Magyar könnte zwar den Kredit nicht grundsätzlich blockieren, doch will er wie sein Vorgänger Orbán Ungarn von der Finanzierung der Hilfsgelder ausnehmen.

Wegen Verstößen gegen Rechtsstaatsprinzipien hält die EU derzeit Fördergelder in Höhe von knapp 19,1 Milliarden Euro zurück. „Die EU verfügt mit der Freigabe der eingefrorenen Gelder über ein entscheidendes Druckmittel“, sagte Péter Techet vom Wiener Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) t-online.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte nach Magyars Wahlsieg eine schnelle und enge Zusammenarbeit mit dem neuen Kabinett in Budapest an. „Selbstverständlich werden wir so bald wie möglich mit der Regierung an den von Ihnen genannten Themen und vielem mehr arbeiten, um rasche und längst überfällige Fortschritte zu erzielen“, sagte von der Leyen in Brüssel. Es gebe viel zu tun, da Ungarn auf den europäischen Weg zurückkehre.

Von der Leyen hatte zuvor Magyars Sieg mit dem Volksaufstand von 1956 in Ungarn verglichen. Die Kommissionschefin war dafür heftig kritisiert worden.