Nach der Beförderung von Marie-Louise Eta zur Cheftrainerin der Männer-Mannschaft hat sich der deutsche Bundesligist Union Berlin energisch gegen sexistische und abfällige Kommentare in den sozialen Medien gewehrt.

„Ich habe das mitbekommen. Aber ich weigere mich auch, das tatsächlich zu lesen und mich damit zu identifizieren oder mir irgendeinen Mist nur vor Augen zu führen“, sagte Geschäftsführer Horst Heldt bei einer Pressekonferenz der „Eisernen“.

In den Gesprächen mit Eta seien die verbalen Ausfälle kein Thema gewesen. „Ich finde es wahnsinnig, dass wir uns damit auseinandersetzen müssen in der heutigen Zeit, uns rechtfertigen müssen. Wir reden hier von einer hochkompetenten Führungspersönlichkeit“, sagte Heldt über die Trainerin. Die 34-Jährige soll Union in den letzten fünf Saisonspielen betreuen.

Zuvor hatte der Club bereits auf Social-Media-Posts direkt reagiert. „Aber genau das bist du, ein Sexist“, antwortete der Club beispielsweise auf X auf einen herablassenden Beitrag eines Nutzers. Dieser hatte geschrieben: „Der Bundesliga Trainer, der gegen sie verliert, hat für immer sein Gesicht verloren. Es gibt, glaube ich, kaum etwas Peinlicheres.“

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(APA)/Bild: Imago