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Budapest – Heute kann er sich über den grandiosen Wahlsieg seiner Mitte-Rechts-Partei Tisza freuen – doch der Weg an die Spitze war für Gewinner Péter Magyar (45) mit Lügen und Verleumdungen gepflastert.
Er selbst sprach von einem „Tsunami aus Hass und Lügen“. Dazu zählten Vorwürfe häuslicher Gewalt genauso wie Berichte über ein heimlich aufgenommenes Sex-Video.
Magyar machte die Vorwürfe selbst öffentlich
Damit erreichte die Schlammschlacht ihren Höhepunkt. Das Video zeigte Magyar angeblich beim Sex mit seiner Ex-Freundin. Der damalige Oppositionspolitiker ging von sich aus in die Offensive und machte den Vorgang öffentlich.

Ganz Ungarn blickte tagelang gebannt auf dieses Bett: Péter Magyar machte im Wahlkampf öffentlich, dass er mit einem Sex-Video erpresst werden soll – im Internet zeigten Unbekannte dieses Bild daraus
Foto: Screenshot
Er habe am 3. August 2024 in einer fremden Wohnung einvernehmlich mit einer Frau geschlafen, sagte Péter Magyar (2023 geschieden) in seiner Videobotschaft. In der Wohnung habe eine Party stattgefunden. „In jener Nacht war mir nicht bewusst, dass ich mich in einer Geheimdienstoperation befand, also ließ ich mich verführen“, sagte Magyar.

Die Ex-Freundin, mit der er die Partynacht verbracht hatte: Evelin Vogel
Foto: instagram.com/evelinthevogel
Das Sex-Video wurde dann nie veröffentlicht
Sein Verdacht: Die Regierung von Viktor Orbán (62) wolle ihn mit Geheimdienstmethoden in den Schmutz ziehen. Veröffentlicht wurde das Video nicht.
Weil auf der Party neben Alkohol auch Drogen im Umlauf waren, hielt sich hartnäckig das Gerücht, er konsumiere selbst welche. Erst ein Haarprobentest, für den er nach Österreich fuhr, räumte die Vorwürfe aus.
Und die Ex? Bewarf ihn auch mit Schmutz – durch heimlich aufgenommene Gespräche, die sogar mit KI nachbearbeitet wurden.

Magyars Ex-Frau Judit Varga (45), Ungarns ehemalige Justizministerin, erhob gegen ihn Vorwürfe wegen häuslicher Gewalt und Erpressung
Foto: ATTILA KISBENEDEK/AFP
Im Juli 2025 hatte Magyars Ex-Frau Judit Varga (45) Vorwürfe von häuslicher Gewalt und Erpressung gegen ihn erhoben. Das war deshalb politisch wirksam, weil Varga als frühere Justizministerin und Orbán-Vertraute eine glaubwürdige Absenderin für solche Angriffe war. Magyar bestritt sie. Sie behauptete auch, er habe einen Suizidversuch fingiert.
Diesen Namen muss man sich merken: So spricht man ‚Peter Magyar‘ richtig aus
Quelle: BILD13.04.2026
Im Wahlkampf-Endspurt kursierten falsche Behauptungen, Péter Magyar wolle in Ungarn die Wehrpflicht wieder einführen. Die Organisation NewsGuard berichtet in einer Analyse von Hunderten KI-generierten TikTok-Videos, die Amtsinhaber Orbán stärken und Herausforderer Magyar verleumden sollten – am Ende ohne Erfolg!