{"id":9623,"date":"2026-04-25T05:11:56","date_gmt":"2026-04-25T05:11:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9623\/"},"modified":"2026-04-25T05:11:56","modified_gmt":"2026-04-25T05:11:56","slug":"namibia-safari-im-caprive-streifen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9623\/","title":{"rendered":"Namibia: Safari im Caprive-Streifen"},"content":{"rendered":"<p class=\"\">\n                    \u201eLasst blo\u00df nichts drau\u00dfen liegen! Keine Brille. Keinen Schmuck. Keine Kamera. Sonst k\u00f6nnt ihr es auch gleich wegschmei\u00dfen.\u201c Francois Visser meint es ernst: Der sonst so schabernackige Driver-Guide hat schon manches Mal G\u00e4ste-Tr\u00e4nen trocknen m\u00fcssen, weil die flinken Inventar-Meerkatzen blitzschnell zuschlagen bei sorglosen Touristen. Direkt vor den Balkonen der Namushasha River Lodge n\u00e4mlich toben sie durchs Ge\u00e4st der B\u00e4ume und flitzen gern auch mit Affenzahn \u00fcber die D\u00e4cher der Bungalows. Eine durchaus putzige Show, wenn man denn die T\u00fcren fest schlie\u00dft und die Warnung beherzigt.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die Lodge, in der auf Schildern auch immer wieder vor Krokodilen und Flusspferden gewarnt wird, liegt direkt am Kwando River im \u00e4u\u00dfersten Nordosten Namibias. Dort, im schmalen und lang gestreckten Caprivi-Zipfel, stehen im Bwabwata-Nationalpark fast 5000 Quadratkilometer Natur unter strengem Schutz. Im Norden begrenzt von Angola, im S\u00fcden von Botswana, im Westen vom Okavango-Fluss und im Osten vom Kwando, ist das Gebiet folglich ein Paradies f\u00fcr Tiere und f\u00fcr Menschen, die sie gern in Freiheit beobachten. Durch offene Grenzen und ohne Z\u00e4une wechseln sie ungehindert zwischen den L\u00e4ndern hin und her \u2013 mitunter sogar in riesigen Herden.\n            <\/p>\n<p>\n                                Im Kwando sind sie der Boss. Und so friedlich, als k\u00f6nnten sie kein W\u00e4sserchen tr\u00fcben.<br \/>\n                            Foto: Ekkehart Eichler<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/namushasha-bootstour.jpg\" title=\"Im Kwando sind sie der Boss. Und so friedlich, als k\u00f6nnten sie kein W\u00e4sserchen tr\u00fcben.\" alt=\"Im Kwando sind sie der Boss. Und so friedlich, als k\u00f6nnten sie kein W\u00e4sserchen tr\u00fcben.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"227\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" src=\"\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>            Mit Pirsch-Profi zum Safari-Gl\u00fcck <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Einen Vorgeschmack davon bekommt jeder bereits auf dem 200 Kilometer langen Trans-Caprivi-Highway von Divundu nach Namushasha. Immer wieder kreuzen Giraffen, Gnus, Impalas und Zebras den Weg. Mal von links aus Angola. Mal von rechts aus Botswana. Am Stra\u00dfenrand moddern sich Warzenschweine zu bis \u00fcber die Ohren, im Buschwerk fressen Elefanten sich satt an saftigen Bl\u00e4ttern. Ein Auftakt nach Ma\u00df, der perfekt einstimmt auf die Abenteuer der Pirsch im Bwabwata selbst.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Wer sich dabei einem Profi anvertraut, ist definitiv auf der Safari-Sonnenseite. Zum einen, weil Pisten und Wege f\u00fcr Allrad-Laien durchaus anspruchsvoll und labyrinthisch sind. Zum zweiten, weil man sich so ganz und gar auf Umgebung und Tiere konzentrieren kann. Vor allem aber, weil es ohne Sp\u00fcrsinn, Instinkt, Geduld und Erfahrung des Experten viele Gl\u00fccksmomente gar nicht g\u00e4be. Ohne Francois\u00b4 Adleraugen etwa h\u00e4tten wir die schnarchenden L\u00f6wen im Gras nie und nimmer entdeckt, die nur f\u00fcr Sekunden mal die K\u00f6pfe hoben zum Sch\u00fctteln der M\u00e4hnen beim G\u00e4hnen. Wir h\u00e4tten die Geier verpasst, die sich einen B\u00fcffelkadaver unter die scharfen Schn\u00e4bel gerissen hatten. Wir h\u00e4tten den Pavian nicht knipsen k\u00f6nnen, der wie ein K\u00f6nig auf seiner Astgabel thronte und sozusagen Hof hielt. Dank Francois\u00b4 Bauchgef\u00fchl donnerte die B\u00fcffelherde frontal vor uns \u00fcber den Weg. Dank seiner Sp\u00fcrnase zog die Elefantenherde mit sage und schreibe 300 Tieren direkt vor uns vorbei durchs Marschland \u2013 und so weiter, und so fort.