
AUDIO: Jazzy – Chaos im Regenwald mit Lina Larissa Strahl (2 Min)
Stand: 14.04.2026 13:26 Uhr
Teenie-Star Lina Larissa Strahl ist die deutsche Synchronstimme im Animationsfilm „Jazzy – Chaos im Regenwald“ – eine Geschichte über Heimat und Umwelt. Hollywoodstar Leonardo DiCaprio hat ihn produziert.
Wenn Tiere mit Menschen sprechen könnten, was würden sie uns sagen? Das titelgebende Orang-Utan-Mädchen Jazzy hat eine klare Botschaft: Wir sollen aufhören, den Regenwald zu zerstören. Über einen Roboter kann sie mit Menschen kommunizieren. Die deutsche Synchronstimme gibt ihr dafür die Sängerin und Schauspielerin Lina Larissa Strahl („Bibi & Tina“-Filmreihe) und verleiht ihr damit viel Dynamik, Mut und Stärke in einer nicht einfachen Zeit für junge Menschen. „Ich find’s schön, dass der Film wieder Licht auf etwas wirft, was gerade so untergeht in der ganzen aktuellen Weltlage – auf eine spielerische Art und Weise“, meint die 28 Jahre alte Schauspielerin.
Video:
Trailer zum Animationsfilm „Jazzy – Chaos im Regenwald“ (2 Min)
Ein verlorenes Zuhause
Im Film verliert Jazzy, ein junges Orang-Utan-Mädchen, durch einen verheerenden Waldbrand ihr Zuhause. Sie wird von ihren Eltern getrennt. Mit der Flasche von Menschen gefüttert, wächst sie in einem Reservat auf. Hier lernt sie, mit Gebärdensprache über einen Sprachassistenten mit Menschen zu kommunizieren. Eines Tages entschließt sie sich, nach ihren Eltern zu suchen. Auf einer abenteuerlichen Reise entdeckt Jazzy, wie wunderschön und auch gefährdet die Welt außerhalb des Reservates ist. Gemeinsam mit ihren tierischen und menschlichen Freunden gibt sie alles, um diese Welt zu schützen.
Umweltschutz aus Überzeugung
Ein Herzensthema – auch für die Niedersächsin Lina Larissa Strahl. Im NDR Interview erzählt die Schauspielerin, wie schwer es ihr manchmal fällt, die richtige Balance zu finden, sich für Umweltthemen einzusetzen und dabei nicht ständig einzuschränken: ob beim Thema Ernährung, Einkaufen oder Reisen. „Ich habe mal eine Phase gehabt, da habe ich mich strikt vegan ernährt. Das habe ich ein bisschen gelockert in den letzten zwei, drei Jahren, weil ich gemerkt habe, ich zwinge mich einfach zu zu vielen Sachen.“
Vorbild für viele junge Frauen

