
Zum sechsten Mal nahm Ott im Spionage-Prozess auf Anklagebank Platz
Foto:
APA/ROLAND SCHLAGER
Am sechsten Verhandlungstag im Spionage-Prozess gegen den Ex-Chefinspektor im Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Egisto Ott, ist es vor allem um Beschattungsmaßnahmen gegangen, die von einem von London aus operierenden russischen Spionage-Ring in Wien durchgeführt wurden. Dazu wurde eine 49-jährige Bulgarin als Zeugin vernommen, die im Auftrag der von Ex-Wirecard-Manager Jan Marsalek befehligten Zelle tätig gewesen sein soll.
Die 49-Jährige, die in Wien als Ordinationshelferin beschäftigt war, wurde im Dezember 2024 wegen mutmaßlicher Beteiligung am geheimen Nachrichtendienst zum Nachteil der Republik Österreich festgenommen. Dem Antrag auf Verhängung der U-Haft wurde aber nicht Folge gegeben, das Landesgericht Wien setzte die Frau gegen gelindere Mittel wieder auf freien Fuß. Die gegen sie gerichteten Ermittlungen sind noch im Laufen, bestätigte zuletzt Staatsanwaltschaft-Sprecherin Nina Bussek der APA. Inhaltliche Fragen beantwortete Bussek nicht. Es handle sich um einen Verschlussakt.