\n            <\/p>\n<p>\n                                Wer mit dem Boot auf dem Kwando unterwegs ist, der trifft auf jeden Fall Flusspferde.<br \/>\n                            Foto: Ekkehart Eichler<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/namushasha-bootstour-doppelkopf.jpg\" title=\"Wer mit dem Boot auf dem Kwando unterwegs ist, der trifft auf jeden Fall Flusspferde.\" alt=\"Wer mit dem Boot auf dem Kwando unterwegs ist, der trifft auf jeden Fall Flusspferde.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"250\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" src=\"\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>            Mit Lodge-Boot ins Hippo-Reich<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Tags darauf: Wechsel von Gef\u00e4hrt und Perspektive. Mit dem Lodge-Boot geht es auf dem Kwando gem\u00e4chlich gen Norden, und auch das Programm im Flusskino nimmt dramaturgisch ganz behutsam Fahrt auf. Mit bl\u00fchenden Seerosen und gefiederten Sch\u00f6nheiten: ein schn\u00e4belndes Bienenfresser-P\u00e4rchen, ein badender Waffenkiebitz, ein fliegender Sattelstorch, ein fischender Goliathreiher. Ein Fischadler sp\u00e4ht nach Beute vom Wipfel eines Totholzbaumes, eine Rote Moorantilope steht ausgiebig Modell, und auch ein Prachtb\u00fcffelbulle hat die Ruhe weg \u2013 alles ganz friedlich, alles ganz entspannt.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Urpl\u00f6tzlich aber \u00e4ndert sich alles: \u201eFesthalten!\u201c, br\u00fcllt der Steuermann und gibt Vollgas. Das Boot schie\u00dft nach vorn, und das keine Sekunde zu sp\u00e4t. Nur ein paar Arml\u00e4ngen vom Steuerbord-Rumpf entfernt, platschen die zentnerschweren K\u00f6rper mehrerer Flusspferde ins Wasser. Offenbar beim Grasen gest\u00f6rt von den Eindringlingen im Revier machen hier sechs ausgewachsene Kolosse nebst einigen Kindern unmissverst\u00e4ndlich klar, wer hier das Sagen hat. Erst 50 Meter weiter stoppt das Boot und legt sich hinter ein sch\u00fctzendes Seerosenfeld. Mit bestem Blick auf die braunen Brummer, die jetzt so friedfertig im Wasser abh\u00e4ngen als k\u00f6nnten sie kein W\u00e4sserchen tr\u00fcben.\n            <\/p>\n<p>\n                Bilderstrecke:\n            <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.noz.de\/lebenswelten\/reisen-freizeit\/galerie\/safari-in-namibias-norden-besuch-bei-dem-flusspferden-am-kwando-river-49718172\" title=\"Besuch bei dem Flusspferden am Kwando River\" class=\"text--reset\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/namushasha-bootstour-opener.jpg\" title=\"Diesen Monster-Klappen kommt man besser nicht zu nahe\" alt=\"Diesen Monster-Klappen kommt man besser nicht zu nahe\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"211\"\/>Kamera IconKamera Icon 12 Bilder<\/p>\n<p>                    Besuch bei dem Flusspferden am Kwando River<br \/>\n                <\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Ob es gef\u00e4hrlich war, wollen wir wissen. \u201eSchwer zu sagen\u201c, antwortet Francois: \u201eSie wirken harmlos und beh\u00e4big, aber sie sind leicht erregbar. Wenn ihnen zum Beispiel wie eben ein Boot zu nahe kommt, reagieren sie oft ziemlich aggressiv. Und ihre Z\u00e4hne sind nun mal t\u00f6dliche Waffen.\u201c W\u00e4hrend langsam der Schreck aus den Knochen verfliegt und der Faszination des Beobachters weicht, erz\u00e4hlt der Guide leise noch einiges mehr \u00fcber Afrikas gef\u00e4hrlichstes S\u00e4ugetier, dem jedes Jahr angeblich 100 Menschen zum Opfer fallen. Ihre elfenbeinernen Eckzahn-Hauer sind mit glashartem Schmelz \u00fcberzogen und k\u00f6nnen bis zu 60 Zentimeter lang werden. Ihre Kiefer haben die Kraft eines Vorschlaghammers; mit einem einzigen Biss erzeugen sie einen Druck von mehreren Tonnen. Gef\u00e4hrlich sind die vermeintlich so plumpen Veganer aber auch durch ihr Tempo \u2013 man mag es kaum glauben, aber Hippos k\u00f6nnen bis zu vierzig Stundenkilometern schnell rennen.\n            <\/p>\n<p>\n                                Aber diesen Monster-Klappen kommt man besser nicht zu nahe.