Das Ingenieurbüro deckt die Fachbereiche HKLS-Technik, Elektrotechnik, MSR und Brandschutztechnik aus einer Hand ab. „Die Kunden wollen weniger Schnittstellen“, weiß der Geschäftsführer. Das Leistungsspektrum ist ähnlich breit aufgestellt: Von der Beratung und Machbarkeitsstudien über die Planung bis hin zum Ausschreibung- und Vergabemanagement, der Fachaufsicht und dem technischen Facility Management ist alles dabei.
Ein klarer Schwerpunkt liegt auf Scan-to-BIM-Leistungen: Mittels 3D-Laserscanning können Bestandsgebäude und Anlagen millimetergenau erfasst werden. Aus 1,2 Millionen Messpunkten pro Sekunde entstehen Punktwolken und in weiterer Folge digitale Zwillinge. MO Ingenieure führt die Scans selbst durch und schafft so die Grundlage für aufbauende Planungen und BIM-Modelle. Auf Basis dieser präzisen, digitalen Bestandsaufnahme lassen sich realitätsgetreue Planungen aufsetzen, die sämtliche Gegebenheiten vor Ort millimetergenau berücksichtigen. „Das verkauft sich auf gut Tirolerisch wie die warmen Semmeln“, schmunzelt Oehm.
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Besonders über das Building Information Modeling spricht er passioniert. Oft werde der Begriff fälschlicherweise für 3D-Planung genutzt. „Ich traue mich zu sagen, dass ungefähr zwei Drittel der Planer in Österreich nicht einmal 3D planen, da reden wir noch gar nicht von BIM.“ Oehm sieht darin unter anderem ein Resultat des Marktes, der dies schlicht nicht bezahle – dafür brauche es die richtigen Auftraggeber. Besonders komme es auf eine bedarfsgerechte Durchführung an: „Wir leben den LOIN-Ansatz (Level of Information Need) und fokussieren uns bewusst auf den Informationsgehalt der Modelle. Ein hohes Level of Detail gehört für uns zu einer ordnungsgemäßen, detailgetreuen Planung.“ Der Planungsaufwand erhöht sich dadurch, schafft für den Auftraggeber aber frühzeitig Kosten- und Ausführungssicherheit. Und: „Durch die Planungstiefe lassen sich Schnittstellen reduzieren und relevante Themen bereits in frühen Projektphasen klären.“
Ergänzend dazu setzt MO Ingenieure auf thermisch-hydraulische Simulationen (THS), um das dynamische Verhalten komplexer Energie- und Versorgungssysteme realitätsnah abzubilden. Insbesondere bei Industrie- und Gewerbebauten ermöglicht die Methode fundierte Aussagen zu Lastgängen, Betriebsstrategien und Systemreserven. So lassen sich Anlagenkonzepte gezielt optimieren und Investitions- sowie Betriebsrisiken frühzeitig reduzieren.