Seit der ersten Folge im vergangenen November hat der „Take Me Späti“-Podcast einen kometenhaften Aufstieg hingelegt. Nach zwei erfolgreichen Staffeln ist die Zukunft des Formats jetzt allerdings ungewiss. Moderatorin Sara Arslan macht in ihrer Instagram-Story öffentlich, dass sie sich von ihrem Management getrennt habe. Abseits eines jetzt wohl anstehenden Rechtsstreits bestehe kein Kontakt mehr mit den ehemaligen Geschäftspartnern.
Sara Arslan: Problematische Trennung vom „Take Me Späti“-Management
Den genauen Grund für die Trennung möchte Arslan nur „ungerne“ teilen. „Sowas gehört nicht öffentlich ausgetragen“, findet sie. Gleichzeitig hinterfragt sie aber, wieso sie „die Klappe halten [sollte], wenn drei weiße Männer [ihre] Arbeit claimen“.
Bei den Geschäftspartnern handelt es sich um die Social Media-Agentur Enkime. Eigentlich, so die Moderatorin, sei diese auch für die Produktion des „Take Me Späti“-Podcasts verantwortlich gewesen. Die Realität habe aber anders ausgesehen. Arslan hätte laut eigener Aussage einen Großteil der Arbeit selbst übernommen; jede einzelne Schnittanweisung gesetzt, jedes Social Media-Highlight herausgesucht. Angeblich habe sich die Agentur maximal um LinkedIn-Posts gekümmert.
Bei der Trennung wollte sie dem Management noch entgegenkommen, so Arslan. Ihr seien in der Folge aber sämtliche Social Media-Zugänge entzogen worden, obwohl „Take Me Späti“ am Ende ihr Format sei. Die ehemaligen Geschäftspartner würden sich nun weigern, ihr diese zurückzugeben. Deshalb formuliert Arslan eine ihrer Storys auch als direkte Warnung mit der Aufforderung, wieder Zugriff auf die Accounts zu erhalten. Die Agentur soll in der Zwischenzeit ihren Anwalt eingeschaltet haben.
Im Anschluss gibt die Moderatorin weitere Einblicke hinter die Kulissen. Sie sagt, dass man hinter ihrem Rücken über sie gelästert und sie als „geldgeil“ abgestempelt habe, obwohl sie 25 % ihrer Einkünfte aus Brand Deals an die Agentur abgegeben habe. Außerdem bringt sie ins Spiel, dass sich Institutionen wie die Staatsanwaltschaft Berlin oder die Steuerfahndung „rein hypothetisch“ mal die Verträge der Tochtergesellschaft von Enkime anschauen könnten.
Abschließend teilt die Moderatorin zahlreiche Privatnachrichten, die sie in der Folge erreicht haben. Die darin geschilderten Erfahrungen ähneln sich – es wird von schlechter Arbeitsatmosphäre und finanziellen Problemen gesprochen.
„Take Me Späti“ hat sich in den vergangenen Monaten zum regelrechten Social Media-Phänomen entwickelt. Sara Arslan hat ihre Gäste – darunter auch Rapper wie Cro, Sampagne, Mo Douzi, Ali Bumaye oder Yung Saint Paul – zum ersten Date in einen titelgebenden Späti eingeladen. Ihre spielerisch-ironische Interviewführung im Stil des britischen Vorbilds „Chicken Shop Date“ hat immer wieder für virale Momente gesorgt. Allein die Highlight-Clips konnten regelmäßig mehrere Millionen Views sammeln. Auf der Website der Agentur wird Sara Arslan übrigens immer noch aufgeführt.
Wir haben Enkime um ein Statement gebeten. Zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung haben wir noch keine Antwort erhalten. Sobald wir eine Rückmeldung bekommen, aktualisieren wir den Text.