ÖSV-Skispringerin Lisa Eder hat am Freitag überraschend ihr Karriereende bekanntgegeben. „Das war’s. Jeder Traum endet irgendwann“, schrieb die erst 24-Jährige Verlobte von Manuel Fettner, der erst vor wenigen Wochen seine Laufbahn beendete, kurz und knapp auf Instagram.
Der Österreichische Skiverband (ÖSV) nahm Eders Entscheidung in einer Aussendung „respektvoll zur Kenntnis“. „Wir bedanken uns bei Lisa für ihren jahrelangen Einsatz. Lisa hat das Damen-Skispringen in der Vergangenheit nachhaltig mitgeprägt, speziell auch in der abgelaufenen Saison mit ihren ersten Karrieresiegen. Wir wünschen Lisa auf ihrem weiteren Weg alles denkbar Gute“, wurde Florian Liegl, Sportlicher Leiter für Norische Kombination und Skispringen im ÖSV, zitiert.
Eder hat sich in den vergangenen Jahren zu einer prägenden Athletin im Damen-Skispringen entwickelt. Zu ihren sportlichen Erfolgen zählen zwei Weltcupsiege im Jahr 2026 sowie mehr als zehn Podestplätze. Bei den Olympischen Spielen in Predazzo (ITA) erreichte sie Rang vier von der Normalschanze. Bei der Nordischen Ski-WM 2025 in Trondheim (NOR) gewann sie mit dem Team die Silbermedaille. Mit einer Weite von 205,5 Metern hält sie zudem den österreichischen Rekord im Skifliegen.
Eders Rücktritt ist für das ÖSV-Frauenteam ein weiterer Rückschlag. Mit Eva Pinkelnig ist eine frühere Spitzenathletin seit einem halben Jahr mit einem Kreuzbandriss rekonvaleszent. Vor der eben erst abgelaufenen Saison hatten die langjährigen Leistungsträgerinnen Jacqueline Seifriedsberger und Sara Marita Kramer ihre Karrieren beendet. (TT.com)