
Russland droht mit Angriffen auf europäische Drohnenfabriken, die angeblich die Ukraine unterstützen.
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Russland veröffentlichte eine Liste europäischer Unternehmen, die angeblich Drohnen für die Ukraine produzieren.
Die Liste enthält laut russischen Angaben Adressen in acht Ländern und wird als Drohung gegen NATO-Territorium betrachtet.
Diese Drohung folgt einer Entscheidung europäischer Regierungen zur Ausweitung der Drohnenlieferung an die Ukraine.
Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte eine Liste mit genauen Adressen europäischer Unternehmen, die angeblich Drohnen oder Komponenten für die Ukraine produzieren. Moskau betrachtet die Standorte offenbar als potenzielle Angriffsziele – eine beispiellose Drohung gegen NATO-Territorium. Darüber berichten mehrere Medien, darunter der Tagesspiegel.
Die Liste umfasst laut russischen Angaben Produktionsstätten in acht europäischen Ländern. Ukrainische Drohnenhersteller unterhalten demnach angeblich Niederlassungen in Großbritannien, Deutschland, Dänemark, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Polen und Tschechien.
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Eskalation mit offener Drohgebärde
Dmitri Medwedew, früherer Präsident und stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrats, formulierte die Warnung auf der Plattform X noch deutlicher: „Wann Schläge Realität werden, hängt davon ab, was als Nächstes passiert. Schlafen Sie gut, europäische Partner!“
Moskau wirft den europäischen Staaten vor, sie seien durch die Drohnenproduktion eine aktive Kriegspartei. Diese Aktivitäten „ziehen die europäischen Länder zunehmend in einen Krieg hinein“, heißt es in der Erklärung des Verteidigungsministeriums auf Telegram.
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Hintergrund der Veröffentlichung ist eine Entscheidung mehrerer europäischer Regierungen vom 26. März. An diesem Tag beschlossen die Behörden, Produktion und Lieferung von Drohnen für Angriffe auf russisches Gebiet auszuweiten.
Moskaus Muster wiederholter Warnungen
Russland nutzt seit Beginn des Ukraine-Kriegs gezielte Drohungen gegen westliche Waffenlieferungen. Bereits 2022 bezeichneten russische Vertreter die Lieferung leichter Panzerabwehrwaffen aus Großbritannien als „äußerst gefährlich“.
Im Jahr 2025 sprach der Kreml von einer „ernsthaften Eskalation“, als westliche Staaten erwogen, der Ukraine den Einsatz weitreichender Raketen zu genehmigen.
bohy