{"id":987,"date":"2026-04-18T11:06:23","date_gmt":"2026-04-18T11:06:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/987\/"},"modified":"2026-04-18T11:06:23","modified_gmt":"2026-04-18T11:06:23","slug":"schimpansen-in-uganda-forscher-beobachten-erstmals-blutigen-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/987\/","title":{"rendered":"Schimpansen in Uganda: Forscher beobachten erstmals blutigen Krieg"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Genetische Untersuchungen deuten laut Sandel und Kollegen darauf hin, dass dauerhafte Aufspaltungen von Schimpansengruppen \u00fcberaus selten sind. In einem &#8222;Science&#8220;-Kommentar berichtet James Brooks vom Deutschen Primatenzentrum in <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" data-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;category&quot;:&quot;intextLink&quot;,&quot;label&quot;:&quot;\/themen\/goettingen\/&quot;}\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/goettingen\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">G\u00f6ttingen<\/a> von einer Spaltung einer Gemeinschaft von Bonobos (Pan paniscus) vor fast 50 Jahren in der Demokratischen Republik Kongo \u2013 allerdings ohne ausufernde Gewalt: Beide Bonobo-Gruppen koexistieren demnach bis heute.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Sandel und Kollegen heben Faktoren hervor, die zu der Gewalt beigetragen haben k\u00f6nnten \u2013 darunter die schiere Gruppengr\u00f6\u00dfe. &#8222;Mit fast 200 Individuen, darunter mehr als 30 ausgewachsene M\u00e4nnchen, \u00fcberstieg die Gruppe der Ngogo-Schimpansen die Gr\u00f6\u00dfe anderer Gruppen und \u00fcberdehnte m\u00f6glicherweise die Kapazit\u00e4t zur Aufrechterhaltung von Beziehungen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Das glaubt auch Wittig. &#8222;Bei zunehmender Anonymisierung zwischen den Mitgliedern sind andere Strukturen erforderlich, die es bei Schimpansen nicht gibt&#8220;, sagt der Direktor des Ta\u00ef Chimpanzee Projects an der Elfenbeink\u00fcste.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Auch das Team um Sandel hebt die Bedeutung pers\u00f6nlicher Verbindungen zwischen den Lagern hervor: Kurz vor der Spaltung, 2014, waren sechs ausgewachsene Schimpansen gestorben. M\u00f6glicherweise h\u00e4tten die Todesf\u00e4lle die sozialen Bande zwischen Untergruppen geschw\u00e4cht. Und Anfang 2017 starben 25 Schimpansen \u2013 davon 14 ausgewachsene Tiere \u2013 bei einer Epidemie. Eines der M\u00e4nnchen war in der westlichen Gruppe eines der letzten Tiere, das noch Kontakte zur anderen Gruppe unterhielt. Sein Tod k\u00f6nne die Eskalation beschleunigt haben, hei\u00dft es.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">&#8222;Im Fall der Ngogo-Spaltung wurden Individuen, die zusammen gelebt, gefressen, sich gepflegt und patrouilliert hatten, zum Ziel t\u00f6dlicher Angriffe wegen ihrer neuen Gruppenzugeh\u00f6rigkeit&#8220;, schreiben die Autoren. &#8222;Dies unterstreicht, dass Schimpansen einen Sinn f\u00fcr Gruppenidentit\u00e4t haben, der \u00fcber Vertrautheit oder deren Fehlen hinausgeht.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Die Beobachtung widerspreche g\u00e4ngigen Theorien zu Ursachen von Kriegen bei Menschen, die demnach von kulturellen Faktoren wie Sprache, Religion, ethnischer oder politischer Zugeh\u00f6rigkeit abh\u00e4ngen. Wenn man sich auf solche kulturellen Faktoren konzentriere, \u00fcbersehe man grundlegende soziale Prozesse, die menschliches Verhalten pr\u00e4gten \u2013 und die es auch bei den n\u00e4chsten Verwandten des Menschen gebe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Genetische Untersuchungen deuten laut Sandel und Kollegen darauf hin, dass dauerhafte Aufspaltungen von Schimpansengruppen \u00fcberaus selten sind. 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