«Bitte kommen Sie in die Schweiz»: J. D. Vance wird nach Orbáns Niederlage verspottet

Cédric Wermuth lädt Vizepräsident Vance in die Schweiz ein – kurz nachdem dieser in Ungarn aufgetreten ist und Viktor Orbán die Wahl verloren hat. Im Netz gilt der US-Vize als Unglücksbringer.

Edgar Schuler Publiziert: 13.04.2026, 14:26 Viktor Orbán und J.D. Vance winken der Menge bei einer Wahlkampfveranstaltung in Budapest, umgeben von ungarischen Fahnen.

J. D. Vance unterstützt Viktor Orbán am 7. April 2026 bei einem Wahlkampfauftritt in Budapest. Nach der Niederlage wenige Tage später wird der Besuch im Netz zum Spott.

Foto: Janos Kummer (Getty Images)

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BotTalk In Kürze: SP-Co-Präsident Cédric Wermuth lud Vance ironisch ein, auch die SVP zu unterstützen.Satiriker Viktor Giacobbo und Komiker Mike Müller verspotteten Vance öffentlich in den sozialen Medien.Auch internationale Stimmen wie die deutsche Grünenpolitikerin Ricarda Lang stimmten in den Spott ein.

«Dear @jd-vance-1.bsky.social, would you please be so kind and come to Switzerland» – mit dieser ironischen Bitte reagiert SP-Co-Präsident Cédric Wermuth auf Bluesky auf den Wahlausgang in Ungarn.

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In seinem Beitrag schlägt er vor, Vance solle eine Wahlempfehlung zugunsten der SVP abgeben – nach dessen «grossem Erfolg» in Ungarn würde man seine Unterstützung für Menschenrechte und Demokratie «sehr begrüssen».

Der US-Vizepräsident war am 7. April nach Budapest gereist, um Viktor Orbán im Wahlkampf zu unterstützen. Fünf Tage später verlor der langjährige Ministerpräsident deutlich: Die Oppositionspartei Tisza von Péter Magyar gewann die Parlamentswahl klar.

Orbán räumte seine Niederlage noch am Wahlabend ein. Im Netz wird der zeitliche Zusammenhang rasch aufgegriffen – und J. D. Vance zur Zielscheibe von Spott.

Dabei gilt der ungarische Regierungschef unter Anhängern der «Make America Great Again»-Bewegung (Maga) als grosses politisches Vorbild: als konservativer Kulturkämpfer, der Migration begrenzt und liberale Institutionen zurückdrängt. Auch Donald Trump hatte Orbán im Vorfeld der Wahl öffentlich unterstützt.

J. D. Vance hat «keine Ahnung»

Der Satiriker Viktor Giacobbo teilt auf der Plattform X einen Beitrag des britischen Historikers Ian Garner, der sarkastisch von einem «Triumph der amerikanischen Diplomatie» schreibt.

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Auch Komiker Mike Müller reiht sich ein. Er legt Vance auf X diese Worte in den Mund: «Ich habe keine Ahnung, warum ich lächle. Araber mögen mich nicht, Ungarn mögen mich nicht, selbst Amerikaner mögen mich nicht. Aber du, Viktor, du magst mich. Loser.»

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Auch in Deutschland greift die Häme um sich. Die Grünenpolitikerin Ricarda Lang schlägt auf der Plattform X in eine ähnliche Kerbe. «Hey @JDVance, möchten Sie nicht für ein bisschen Wahlkampf nach Deutschland kommen?», schreibt sie.

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Der tschechische EU-Abgeordnete Tomáš Zdechovský bedankt sich auf X ironisch bei Vance – und unterlegt dies mit einer einfachen Grafik. Sie zeigt, wie sich die Umfragewerte nach Vances Besuch nochmals zuungunsten Orbans auseinanderentwickelten.

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Cookies zulassen Mehr Infos «Wenn ihr überleben wollt, lasst euch nicht von J. D. Vance berühren»

International nimmt der Spott schnell grössere Dimensionen an. Ein auf X als «Evan» bekannter politischer Kommentator schreibt: «J. D. Vance besuchte den Papst – kurz darauf starb dieser. Er reiste in den Iran, um den Krieg zu beenden – doch der Krieg dauert an. Er unterstützte Viktor Orbán im Wahlkampf – und Orbán verlor.»

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Ein weiterer, zugespitzter Beitrag stammt ebenfalls vom britischen Historiker Garner. Er schreibt: «Wenn ihr überleben wollt, lasst euch einfach nicht von J. D. Vance berühren. Der Mann ist die Pest.»

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Die US-Publizistin und Podcasterin Molly Jong-Fast, die als scharfzüngige Kritikerin der amerikanischen Politik gilt, sieht Vance gleich als den Tod persönlich. Auf Bluesky schreibt sie knapp «Schickt J. D. Vance auf Wahlkampftour» – und illustriert dies mit einer Bildmontage, die ihn mit einer Sense zeigt, einmal beim Papst, einmal bei Viktor Orbán.

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Umbruch in Ungarn

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J. D. Vance unterstützt Viktor Orbán am 7. April 2026 bei einem Wahlkampfauftritt in Budapest. Nach der Niederlage wenige Tage später wird der Besuch im Netz zum Spott.

Foto: Janos Kummer (Getty Images)