{"id":9759,"date":"2026-04-25T10:44:07","date_gmt":"2026-04-25T10:44:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9759\/"},"modified":"2026-04-25T10:44:07","modified_gmt":"2026-04-25T10:44:07","slug":"britisches-abschiebegesetz-wie-sicher-ist-ruanda-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9759\/","title":{"rendered":"Britisches Abschiebegesetz: Wie sicher ist Ruanda wirklich?"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ruanda-174.jpg\" alt=\"Blick auf die Hauptstadt Ruandas\" title=\"Blick auf die Hauptstadt Ruandas | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 23.04.2024 \u2022 14:05 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Das britische Parlament hat das umstrittene Abschiebegesetz gebilligt. In wenigen Wochen sollen die ersten Fl\u00fcge mit Gefl\u00fcchteten nach Ruanda starten. Doch wie sicher ist das Land wirklich?\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/bensch-ts-104.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Karin Bensch\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bensch-100.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ruanda ist kein sicherer Drittstaat, so sehen es viele Menschenrechts- und Fl\u00fcchtlingsorganisationen. Franziska Ulm-D\u00fcsterhoft, Afrika-Expertin von Amnesty International, sch\u00e4tzt die Menschenrechtslage in Ruanda als schwierig ein. &#8222;Ruanda ist in keinster Weise ein sicheres Land f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Asylverfahren&#8220;, sagt Ulm-D\u00fcsterhoft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es gebe keine unabh\u00e4ngige Gerichtsbarkeit. Das betreffe auch Asylverfahren. &#8222;Alle Verfahren, die durchgef\u00fchrt und entschieden werden, sind politisch motiviert&#8220;, sagt die Mitarbeiterin von Amnesty International.<\/p>\n<p>    Kagame ist seit 24 Jahren an der Macht<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Pr\u00e4sident Paul Kagame gilt als autokratischer Herrscher, der das Land mit harter Hand regiert. Bereits seit 24 Jahren ist er an der Macht. Ihm werden immer wieder Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Oppositionspolitiker und Journalisten landen in Gef\u00e4ngnissen &#8211; zum Teil werden sie gefoltert. Laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch werden Regimekritiker auch im Ausland \u00fcberwacht, eingesch\u00fcchtert, verschleppt und in manchen F\u00e4llen sogar get\u00f6tet.<\/p>\n<p>    Kritik am Abschiebegesetz<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Als menschenrechtswidrig kritisiert die Fl\u00fcchtlingshilfsorganisation &#8222;Pro Asyl&#8220; das Ruanda-Gesetz in Gro\u00dfbritannien. Die britische Regierung wolle es f\u00fcr Gefl\u00fcchtete, die irregul\u00e4r ins Land eingereist sind, unm\u00f6glich machen, in Gro\u00dfbritannien einen Asylantrag zu stellen. Egal, woher sie kommen, kritisiert die Organisation.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Diese Menschen sollen stattdessen nach Ruanda abgeschoben werden und dort Asyl beantragen. Um die Fl\u00fcchtlingsboote \u00fcber den \u00c4rmelkanal zu stoppen, muss der Anreiz beseitigt werden, sagt der konservative britische Premierminister Rishi Sunak. Wer illegal nach Gro\u00dfbritannien k\u00e4me, werde nicht bleiben k\u00f6nnen, betont Sunak.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der ruandische Pr\u00e4sident Paul Kagame hatte im Vorfeld in einem Fernsehinterview gesagt, wenn Gro\u00dfbritannien ein Problem mit Menschenschmugglern habe, k\u00f6nne man dar\u00fcber reden. Und wenn Ruanda mithelfen k\u00f6nne, dieses Problem zu l\u00f6sen, dann sei man gl\u00fccklich, das zu tun.<\/p>\n<p>    Ruanda geh\u00f6rt zu stabilsten Staaten Afrikas<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ruanda hat aber auch andere Seiten. Es geh\u00f6rt zu den stabilsten Staaten in Afrika. Das kleine ostafrikanische Land mit 13 Millionen Einwohnern gilt als sicherer und weniger korrupt als die meisten afrikanischen L\u00e4nder. Ruanda ist wirtschaftlich erfolgreich, hat hohe Wachstumszahlen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Pr\u00e4sident Kagame genie\u00dft &#8211; vor allem im Westen &#8211; gro\u00dfes Ansehen. Denn er war es, der mit seinen Truppen vor 30 Jahren den V\u00f6lkermord in Ruanda beendete und danach das Land stabilisiert und modernisiert hat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein Abkommen f\u00fcr die Abschiebungen gibt es bereits. Ruanda erkl\u00e4rt sich darin bereit, abgeschobene Gefl\u00fcchtete aus Gro\u00dfbritannien zur\u00fcckzunehmen. Die Briten zahlen im Gegenzug insgesamt umgerechnet mehrere hundert Millionen Euro. Die Abschiebefl\u00fcge nach Ruanda sollen in zehn bis zw\u00f6lf Wochen beginnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 23.04.2024 \u2022 14:05 Uhr Das britische Parlament hat das umstrittene Abschiebegesetz gebilligt. 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