Kritik an der Hauptstadt

Tim Bendzko: „In Berlin kann ich mir kein Haus leisten“

Aktualisiert am 24.02.2026 – 13:45 UhrLesedauer: 1 Min.

Tim Bendzko (Archivbild): Der Sänger hat sein Konzert in Hamburg abgesagt.Vergrößern des Bildes

Tim Bendzko (Archivbild): Der Sänger ist in Ost-Berlin aufgewachsen. (Quelle: Sony)

Der Musiker ist in Ost-Berlin aufgewachsen, doch heute lebt er in Brandenburg. Was ihn an der Hauptstadt so stört.

Tim Bendzko übt scharfe Kritik an seiner Heimatstadt Berlin. „Es gibt viel Schein und wenig Sein in Berlin“, sagt der Sänger im Interview mit dem „Tagesspiegel“. Die Stadt werde „immer mehr zum politischen Projekt und zu einem Spekulationsobjekt“.

Der 40-Jährige ist in Ost-Berlin aufgewachsen, lebt aber seit zehn Jahren in Brandenburg. „Das Berlin, in dem ich aufgewachsen bin, ist verschwunden“, erklärt Bendzko. Die Hauptstadt sei ihm „längst zu laut, zu wild und zu voll“. In Potsdam finde er noch das Gefühl, das er aus seiner Kindheit kenne.

Der Grund für den Umzug war auch finanziell: „In Berlin kann ich mir kein Haus leisten und für eine Eigentumswohnung bin ich zu sehr Ossi – ich nehme keine lebenslangen Schulden auf“, sagt Bendzko. Außerdem habe er seine Songs lieber zu Hause schreiben wollen, ohne Nachbarn zu nerven.

Im Interview spricht der Musiker auch über seine Trennung von seiner Frau, drei Jahre nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes. In seinem neuen Song „Immer“ verarbeitet er die Lebenskrise. „Wenn eine Beziehung endet, sollte man dafür kämpfen, dass die Verbindung zum anderen Menschen bestehen bleibt“, sagt Bendzko. „Schon für unser Kind muss es uns gelingen.“