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Abbildung eines Sterns und eines Planeten
Astronomen haben mithilfe des ALMA-Observatoriums einen jungen Stern entdeckt, der sich in der Taurus-Molekülwolke rund 430 Lichtjahre von der Erde entfernt befindet. Er zeigt jedoch ein ungewöhnliches Verhalten, das bislang ungeklärt bleibt.
Obwohl Astronomen jedes Jahr zahlreiche Sterne beobachten und neue entdecken, sind die einzelnen Phasen ihrer Entstehung noch immer nicht vollständig geklärt. Bekannt ist, dass diese Himmelskörper in Regionen mit hoher Gas- und Staubdichte entstehen. Was danach geschieht, lässt sich jedoch nur schwer beobachten, weil junge Sterne in protostellaren Scheiben liegen, die ihr Licht abschirmen.
Dank des ALMA-Observatoriums in Chile haben Astronomen nun allerdings einen jungen Stern namens MC 27 entdeckt, der sich in der Taurus-Molekülwolke rund 430 Lichtjahre von der Erde entfernt befindet. Das gilt als bemerkenswerte Entdeckung, denn MC 27 gehört zu den jüngsten Sternen, die bislang beobachtet worden sind.
Rund um diesen Stern haben Astronomen außerdem einen massiven Gasring mit einer Ausdehnung von etwa 1000 astronomischen Einheiten entdeckt. Dazu erklärt Kazuki Tokuda:
Unsere Daten haben gezeigt, dass dieser Ring etwas wärmer ist als seine Umgebung. Wir vermuten, dass er durch ein Magnetfeld entsteht, das die protostellare Scheibe durchzieht. Im Grunde handelt es sich um die „Nieser“, die wir in der Vergangenheit beobachtet haben, allerdings in deutlich größerem Maßstab.
Zur Erklärung der Entstehung dieses Rings gehen die Wissenschaftler davon aus, dass eine Wechselwirkung zwischen dem Magnetfeld und der protostellaren Scheibe dafür verantwortlich ist. Dadurch könnten Stoßwellen entstehen, die das umliegende Gas aufheizen. Auch wenn dieser Stern den Astronomen neue Erkenntnisse ermöglicht, bleibt diese Erklärung bislang nur eine Hypothese, die weitere Forschung erfordert. Ziel ist es, das Rätsel der Sternentstehung besser zu verstehen.
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Übersetzer: Enrico Frahn – Senior Tech Writer – 6884 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2021
Der Technik-Virus hat mich schon in jungen Jahren befallen, als ich zu Pentium II Zeiten meine ersten Schritte im PC-Bereich wagte. Seither gehören für mich das Modden, Übertakten und die akribische Pflege meiner Hardware einfach dazu. Während meiner Studienzeit entwickelte ich zudem ein spezielles Interesse an mobilen Technologien, die den stressigen Studienalltag erheblich erleichtern können. Nachdem ich bei einer Tätigkeit im Marketing meine Liebe für das Kreieren von Webinhalten gefunden habe, begebe ich mich nun als Redakteur bei Notebookcheck auf die Suche nach den spannendsten Themen aus der faszinierenden Welt der Technik. Außerhalb des Büros hege ich eine besondere Leidenschaft für den Motorsport und das Mountainbiking.

