{"id":9676,"date":"2026-04-25T07:03:57","date_gmt":"2026-04-25T07:03:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9676\/"},"modified":"2026-04-25T07:03:57","modified_gmt":"2026-04-25T07:03:57","slug":"waffenembargo-gegen-libyen-neue-eu-marinemission","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9676\/","title":{"rendered":"Waffenembargo gegen Libyen: Neue EU-Marinemission"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/eu-sophia-105.jpg\" title=\"Italien will k\u00fcnftig keine Fl\u00fcchtlinge mehr von Schiffen der EU-Rettungsmission &quot;Sophia&quot; aufnehmen, an der sich auch Deutschland beteiligt. | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 17.02.2020 \u2022 17:41 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Die EU will das Waffenembargo gegen Libyen mit einer neuen Marinemission \u00fcberwachen. Darauf haben sich die Au\u00dfenminister geeinigt. Zuletzt gab es Streit wegen der Seenotrettung von Migranten. Die bisherige Mission &#8222;Sophia&#8220; wird beendet.\n    <\/p>\n<p>Von Mit Informationen von Holger Romann, ARD-Studio Br\u00fcssel\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU-Au\u00dfenminister in Br\u00fcssel haben eine neue Mission beschlossen, um das Waffenembargo gegen Libyen zu kontrollieren. &#8222;Diese Mission soll auch eine maritime Komponente haben, die sich an den Routen derjenigen orientiert, die Waffen nach Libyen bringen, also im \u00f6stlichen Mittelmeer&#8220;, sagte Bundesau\u00dfenminister Maas. Er betonte, die Ausstattung der neuen Mission mit Schiffen sei notwendig, um ein komplettes Lagebild \u00fcber Waffenlieferungen nach Libyen zu erhalten. Es gehe schwerpunktm\u00e4\u00dfig um Waffenschmuggel.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In den vergangenen Wochen war in der EU dar\u00fcber diskutiert worden, die Marinemission &#8222;Sophia&#8220; wiederzubeleben, um das Waffenembargo gegen Libyen durchzusetzen. Dagegen wehrten sich jedoch Italien, Ungarn und \u00d6sterreich. Wien argumentierte, dadurch werde ein sogenannter Pull-Effekt entstehen &#8211; es w\u00fcrden mehr Migranten nach Europa kommen. Bis zum Ende des Marineeinsatzes vor knapp einem Jahr waren mit &#8222;Sophia&#8220; immer wieder Migranten aus Seenot gerettet worden. Die Staaten konnten sich aber nicht auf die Verteilung der Geretteten einigen.<\/p>\n<p>    Sogfaktor f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dass die neue Operation nun eine &#8222;maritime Komponente&#8220; umfasst, ist in gewisser Weise \u00fcberraschend. Wegen ihrer Vorbehalte hatten sich insbesondere die Regierungen \u00d6sterreichs und Ungarns anfangs geweigert, die Mission mit Kriegsschiffen auszustatten. Der \u00f6sterreichische Au\u00dfenminister Alexander Schallenberg hob denn auch hervor, dass man einen &#8222;Pull-Effekt&#8220; auf jeden Fall vermeiden wolle.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">So solle der Fokus der Mission zun\u00e4chst &#8222;auf der Luftraum\u00fcberwachung&#8220; und klar im Milit\u00e4rischen liegen. Ziel sei es, die Routen der Waffenschmuggler aufzusp\u00fcren und den verbotenen Nachschub Richtung Libyen zu unterbinden. Deshalb werde das Einsatzgebiet auch deutlich weiter \u00f6stlich liegen als jenes von &#8222;Sophia&#8220; &#8211; im Osten Libyens &#8222;oder noch weiter \u00f6stlich&#8220;, so Schallenberg. &#8222;Sophia&#8220; werde beendet. Sobald sich erweise, dass die neue Mission von Menschenschmugglern missbraucht und zu einem &#8222;Sogfaktor&#8220; f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge werde, w\u00fcrden die maritimen Elemente wieder abgezogen, sagte Schallenberg.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich Italiens Au\u00dfenminister Luigi Di Maio. \u00dcber die Regeln zur Aufnahme geretteter Fl\u00fcchtlinge werde sp\u00e4ter diskutiert. Hier gebe es zwei Optionen: Entweder nehme das Land des betreffenden Schiffes die Geretteten auf, oder es werde ein Rotationsverfahren gefunden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Seit neun Jahren herrscht ein B\u00fcrgerkrieg in Libyen. Bei einem Gipfel vor vier Wochen in Berlin hatten sich 16 Staaten und Organisationen darauf verst\u00e4ndigt, die Einmischung von au\u00dfen in den Konflikt zu beenden. Vor allem die Konfliktparteien sollten miteinander reden, es sollte Schluss sein mit dem illegalen Verschieben von Milizen und Waffen in das nordafrikanische B\u00fcrgerkriegsland. Neben den Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union und der Arabischen Liga wollten auch die Europ\u00e4er ihren Beitrag leisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 17.02.2020 \u2022 17:41 Uhr Die EU will das Waffenembargo gegen Libyen mit einer neuen Marinemission \u00fcberwachen. 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