<br \/>\n                            Foto: Ekkehart Eichler<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1777093916_334_namushasha-bootstour.jpg\" title=\"Aber diesen Monster-Klappen kommt man besser nicht zu nahe.\" alt=\"Aber diesen Monster-Klappen kommt man besser nicht zu nahe.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"268\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" src=\"\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>            Flusspferde: Die Mega-Show der Monster-Klappen<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Pl\u00f6tzlich unterbricht er: \u201ePasst auf! Macht die Kameras klar. Gleich geht die Show los.\u201c Keine Ahnung, woher er das wei\u00df, keine drei Sekunden sp\u00e4ter \u00f6ffnet sich tats\u00e4chlich das erste Scheunentor. Weit und immer weiter. Bis es schlie\u00dflich im rechten Winkel verharrt. Und langsam wieder zuklappt. Wenig sp\u00e4ter geht ein zweites Riesenmaul auf. Ebenso weit. Ebenso beeindruckend. Mit der ganzen Pracht der 44 scharfen Eck-, Schneide- und Backenz\u00e4hne. Noch toller treibt es der dritte Kraftprotz: Er rei\u00dft sein Maul nicht nur irre weit auf, er schraubt sich gleichzeitig so weit aus dem Wasser, dass seine gewaltige Baggerschaufel fast horizontal gen Himmel steht \u2013 was f\u00fcr ein Anblick!\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Eine halbe Stunde lang geht das so weiter. Reihum. Maul auf. Maul zu. Augen auf. Augen zu. Ohrenwackeln. Abtauchen. Auftauchen. Ohrenwackeln. Augen auf. Augen zu. Maul auf. Maul zu. Ob G\u00e4hnreflex oder Kraftmeierei, ob Wettbewerb oder einfach nur gro\u00dfe Klappe \u2013 v\u00f6llig egal. Dieses Schauspiel wird keiner je wieder vergessen. Mit den Hippos auf dem Kwando im Caprivi in Namibia.\n            <\/p>\n<p>Mehr Informationen:<\/p>\n<p>Trip-Tipps f\u00fcr Namibiagr\u00f6\u00dfer alsGr\u00f6\u00dfer als Zeichen<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Anreise: <a href=\"https:\/\/www.lufthansa.com\/xx\/de\/fluege\/flug-frankfurt-windhoek#Cabin=E \" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Discover Airlines und Lufthansa<\/a> fliegen 6x pro Woche direkt von Frankfurt nach Windhoek; Tickets ab 645 Euro, Flugzeit 10,15 Stunden, Ankunft 9:15 Uhr morgens.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Einreise: Deutsche Touristen ben\u00f6tigen seit 1. April 2025 ein kostenpflichtiges Visum, das vorab online (e-Visa) oder bei Ankunft (\u201cVisa on Arrival\u201c) beantragt werden kann. Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate g\u00fcltig sein. Erforderlich au\u00dferdem: R\u00fcckflugtickets und Nachweise \u00fcber Unterkunft und finanzielle Mittel\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    \u00dcbernachtung: <a href=\"https:\/\/www.divava.com\/de\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Divava Okavango Resort und Spa<\/a> am Westrand des Bwabwata-NP, 2P im Chalet\/HP ab 312 Euro; <a href=\"https:\/\/store.gondwana-collection.com\/de\/accommodation\/namushasha-river-lodge\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Gondwana Namushasha River Lodge<\/a> am Ostrand des NP, 2P im Standardzimmer\/F ab 268 Euro;\u00a0Beide Lodges bieten auch Pirschfahrten im NP sowie Bootstouren auf Okavango\/Kwando an\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Pauschal: <a href=\"https:\/\/www.gebeco.de \" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"nofollow\">Gebeco<\/a> hat Namibia mit insgesamt 19 Erlebnisreisen, Studienreisen und Privatreisen zwischen 9 und 20 Tagen Reisedauer im Programm. Die im Artikel beschriebenen Pirschfahrten im Caprivi und Bwabwata-Nationalpark sind u.a. enthalten in der <a href=\"https:\/\/www.gebeco.de\/reisen\/namibia-naturparadies-caprivi\/P57026Z\/01.01.2026\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">13t\u00e4gigen Privatreise \u201eNamibia \u2013 Naturparadies Caprivi\u201c<\/a> ab 5.945 Euro\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Weitere Infos unter <a href=\"https:\/\/www.namibia-tourism.com\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Namibia Tourism<\/a>.\n            <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eLasst blo\u00df nichts drau\u00dfen liegen! Keine Brille. Keinen Schmuck. Keine Kamera. 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