{"id":9910,"date":"2026-04-25T15:58:30","date_gmt":"2026-04-25T15:58:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9910\/"},"modified":"2026-04-25T15:58:30","modified_gmt":"2026-04-25T15:58:30","slug":"mosambik-121-tote-in-zwei-tagen-bei-protest-gegen-wahlergebnis-in-mosambik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/9910\/","title":{"rendered":"Mosambik: 121 Tote in zwei Tagen bei Protest gegen Wahlergebnis in Mosambik"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Bei den schweren Unruhen nach der Verk\u00fcndung des Wahlergebnisses in <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/mosambik\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Mosambik<\/a> steigen die Opferzahlen weiter an. Nach Angaben der zivilgesellschaftlichen Organisation Plataforma Decide wurden 121 Menschen binnen 47 Stunden bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskr\u00e4ften get\u00f6tet. Stunden zuvor hatte die Organisation noch von 56 Toten und 380 Verletzten gesprochen. <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/mosambik\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mosambiks<\/a> Innenminister hatte am Abend zuvor 21 Tote genannt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Unruhen begannen, nachdem der Verfassungsrat die Wahl von Daniel Chapo, dem Kandidaten der regierenden Partei Frelimo, mit 65 Prozent der Stimmen zum neuen Pr\u00e4sidenten best\u00e4tigt hatte. Oppositionsf\u00fchrer Ven\u00e2ncio Mondlane, der demnach auf nur 24 Prozent der Stimmen kam, wies das Ergebnis als manipuliert zur\u00fcck. Er k\u00fcndigte in einer Rede auf Facebook an, sich am 15. Januar zum Pr\u00e4sidenten zu erkl\u00e4ren. Mondlane, der sich nach der Wahl im Oktober ins Ausland absetzte, appellierte an seine Anh\u00e4nger, friedlich zu protestieren.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Doch in der Hauptstadt Maputo und anderen St\u00e4dten wurden Gesch\u00e4fte gepl\u00fcndert und Fahrzeuge und Geb\u00e4ude in Brand gesetzt, darunter Polizeistationen und\u00a0Parteizentralen der Frelimo. In Maputo errichteten Demonstranten Stra\u00dfensperren, zerst\u00f6rten Strommasten und raubten Banken aus. Viele Menschen blieben am Weihnachtstag zu Hause, da sie \u00dcbergriffe bef\u00fcrchteten. Die Regierung setzte neben der Polizei auch Spezialkr\u00e4fte des Milit\u00e4rs und des Grenzschutzes ein. <\/p>\n<p>        Sturm auf Gef\u00e4ngnisse        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Aus einem Gef\u00e4ngnis entkamen 86 H\u00e4ftlinge, nachdem es von Demonstranten gest\u00fcrmt worden war. An diesem Mittwoch kam es zu einem weiteren Gef\u00e4ngnisausbruch, bei dem Hunderte H\u00e4ftlinge befreit worden sein sollen. Dabei wurden nach offiziellen Angaben 33 Menschen get\u00f6tet<br \/>\nund 15 verletzt. Polizeichef Bernardino Rafael sprach von 1.534 H\u00e4ftlingen, die bei dem Vorfall in der<br \/>\nHauptstadt Maputo entkommen seien; davon seien zun\u00e4chst 150<br \/>\ngefasst worden. Er machte Proteste vor dem Gef\u00e4ngnis f\u00fcr<br \/>\nden Aufstand verantwortlich. Dagegen sagte Justizministerin<br \/>\nHelena Kida, die Unruhen h\u00e4tten im<br \/>\nGef\u00e4ngnis begonnen und nichts mit den Demonstrationen zu tun.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In Mosambik leben rund 35 Millionen Menschen, von denen viele unter Armut und Misswirtschaft sowie den Auswirkungen des Klimawandels leiden. Die Partei Frelimo regiert seit 1975. Seit 1994 finden regelm\u00e4\u00dfige Wahlen in Mosambik statt.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. Erhalten Sie zudem freitags das digitale Magazin ZEIT am Wochenende.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das Land leidet derzeit auch unter den Folgen des <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2024-12\/zyklon-chido-mosambik-suedostafrika-cabo-delgado\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Zyklons Chido<\/a>, bei dem eine Woche vor Weihnachten mindestens 120 Menschen ums Leben kamen. Mehr als 150.000 H\u00e4user wurden von dem verheerenden Sturm besch\u00e4digt oder zerst\u00f6rt, au\u00dferdem Dutzende Krankenh\u00e4user, Schulen und weitere Infrastruktur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei den schweren Unruhen nach der Verk\u00fcndung des Wahlergebnisses in Mosambik steigen die Opferzahlen weiter an. 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