Erstmals seit Beginn der Angriffe der USA und Israels Ende Februar haben internationale Organisationen Hilfsgüter auf dem Landweg in den Iran gebracht. Darunter seien unter anderem Medikamente und Zelte, teilten das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) am Dienstag in Genf mit. Das IKRK hat eigenen Angaben zufolge mehr als 171 Tonnen Hilfsgüter in den Iran geschickt. Hilfslieferungen über den See- oder Luftweg sind wegen des Krieges blockiert, Güter liegen in Depots in Dubai. Helfer beschreiben den Bedarf nach den massiven Angriffen auf den Iran seit dem 28. Februar als hoch. Derzeit gilt eine zweiwöchige Feuerpause.

Die IFRC lieferte nach eigenen Angaben rund 200 Trauma-Kits sowie Zelte und Decken auf Lastwagen über eine neue Route aus der Türkei. Die Lkw hätten am Sonntag die iranische Grenze überquert und sollten am Dienstag in der Hauptstadt Teheran eintreffen, sagte IFRC-Sprecher Tommaso Della Longa. „Für uns ist das sehr wichtig, da es einen neuen Weg darstellt, um Hilfe in den Iran zu bringen, und wir sind sehr optimistisch, dies auszuweiten“, erklärte er. Das IKRK teilte mit, eine erste Lieferung mit fünf Lastwagen aus Jordanien habe den Iran am Montag erreicht. Neun weitere sollen im Laufe der Woche folgen.