Das Transaktionsvolumen im heimischen Immobiliensektor stieg im ersten Quartal gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum um 37 Prozent.

Der Immobilien-Investmentmarkt Österreich hat sich heuer im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum belebt. Das Transaktionsvolumen stieg gegenüber dem schwachen Vorjahresstart um 37 Prozent auf 540 Mio. Euro, berichtete das Beratungsunternehmen CBRE am Donnerstag. „Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt das Niveau um 16 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt“, relativierte Head of Research Marc Steinke. In Wien wurden rund 230 Mio. Euro investiert.

Am besten gingen die Asset-Klassen Einzelhandel (Marktanteil: 31 Prozent) und Hotel (27 Prozent). Fachmärkte und Fachmarktzentren blieben stark nachgefragt.

Im Hotelsektor war der Verkauf des Andaz Vienna am Belvedere prägend. Diese Transaktion wertet CBRE als bisher größte des laufenden Jahres. Der Hotelkomplex mit rund 300 Zimmern und einer Gesamtfläche von rund 25.800 Quadratmetern ging im Rahmen des Konkursverfahrens der Signa Development Selection (SDS) an eine Gesellschaft der DekaBank. Dabei wurden früheren Angaben der Insolvenzverwalterin Andrea Fruhstorfer zufolge 92 Millionen Euro erlöst.

Einen wesentlich geringeren Anteil stellten Büros (15 Prozent) und Wohnimmobilien (14 Prozent). Bei den Büros bleiben laut CBRE „hochwertige Objekte mit guter Lage und Vermietungssituation auch in den Landeshauptstädten gefragt“.

Insgesamt dominierten Anfang 2026 kleine und mittelgroße Transaktionen den Markt. „Nach mehreren großvolumigen Abschlüssen im Vorquartal zeigt sich eine veränderte Marktstruktur“, so Steinke. Besonders aktiv: Investoren aus Deutschland und Tschechien. (Red.)

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