Foto: ARD / Christof Arnold
Während viele Dailynovelas im linearen Fernsehen ums Überleben kämpfen, hat „Sturm der Liebe“ am Donnerstagnachmittag ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Die Geschichten rund um das Luxushotel Fürstenhof bescherten der ARD den besten Marktanteil bei den jungen Zuschauern seit über einem Jahr.
Überraschender Erfolg bei den Jungen: 9,2 Prozent Marktanteil
„Sturm der Liebe“, die langlebige ARD-Nachmittagsserie, hat am Donnerstag linear ab 15:10 Uhr für die beste Quote (14-49) seit rund 14 Monaten gesorgt. Die Fortsetzung der Geschichten rund um das Hotel Fürstenhof bescherte dem Ersten wunderbare 9,2 Prozent Marktanteil. Insgesamt wurden gute 10,3 Prozent gemessen, die linear erzielte Reichweite liegt bei 0,71 Millionen. Insbesondere der Wert bei den Jungen überrascht, kommt die Dailynovela dort inzwischen doch nur auf überschaubare Werte unter vier Prozent. Die Nutzung der Daily hat sich massiv in die ARD Mediathek verlagert, wo sie (auch wegen der vielen Folgen, die jährlich veröffentlicht werden) an der Spitze der Nutzung steht. Wenn in den kommenden Wochen entschieden werden muss, ob der auslaufende Produktionsvertrag verlängert wird, wird in erster Linie also auch darüber entschieden, ob die ARD sich weiterhin eine ihrer erfolgreichsten Streaming-Produktionen leisten möchte.
Primetime-Check: „Irland-Krimi“ schlägt „Lena Lorenz“ beim Gesamtpublikum
Zurück aber zum Linearen, wo ab 20:15 Uhr „Der Irland-Krimi“ auf 21,5 Prozent Marktanteil kam, 4,73 Millionen Menschen ab drei Jahren schauten zu. Bei den Jüngeren lief es mit 5,4 Prozent nur mäßig. Stark präsentierte sich ab kurz vor 23 Uhr dann die Satire-Sendung „extra 3“ mit diesmal 14,1 Prozent Marktanteil insgesamt und 12,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Die Produktion erreichte im Schnitt 1,62 Millionen Menschen ab drei Jahren.
Somit lag der ARD-Krimi noch vor der ZDF-Reihe „Lena Lorenz“, die ab Viertel nach Acht auf im Schnitt 3,49 Millionen Fans kam und sich 15,8 Prozent Marktanteil sicherte. Bei den Jüngeren hatte die Produktion rund um die Hebamme die Nase klar vorn, sie holte dort im Schnitt 7,2 Prozent.
Quelle: AGF Videoforschung; AGF SCOPE 1.15; 16.04.2026; Marktstandard: Bewegtbild; Auswertungstyp TV; produktbezogen
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