Lina Larissa Strahl war gerade mit ihrem fünften Album auf Tour
Stattdessen gilt es für Strahl, auch die kleinen, „einfachen“ Dinge für die Umwelt zu tun, ohne über die eigenen Grenzen zu gehen. Denn der Druck, als junge Frau in der Öffentlichkeit zu stehen, sei sowie schon groß genug. Lina Larissa Strahl ist in der Medienbranche, seitdem sie ein Teenie ist. 2013 gewann sie im Alter von 15 Jahren die Musik-Castingshow „Dein Song“. Einem breiteren Publikum bekannt wurde sie 2015 durch ihre Hauptrolle in der „Bibi & Tina“-Filmreihe, deren Sound sie auch als Sängerin mitgestaltete. So jung die eigene Stimme in der Medienwelt zu finden, war für sie nicht immer leicht: „Ich habe viel dazugelernt, auch was es heißt, wenn ich Nein sage. Ich meine Nein und ich möchte, dass ich das auch sagen darf. Ich bin meine eigene Stimme.“
Sicherheit – kein Automatismus als Frau in der Medienwelt
In Zeiten von Künstlicher Intelligenz und grenzenlosen Möglichkeiten von Verfielfachung ist es für junge Frauen immer schwieriger zu entscheiden, was sie von sich teilen und was nicht. Als in der Öffentlichkeit stehende Sängerin, Schauspielerin und Synchronsprecherin kann Lina manchmal nur bedingt entscheiden, was von ihr im Internet landet und was nicht. „Ich finde, das Gespräch könnte da eigentlich viel offener sein, weil wir laufen da alle in Gefahren rein, gerade als junge Frauen und tauschen uns aber auch untereinander vielleicht auch zu wenig aus „, sagt Strahl.
Einsatz für mentale Gesundheit und Selbstbestimmung
In ihrem Podcast spricht sie unter anderem auch über Körperbilder und mentale Gesundheit. Sie möchte junge Frauen und Mädchen darin bestärken, genau das zu tun, was sie tun möchten und sich nicht davon beirren zu lassen, was andere sagen. Dazu braucht es laut Lina Larissa Strahl auch mehr gegenseitig unterstützende weibliche Netzwerke. Außerdem wünscht sie sich mehr Gespräche über schwierige Themen unter Familie und Freunden. „Ich denke, dass es ganz, ganz wichtig ist, dass wir uns untereinander supporten, dass man sich gegenseitig zuhört, dass man dafür kämpft, mehr gehört zu werden.“
Norddeutsche Heimat im niedersächsischen Seelze
Die in Seelze geborene Niedersächsin ist oft nicht die erste, die zu bestimmten Themen Stellung bezieht. Lina Larissa Strahl überlegt genau, was sie in den sozialen Medien von sich teilt und was nicht. Ganz wichtig ist für sie, sich immer wieder auch zu Hause bei ihrer Familie zu erden und erstmal miteinander ins Gespräch zu kommen. „Ich glaube, wir Norddeutschen sind da vielleicht einfach so ein bisschen geerdet, auch ein bisschen strenger vielleicht, nicht so impulsiv in manchen Dingen.“
Deutsche Synchronisation mit eigenen Akzenten
Lina Larissa Strahl war gerade auf Tour mit ihrem fünften Album. „Jazzy“ war nicht ihre erste internationale Produktion, aber dennoch besonders, da die Figur der Jazzy auf deutsch einen eigenen Namen bekommen hat. Die deutsche Synchronisation setzt außerdem eigene Akzente: Anders als im englischsprachigen Original, das unter anderem in den USA, Großbritannien oder Frankreich schon 2024 unter dem Titel „Ozi: Voice Of The Forest“ in den Kinos gelaufen ist, spielt Social Media eine kleinere Rolle. In der deutschen Fassung sei der Fokus auf Social Media „ein bisschen runtergetoned“. Das würde laut Lina besser im deutschen Kontext passen.

Orang-Utang Mädchen Jazzy kämpft für ihre Heimat – den Regenwald.
Was auch auf Deutsch gleich bleibt: Mit viel Liebe schafft „Jazzy“ eine Animationswelt, die die globale Erderwärmung verdeutlicht. Hier wurden die sogenannten Klimastreifen (auf Englisch auch Climate oder Warming Stripes genannt) animiert – kühle Blautöne zeigen niedrige Temperaturen und intensive Rottöne die steigenden Durchschnittstemperaturen – eine Landschaft, durch die Jazzy sich bewegt.
Ohne viele Zahlen, Grafen oder Text machen sie die drastischen klimatischen Entwicklungen deutlich und den Film damit zu einem Plädoyer für Umweltschutz ohne Moralkeule. „Jazzy“ wird mit der Stimme von Lina Larissa Strahl nochmal vermehrt zu einem Mutmacher für eine Generation von jungen Frauen, die für ihre Rechte noch immer kämpfen müssen.
„Jazzy: Chaos im Regenwald“ startet bundesweit am 16. April im Kino. FSK ist ab 6 Jahren.

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