Betont wird in der Abmachung, dass allein die libanesischen Sicherheitskräfte für die Souveränität und Verteidigung des Libanons verantwortlich sind. Kein anderes Land und keine andere Gruppe könne Anspruch darauf erheben, Garant für die Souveränität des Libanon zu sein.

Ferner ersuchen Israel und der Libanon die USA laut der Abmachung, weitere direkte Verhandlungen zwischen beiden Ländern zu erleichtern, mit dem Ziel, alle noch offenen Fragen, einschließlich der Festlegung der internationalen Landgrenze, zu klären. Das Ziel sei der Abschluss eines umfassenden und dauerhaften Sicherheits- und Friedensabkommens zwischen beiden Ländern.

Knapp eine Woche vor dem Ablauf der Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Führung im Teheran zur Zustimmung zu einem Abkommen aufgerufen. Während das iranische Militär nach den jüngsten Kämpfen schwer getroffen sei, könnten die US-Streitkräfte die Angriffe sofort wieder aufnehmen, sollte es nicht zu einer Einigung kommen, sagte er. „Wir fordern die neue Regierung auf: Trefft eine weise Entscheidung.“

Die US-Marine werde die Blockade der Straße von Hormus aufrechterhalten, solange es nötig sei, kündigte Hegseth an. In den ersten 72 Stunden der Sperrung machten nach Angaben des zuständigen Regionalkommandos Centcom 14 Schiffe auf Anweisung der US-Streitkräfte kehrt. Mit der Blockade soll sichergestellt werden, dass keine Schiffe die iranischen Häfen erreichen oder aus ihnen auslaufen.

Sollte es zu keiner Einigung über das iranische Nuklearprogramm kommen, werde das US-Militär die Infrastruktur und die Energieversorgung des Landes angreifen, drohte Hegseth. „Das Kriegsministerium wird sicherstellen, dass der Iran niemals über Atomwaffen verfügt.“

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht keine Gefahr eines Kerosinmangels. Der Chef der Internationalen Energieagentur habe darauf aufmerksam gemacht, dass es in asiatischen Märkten Knappheiten gebe, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. „Hier haben wir in Deutschland keinen Mangel an Kerosin“, betonte Reiche. Auch bei der Freigabe der Ölreserve habe man Teilmengen an Kerosin freigegeben, die aber nicht in übermäßigem Maße nachgefragt worden seien. „Kerosin wird übrigens auch in deutschen Raffinerien produziert“, betonte sie. Deutschland sei nicht nur von Importen von Kerosin abhängig.