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Reizfigur Nico Schlotterbeck (26)! Die Vertragsverlängerung mit dem deutschen Nationalspieler bleibt das bestimmende Diskussions-Thema bei Borussia Dortmund. Nach monatelangem Poker überschlugen sich seit vergangenem Freitag die Ereignisse. Zunächst gab der Verein offiziell bekannt, dass man sich auf einen neuen Vertrag bis 2031 geeinigt hat.
Was den BVB-Fans aber nicht gefällt: Dieser beinhaltet eine Ausstiegsklausel in Höhe von rund 50 bis 60 Mio. Euro, die bereits rund um die Weltmeisterschaft im kommenden Sommer für ausgewählte Vereine gilt. NICHT aber für Liga-Konkurrent Bayern München, wie BILD berichtete. Am Samstag gab es bei der Verlesung der Aufstellung und auch während des Spiels Pfiffe gegen den Verteidiger, der sich hinterher in keinem Interview äußern wollte. Für zusätzliche Brisanz sorgen zwischendurch immer wieder Experten-Aussagen zu dem Thema. Die neuesten stammen von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (65).
Alle Zahlen zum Schlotterbeck-Vertrag: Hat sich der BVB erpressen lassen?
Quelle: BILD13.04.2026
Matthäus plaudert über die Schlotterbeck-Klausel
In der Talk-Sendung „Sky90“ überraschte Matthäus am Sonntagabend mit spannendem Insider-Wissen. Zur Entstehung der Klausel sagte er: „So eine Entscheidung trifft man nicht alleine. Ich weiß, wer die Klausel durchgesetzt hat, aber das sage ich jetzt nicht. Es ist jemand von Borussia Dortmund. Da sitzen vier bis fünf Leute zusammen am Tisch, und einer sagt dann: ‚Okay, bevor er ohne diese Ausstiegsklausel geht und nicht verlängert, geben wir sie ihm.‘“

Wurde vereinzelt ausgepfiffen: Nico Schlotterbeck (26)
Foto: Getty Images
Matthäus äußerte zudem Verständnis dafür, dass sich Schlotterbeck mit der Klausel die Möglichkeit offen hält, zu einem Weltklub zu wechseln, mit dem er in Zukunft Titel gewinnen kann: „Wenn Real Madrid anfragt, will man sich eine Tür offenhalten, zumindest einen kleinen Spalt, durch den man gehen kann.“ Und: „Er wird mit seinem Herzen in Dortmund sein. Aber er möchte sich diese Tür offenhalten.“ Dies sei vor allem branchenüblich: „Das ist bei Upamecano so, bei Musiala so, das ist bei allen Spielern so. Wenn er diese Position hat, soll er sie für sich nutzen dürfen.“
Fakt ist: Mit der Verlängerung sichert sich der BVB Schlotterbecks Marktwert (aktuell 55 Mio. Euro) ab. Bei einem sofortigen Angebot hätte Dortmund angesichts von nur noch einem Jahr Restlaufzeit wohl deutlich weniger Geld verlangen können. Den Unterschied bezifferte Matthäus auf „rund 25 bis 30 Millionen Euro“.