","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9607"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9607\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9608"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9607"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9607"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9607"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}