Erwartungen an die Marktbedingungen – insbesondere an das AMNOG-Verfahren und die Erstattung innovativer Arzneimittel – fließen daher bereits früh in strategische Zulassungsentscheidungen ein. Zunehmend rücken hier auch internationale Verflechtungen in den Fokus, jüngst vor allem das US-amerikanische „Most-Favoured-Nation“-Modell (MFN) für Arzneimittelpreise.

Wenn regulatorische und ökonomische Rahmenbedingungen als schwer kalkulierbar wahrgenommen werden oder kurzfristige gesetzliche Änderungen erfolgen, kann dies die Priorisierung Europas beeinflussen. Planbarkeit und Verlässlichkeit sind deshalb nicht nur industriepolitische Fragen, sie sind ein Versorgungsfaktor.

Die Analyse zeigt: Die Innovationslücke entsteht vor allem dort, wo Europa als Markt depriorisiert wird.