Medwedew droht Europa

Russland nennt Angriffsziele – auch in Deutschland

Aktualisiert am 16.04.2026 – 12:23 UhrLesedauer: 2 Min.

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Medwedew wirft der Bundesregierung die Unterdrückung der Opposition in Deutschland vor. (Archivbild) (Quelle: Ekaterina Shtukina/Pool Sputnik via AP/dpa/dpa-bilder)

Russland legt mögliche Angriffsziele in Europa offen. Ex-Staatschef Dmitri Medwedew warnt Europa mit drastischen Worten.

Nach dem Treffen zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin hat das russische Verteidigungsministerium eine Liste möglicher militärischer Ziele in Europa vorgelegt. Das berichtet Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL).

Dmitri Medwedew, ehemaliger russischer Staatschef und derzeit stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates, sprach von einer „Liste potenzieller Ziele“ für die russische Armee. Medwedew fügte RFE/RL zufolge hinzu: „Wann die Angriffe Realität werden, hängt davon ab, wie es weitergeht. Schlaft ruhig, liebe europäische Partner!“

Die vorgelegte Liste konzentriert sich dem Bericht zufolge vor allem auf Objekte, die der militärischen Unterstützung der Ukraine dienen. Sie umfasst Niederlassungen von elf ukrainischen Unternehmen in Europa – darunter in den Ländern Großbritannien, Dänemark, Lettland, Deutschland, den Niederlanden, Litauen, Polen und Tschechien. Zehn weitere Firmen werden als Komponentenhersteller in Tschechien, Israel, der Türkei, Italien, Spanien und Deutschland genannt.

Merz und Selenskyj hatten bei Regierungskonsultationen zu Wochenbeginn in Berlin mehrere Kooperationen vereinbart. So will Deutschland unter anderem auch die Finanzierung weiterer Patriot-Raketen übernehmen. Auch auf eine Zusammenarbeit in der Rüstung einigten sich die beiden Staatschefs. „Wir werden weitere Gemeinschaftsunternehmen fördern und verständigen uns auf eine engere Abstimmung und Zusammenarbeit bei der Verteidigung und in der Verteidigungsindustrie, unter anderem zur Stärkung der deutsch-ukrainischen Rüstungskooperation“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Merz und Selenskyj.