Das japanische Unternehmen Sony erweitert seine Gaming-Monitor-Serie Inzone bald mit einem neuen OLED-Modell. Der Inzone M10S II beerbt den Ende 2024 veröffentlichten M10S und setzt auf ein 26,5 Zoll großes LG-Tandem-OLED-Panel mit WQHD-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel, 16:9), 540 Hz Bildwiederholfrequenz, 1.500 cd/m² maximaler Helligkeitsleistung (wahrscheinlich bei 1,5 % APL in HDR) sowie Unterstützung für HDR10 samt HLG („Hybrid Log Gamma“). Von einer DisplayHDR-Zertifizierung ist hingegen keine Rede – ähnliche Konkurrenzmodelle wie der LG UltraGear 27GX790B sind nach True Black 500 eingestuft.
Die Panel-Eckdaten umfassen außerdem einen 0,02 ms schnellen Grauwechsel, eine Farbtiefe von 10 Bit, ein Kontrastverhältnis von 1.500.000:1, eine Punktdichte von rund 111 ppi, eine DCI-P3-Abdeckung von 99,5 % und eine typische Leuchtdichte von 335 cd/m² (wahrscheinlich bei 100 % APL in SDR). Für Tearing-freie Spielesessions zeichnet G-Sync-kompatibles Adaptive Sync verantwortlich. Alternativ steht ein Modus gegen Bewegtbildunschärfe bereit, der laut Sony keine typischen Helligkeitsverluste mit sich bringen soll. Der Dual-Hz-Modus erlaubt derweil ein Umschalten auf 1.280 x 720 Pixel (HD, 16:9) und maximal 720 Hz.
Besitzer einer PlayStation 5 können Sony-typisch auf ein paar exklusive Features zurückgreifen: Tonemapping mit HDR-Automatik und den automatischen Genrebildmodus. Ersteres wählt demnach automatisch die idealen HDR-Einstellungen, während letzterer selbstständig in den Spielemodus (und zurück) schaltet, sobald ein Game gestartet wird. An Zusatzfunktionen wie eine FPS-Anzeige oder ein Fadenkreuz-Overlay hat der Hersteller übrigens ebenfalls gedacht. Gleiches gilt für Maßnahmen gegen VRR-Flackern, die besonders in düsteren Spielen und bei häufigen Framerate-Fluktuationen ihre Stärke ausspielen können.
Was Schnittstellen betrifft, verbaut Sony einen 54 statt 80 Gbit/s schnellen DisplayPort 2.1 (also UHBR13.5 statt UHBR20), zwei HDMI-2.1-Eingänge, einen USB-Hub (wahrscheinlich 3.2 Gen 1, 3 x Typ A, 1 x Typ B) und einen Kopfhörerausgang. Laut Datenblatt sind nur am DisplayPort die vollen 540 Hz in WQHD möglich, während man sich an den HDMI-Anschlüssen mit maximal 480 Hz zufriedengeben muss. Eine der USB-A-Buchsen ist übrigens Firmware-Updates vorbehalten. Mit Blick auf die Ergonomie werden eine Neigungsverstellung, eine seitliche Drehfunktion, eine Höhenverstellbarkeit um 120 mm und eine VESA-Aufnahme (100 x 100 mm) geboten.
Der Sony Inzone M10S II wiegt 4,2 kg ohne und 6,2 kg mit Standfuß, kommt mit drei Jahren Garantie samt Burn-in-Abdeckung und kann direkt beim Hersteller (siehe Link unten) für 1.349 Euro (UVP) vorbestellt werden. Die offizielle deutsche Marktfreigabe ist für den 1. Juli 2026 geplant. Am Preis muss sich wohl noch einiges tun, liegt er doch bis zu 500 Euro über Mitbewerbern von ASUS und LG, die teils sogar eine bessere Ausstattung aufweisen.